Vom lokalen Ingenieursgeist zum globalen Exportlager: Thai Honda präsentiert mit der UC3 sein erstes Elektromotorrad „Made in Thailand“ und positioniert das Land damit als zentralen Hub für die grüne Mobilität in Südostasien.
In den Werkshallen von Thai Honda bricht ein neues Zeitalter an. Der Branchenriese, der den thailändischen Markt seit Jahrzehnten dominiert, hat offiziell den Startschuss für seine elektrische Offensive gegeben. Das Herzstück dieser Strategie ist die UC3 – ein Elektromotorrad, das nicht nur in Thailand produziert, sondern auch von thailändischen Ingenieuren entworfen wurde. Es ist mehr als nur ein neues Modell; es ist ein Statement für den Industriestandort Thailand.
Staatlicher Rückenwind und Export-Ambitionen
Die Weichen für den Erfolg sind bereits gestellt. Daiki Mihara, Manager für Elektrifizierung bei der Muttergesellschaft Honda Motor, bestätigte, dass Thai Honda offiziell am EV3.5-Programm der thailändischen Regierung teilnimmt. Dieses Förderpaket ist ein mächtiger Hebel: Käufer erhalten Subventionen von bis zu 10.000 Baht, während das Unternehmen von massiven Steuersenkungen profitiert.
Doch der Blick von Thai Honda reicht über die Landesgrenzen hinaus. Noch in diesem Jahr soll der Export der UC3 nach Vietnam beginnen, womit Thailand seine Rolle als wichtigster Exportknotenpunkt der Region festigt.
Technik, die den Alltag elektrisiert
Die Fakten der neuen UC3 lassen aufhorchen:
-
Preis: 132.000 Baht.
-
Reichweite: Stolze 122 Kilometer mit einer einzigen Ladung.
-
Infrastruktur: Parallel zum Verkaufsstart investiert Honda massiv in das Ladenetz.
Nattachai Srisowanna, Leiter der Geschäftsplanung, kündigte eine Investition von rund 100 Millionen Baht an, um das Netz auf 460 Ladestationen an 230 Standorten auszubauen. Partner wie Tesco Lotus und die Central Group sorgen dafür, dass Kunden künftig bequem während des Einkaufs in großen Centern Strom „tanken“ können.
Herausforderungen in einem volatilen Markt
Trotz der Aufbruchstimmung bleibt das wirtschaftliche Umfeld komplex. Yuichi Shimizu, Präsident von Thai Honda, blickt realistisch auf die Zahlen: Die hohe Verschuldung der privaten Haushalte und eine restriktive Kreditvergabe der Banken bremsen den heimischen Markt. Dennoch plant Honda, in diesem Jahr insgesamt elf neue Modelle – sowohl Verbrenner als auch Elektro – auf den Markt zu bringen.
Für 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Gesamtmarkt von etwa 1,7 Millionen Einheiten. Honda selbst peilt einen Absatz von bis zu 1,4 Millionen Einheiten an und bleibt damit unangefochtener Marktführer.
Kreislaufwirtschaft und globale Dominanz
Hondas Ambitionen enden nicht beim Verkauf. Im Sinne einer globalen Kreislaufwirtschaft wird derzeit die Machbarkeit einer eigenen Batterie-Recyclinganlage geprüft – ein entscheidender Schritt, um die Nachhaltigkeitskette zu schließen.
Global betrachtet spielt Honda ohnehin in einer eigenen Liga: Mit 21 Millionen verkauften Motorrädern im Jahr 2025 hält das Unternehmen einen Weltmarktanteil von beeindruckenden 40 %. Das Ziel bis 2030 ist fast schon gigantisch: Die Produktion soll auf 60 Millionen Einheiten gesteigert werden. Die UC3 aus Thailand ist dabei ein wichtiger Baustein, um dieses Ziel auf leisen Sohlen, aber mit voller elektrischer Kraft zu erreichen.
STIN // AI
Auch wenn STIN und die Thai Nationalisten es nicht wahrhaben wollen:
Honda ist ein japanischer Weltkonzern und auch die Entscheidung was in TH produziert wird fällt in Minato bei Tokyo und nicht im Finanzamt in TH.
TH ist ein großer Markt für Motosai und die Chinesen verkaufen schon lange elektrische Motosai hier, aber mit mäßigem Erfolg.
Der Thai Motosaier will Lärm und Gestank machen, das gibts bei e-motosais (noch?) nicht.
Ich laufe fast täglich an 2 Geschäften für chinesische e-motosais vorbei.
Nebenan bei Yamaha und Honda ist mehr los.Auch bei Vespa.
Die Elektrobikes werden hauptsächlich von Frauen und Mädchen gefahren.
Ja, und?
Vodafone, ein britischer Konzern – entscheidet in DE wo es bei Internet lang geht.
Trotzdem werden die Erfolge von Vodafone den Deutschen hinzugerechnet – nicht den Briten.
Das kriegst du nicht gebacken, da fehlen die VWL-Kenntnisse.
Du bist ja gegen Globalisierung, wenn du links tickst. Daher vermute ich, wegerst du dich – diese Gloablaisierung
in deine Einschätzungen mit einzubeziehen.
Heute kommt der VW nur mehr zu 10-15 % aus DE – wenn man die Materialliste näher betrachtet.
Ein anderes Beispiel:
Bei uns in DACH werden immer mehr DACIA-Autos gekauft. Ist eigentlich ein Renault, dann noch Teile von
Mitsubishi und Nissan – rumänisches ist kaum noch verbaut, vielleicht Sitzbezüge o. dgl.
Trotzdem ist es ein rein rumänisches Auto und Rumänien ist das Hersteller-Land.
Somit werden alle Zahlen den Rumänen gutgeschrieben, dass dann wiederum sich beim Ranking usw. auswirkt.
Auch hier gilt das Standortprinzip bei der VWL.
Ja, noch…..