BANGKOK – Es ist ein politischer Paukenschlag, der die thailändische Unterwelt und die Korridore der Macht gleichermaßen erschüttern könnte: Die Thai Pakdee Partei hat am 26. Dezember einen drakonischen Plan zur Korruptionsbekämpfung vorgelegt. Das Ziel: Die Abschaffung der größten Banknoten des Landes, um dem „schmutzigen Bargeld“ die Grundlage zu entziehen.
Warong Dechgitvigrom, der streitbare Vorsitzende der Thai Pakdee Partei, wählte soziale Medien als Bühne für seinen Frontalangriff auf das organisierte Verbrechen. In einem vielbeachteten Facebook-Post erklärte er den 500- und 1.000-Baht-Banknoten den Krieg. Sein Argument ist so simpel wie radikal: Wer Korruption stoppen will, muss die Koffer unbrauchbar machen, in denen sie transportiert wird.
Bargeld als unsichtbarer Motor der Korruption
Laut Warong sind die hohen Stückelungen das Rückgrat der thailändischen Schattenwirtschaft. Während digitale Transaktionen und Vermögensübertragungen digitale Fingerabdrücke hinterlassen, bleibt Bargeld stumm. „Diese Banknoten sind das Werkzeug der Geldwäscher“, so der Parteivorsitzende. Sie ermöglichen es, illegale Vermögen anonym zu horten und zu transferieren.
Die Schilderungen, die Warong zeichnet, erinnern an Kriminalromane:
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Geheime Depots: Er behauptet, es sei in politischen Kreisen fast schon Usus, Geheimräume in Privathäusern einzurichten, um dort riesige Mengen Bargeld zu bunkern.
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Strohmänner-Taktik: Selbst wenn Geld über Tarnkonten fließt, ende die Spur fast immer bei einer massiven Barauszahlung, um die Empfänger der Bestechungsgelder im Dunkeln zu lassen.
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Historische Präzedenzfälle: Als mahnendes Beispiel erinnerte Warong an den Fall eines ehemaligen Generaldirektors der Straßenbaubehörde, in dessen Haus hunderte Kisten voller 1.000-Baht-Scheine sichergestellt wurden.
Todesstrafe und Bürgerjagd: Ein drakonischer Reformkatalog
Doch die Abschaffung der Geldscheine ist nur die Spitze des Eisbergs. Warongs Vision einer „sauberen Politik“ sieht Strafen vor, die weltweit ihresgleichen suchen würden. Wer mehr als 100 Millionen Baht veruntreut, soll nach dem Willen der Partei mit dem Tode bestraft werden. Besonders kompromisslos: Die Hinrichtung müsse innerhalb von 15 Tagen erfolgen – ohne jede Chance auf eine königliche Begnadigung.
Um den Druck auf korrupte Beamte weiter zu erhöhen, setzt die Thai Pakdee auf die Mithilfe der Bevölkerung. Bürger sollen das Recht erhalten, Beamte direkt zu verklagen. Im Falle einer erfolgreichen Verurteilung winkt den Hinweisgebern eine finanzielle Belohnung – eine Art Kopfgeld für Zivilcourage gegen den Filz.
Die Kernpunkte des Plans im Überblick
| Maßnahme | Zielsetzung |
| Bargeld-Verbot (500/1000 Baht) | Unterbindung von anonymen Bestechungszahlungen und Geldwäsche. |
| Todesstrafe (ab 100 Mio. Baht) | Maximale Abschreckung bei großflächiger Veruntreuung von Staatsgeldern. |
| Vollstreckung in 15 Tagen | Ausschluss von langwierigen Berufungsverfahren und Begnadigungen. |
| Bürgerklage-Recht | Demokratisierung der Korruptionsbekämpfung durch finanzielle Anreize. |
Ob dieser radikale Vorstoß politisch mehrheitsfähig ist oder eher als populistischer Weckruf dient, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Warong Dechgitvigrom hat die Debatte über Korruption in Thailand mit einer Schärfe neu entfacht, die keinen Raum für Kompromisse lässt.
Redaktion STIN // CTN-Media
Ein Menschenleben ist in TH nix wert wie jeder arme Ausländer und und arme Thai hier täglich „erleben“ kann.
Aber Betrug der von den Herrschenden als solcher bezeicnet wird ist ab 100mio THB (2,6 Mio €) mit der Todesstrafe belegt.
Wäre ich sofort dafür wenn der Betrug durch unparteiische Ermittler,Staatsanwälte und Gerichte festgestellt würde.
Dann wäre der Kabinettstisch Anutins plötzliich vollkommen leer.
Das ist korrekt, daher wird ja auch bei den Pansop-Feiern gelacht, gefeiert.
Man kommt ja wieder zurück. Ist nur eine Reise…..