NONTHABURI – Es ist ein Moment, der die Leichtigkeit des Wahlkampfs perfekt einfängt: „Wisst ihr eigentlich, wer ich bin?“, fragte Abhisit Vejjajiva, der Vorsitzende der Demokratischen Partei, am Donnerstag in die Runde einer Gruppe junger Schüler in der Provinz Nonthaburi.
Die Antwort eines Schülers folgte prompt und präzise: „Ja, Sie sind der ehemalige Premierminister von Thailand.“ Doch Abhisit, sichtlich in seinem Element, konterte mit einem verschmitzten Lächeln: „Bist du sicher? Ich könnte auch der neue Premierminister sein.“ Als der Schüler lachend zustimmte, dass dies durchaus möglich sei, war das Eis gebrochen – doch hinter der lockeren Fassade steckte eine ernste Mission.
Die „Mittagessen-Falle“: Wenn Wachstum zum Problem wird
Gemeinsam mit dem lokalen Kandidaten seiner Partei war Abhisit in die Region gereist, um den Finger in die Wunden des thailändischen Bildungssystems zu legen. Im Dialog mit der Schulleitung stieß er auf eine bürokratische Absurdität, die den Alltag vieler Einrichtungen belastet: Die Subventionen für das Schulmittagessen.
Das aktuelle System bestraft Schulen paradoxerweise für steigende Schülerzahlen:
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Kleine Schulen (unter 40 Schüler) erhalten 36 Baht pro Kopf und Tag.
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Größere Schulen (ab 41 Schülern) stürzen auf lediglich 22 Baht ab.
Der Schulleiter machte deutlich, dass dieser Betrag hinten und vorne nicht ausreiche, um eine gesunde Verpflegung zu gewährleisten. Die klare Forderung an die Demokratische Partei: Eine politische Neuausrichtung, die sich an der Realität und nicht an starren Tabellen orientiert.
Ein Katalog der Krisen: Von E-Zigaretten bis Cannabis
Abhisit nutzte den Besuch, um den Blick auf das „große Ganze“ der Bildungskrise zu lenken. Für ihn ist die Verpflegungsfrage nur die Spitze des Eisbergs. Er zeichnete ein düsteres Bild der aktuellen Herausforderungen:
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Soziale Ungleichheit: Die Kluft zwischen Stadt und Land verfestigt sich.
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Verschuldung: Die Last der Studienkredite drückt bereits auf die nächste Generation.
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Digitale Folgen: Eine spürbar abnehmende Aufmerksamkeitsspanne bei Schülern.
Besonders besorgt zeigte sich der Parteichef über die wachsende Drogenproblematik an Schulen. Er verwies dabei auf seine Reise nach Nakhon Si Thammarat am Vortag: Dort hatten Lehrer und Eltern eindringlich vor den Gefahren von E-Zigaretten und dem zunehmenden Cannabiskonsum unter Jugendlichen gewarnt.
Abhisits Botschaft in Nonthaburi war deutlich: Wer das Land führen will, muss zuerst die Probleme in den Klassenzimmern lösen – vom Mittagsteller bis hin zum Schutz vor Suchtmitteln.
STIN // AI
Ja, mein Lieblings-PM, nach Chuan Leekpai.
Er hat viel für Bildung getan. Die Privatschulkosten gesenkt, den Minderheiten den ksotenlosen
Schulbesuch bis zur 9. Stufe ermöglicht und die Erwachsenenbildung gefördert.
Meine Schwägerin hat das Angebot für Heimarbeit angenommen und verdient heute noch locker
bis 5000+ Baht dazu.
Würde er wirklich PM werden, was ich nicht glaube – könnte meine Familie in TH ihr Chanod doch noch
bekommen. Ausgemessen wurde alles schon 2011 – dann war er weg.
Aber er kann nur PM werden, wenn andere Parteien aufgelöst werden, die PP alleine reicht nicht aus.
Also kaum zu erwarten – aber vielleicht Vize-Premier unter Natthapong.