BANGKOK. Die Tore Thailands werden enger: Angesichts eines verschärften Vorgehens gegen sogenannte Mehrfachvisa-Touren (Visa-Runs) und einer Welle von Einreiseverweigerungen stehen die thailändischen Tourismusveranstalter unter Druck. Sie fordern die Regierung dringend auf, die aktualisierten Einreisebestimmungen transparent zu veröffentlichen und die Kontrollverfahren grundlegend zu überarbeiten. Der Sektor befürchtet massive Verwirrung und Verunsicherung unter potenziellen Urlaubern.
Die Einwanderungsbehörde hat kürzlich einen harten Kurs eingeschlagen und vier neue Strategien implementiert. Ziel ist es, Ausländer an der Einreise als Touristen zu hindern, die das Land für kriminelle Zwecke – von Cyberkriminalität bis Geldwäsche – missbrauchen. Die drastischste Änderung betrifft die Regelung für mehrmalige visumfreie Einreisen (90 Tage): Ausländer dürfen nun maximal zwei Visa-Runs absolvieren. Bei jedem weiteren Versuch wird ihnen die Einreise verweigert.
🚫 Abgewiesen trotz Visafreiheit: Die Gerüchteküche brodelt
Doch die neuen Maßnahmen scheinen bereits über das offizielle Ziel hinauszuschießen. Thienprasit Chaiyapatranun, Präsident des thailändischen Hotelverbands, schlug Alarm: Er verwies auf konkrete Vorfälle, bei denen Gäste trotz Visafreiheit abgewiesen wurden. Solche Berichte – oft viral in den sozialen Medien verbreitet – verursachen enorme Unsicherheit und Verwirrung bei Reisenden, die sich an die Gesetze halten wollen.
„Die Situation nährt Spekulationen darüber, dass Touristen versehentlich gegen Regeln verstoßen oder von Beamten ausgenutzt werden könnten“, erklärte Thienprasit in einem Bericht der Bangkok Post. Er sieht eine dringende Notwendigkeit für die Behörden, klar und deutlich zu kommunizieren, welche aktualisierten Regeln gelten und warum die medial verbreiteten Fälle tatsächlich zu einer Einreiseverweigerung geführt haben.
✈️ Vom Stichproben-Chaos zum Südkorea-Modell
Thienprasit übte scharfe Kritik an den derzeitigen Stichprobenkontrollen der Einreisebeamten, die willkürlich wirken können. Er schlägt stattdessen eine grundlegende Modernisierung vor: die Einführung von Vorabkontrollen und automatisierten Einreiseverfahren, wie sie in anderen Ländern bereits Standard sind.
Die Rufe der Privatwirtschaft verhallen nicht ungehört. Die thailändische Regierung prüft bereits die Einführung eines Vorabgenehmigungssystems für visumfreies Reisen, das dem erfolgreichen südkoreanischen Modell nachempfunden ist. Die Tourismusbranche unterstützt diesen Schritt, da er die Einreiseverfahren straffen und einen reibungslosen Ablauf garantieren soll. Mit der bereits implementierten digitalen Einreisekarte für Thailand (Thailand Digital Entry Card) könnten diese Anpassungen den gesamten Prozess weiter vereinfachen.
Trotz aller Herausforderungen: Bis zum 7. Dezember konnte Thailand bereits 30,2 Millionen ausländische Besucher willkommen heißen. Dennoch ist dies ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr, und die neuen Unsicherheiten könnten die Erholung weiter bremsen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Thailand muss die Kriminalität eindämmen, ohne die legitimen Touristen abzuschrecken.
STIN // AI
Wie es scheint, kontrolliert man am Airport Suvarnabhumi wieder Touristen, ob sie genug Bargeld mit dabei haben.
Ich wurde vor Jahren bei Visa Runs in Mae Sai insgesamt 3x gefragt, ob ich 20.000 Baht vorweisen kann.
Beim 1. Mal zeigte ich ihm meine Kreditkate, war damit aber nicht zufrieden und verwarnte mich.
Beim nächsten Visa Run soll ich 20.000 Baht in cash mit dabei haben.
Hatte ich dann immer mit dabei – wurde dann auch 2x danach gefragt, zeigte ihm die
20.000 Baht und er war zufrieden.
Später verzichtete ich darauf und wagte es dann ohne – wurde dann nicht mehr danach kontrolliert.
Ansonsten hätte ich Frau anrufen müssen, die hätte es dann beim ATM geholt und mir zum Tachilek Markt gebracht.
Werde beim nächsten Besuch dann doch lieber wieder Bargeld mitnehmen. Stehe nicht gerne Stunden an der Immigration rum, um das zu klären.