Mit einer Mischung aus bewährten Schwergewichten, technokratischer Exzellenz und einem radikalen Umbau der nationalen Sicherheit bläst die Bhumjaithai-Partei (BJT) zum Angriff. Unter dem Banner „Versprechen plus Taten“ positioniert sich Premierminister Anutin Charnvirakul als der Mann, der nicht nur redet, sondern liefert.
BANGKOK – Wenn Thailand am 8. Februar an die Wahlurnen tritt, steht für die Bhumjaithai-Partei mehr als nur ein politisches Mandat auf dem Spiel. Es geht um die Bestätigung eines Kurses, der Pragmatismus über Ideologie stellt. Während Amtsinhaber Anutin Charnvirakul das vertraute Gesicht an der Spitze bleibt, sorgt die Nominierung des Diplomaten-Schwergewichts Sihasak Phuangketkeow als zweiten Premier-Kandidaten für Aufsehen. Ein klares Signal: Die BJT will Thailand nicht nur verwalten, sondern dessen „Ehre auf der Weltbühne“ zurückerobern.
Die „Freiwilligenarmee“: Ende der Zwangswehrpflicht?
Eine der spektakulärsten Ankündigungen betrifft das thailändische Militär. Anutin setzt auf eine radikale Zäsur: Weg von der ungeliebten Wehrpflicht, hin zu einer Freiwilligenarmee.
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Der Plan: 100.000 Freiwillige sollen für vier Jahre verpflichtet werden.
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Der Anreiz: Ein festes Monatsgehalt von 12.000 Baht. Ziel ist eine hochmotivierte Truppe, die den Schutz der Souveränität als Berufung versteht – ein Vorhaben, das besonders bei der jüngeren Wählerschaft auf offene Ohren stoßen dürfte.
Wirtschaftsoffensive: Das 2.400-Baht-Versprechen
In der Wirtschaftspolitik setzt die Partei auf den „Turbo-Modus“. Das Kernstück bleibt das populäre Zuzahlungsprogramm „Khon La Khrueng Plus“. Anutin geht dabei in die Offensive und gibt sich nahbar: Er verspricht, ausstehende Entschädigungen direkt zu begleichen. „Ich schulde jedem von Ihnen 2.400 Baht“, so der Premier kämpferisch, „und ich will die Chance, diese Schuld zu tilgen.“
Unter dem Label „Economy 10 Plus“ entwirft Finanzminister Ekniti Nitithanprapa eine Vision, die Thailand aus der Wachstumsfalle befreien soll. Von KI-gestützter Weiterbildung bis hin zu massiven Staatsinvestitionen, die auf 30 % des BIP steigen sollen, lässt das Programm kaum eine Branche aus. Besonders im Fokus: Die „Flügel für KMU“ – ein Paket, das lokale Unternehmen fit für den globalen Export machen soll.
Hightech gegen die Katastrophe
Nach den verheerenden Überschwemmungen in Hat Yai und den diplomatischen Spannungen mit Kambodscha steht die Regierung unter Druck. Die Antwort der BJT: „Digital AI Plus“. Der Minister für digitale Wirtschaft, Chaichanok Chidchob, will das Land mittels Künstlicher Intelligenz wetterfest machen. Besonders innovativ: Ein Haushaltskatastrophenversicherungsfonds, der betroffenen Familien im Ernstfall über 100.000 Baht Soforthilfe garantieren soll.
Bildung und Silberne Generation
Auch gesellschaftspolitisch setzt die BJT auf Transformation:
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Gleiche Bildung Plus: Eine digitale „Kreditbank“ soll es ermöglichen, Online-Kurse in formale akademische Abschlüsse umzuwandeln – Bildung ohne Barrieren.
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Senior Plus: Um die alternde Gesellschaft zu stützen, lockt die Partei mit massiven Steuererleichterungen für arbeitende Senioren und dem Programm „Ein Dorf, eine Krankenschwester“, das 100.000 Pflegekräfte mobilisieren soll.
Fazit: Eine Partei unter Zugzwang?
Der Slogan „Versprechen plus Taten“ ist geschickt gewählt. Er suggeriert Kontinuität und Verlässlichkeit in einer volatilen Region. Doch die Wähler werden die BJT an den Ergebnissen messen – insbesondere daran, ob die versprochenen 2.400 Baht und die neue Sicherheitspolitik mehr sind als bloße Wahlversprechen in einem hitzigen Endspurt.
STIN // AI
Na ja , fest steht: Anutin ist Thai. Viel reden und nix tun.
Nationalistisch und Rassistisch. Darfs noch ein Viertel Dummheit mehr sein?Schade daß er immer das falsche Gras raucht.
Sehen die Thais, die das 50:50 Projekt genossen, aber völlig anders.
Das war ein Projekt, dass unter Prayuth schon sehr gut ankam und nun hat
es Anutin halt nochmals aufgelegt, etwas verbessert und es war wieder ein voller
Erfolg. Dich interessieren natürlich solche Sozial-Projekte nicht, weil du davon nicht
profitieren kannst.
In TH ist auch oft nix tun, schon erfolgreich, weil d.h. man hat nix falsch gemacht,
wie Prawit.
Sehr hoch rechnen ihm die Thais die Lösung beim Grenzkonflikt an – davon wird er bei der
Wahl profitieren.
Er agierte so gut, dass sogar die Volkspartei nicht umhin kam, sich ihm anzuschließen und auch
eine Erklärung dazu abzugeben, wie auch Anutin: wir stehen voll hinter der Armee usw.
Also nein, er agierte in den 3 Monaten sehr umsichtig, auch gegenüber Kambodscha lud er laufend Rotes Kreuz,
Militärattachés, ASEAN-Beobachter usw. ein – um ja keinen Fehler zu machen.
Das lobten auch westliche Beobachter – also auch hier alles gut geregelt.
Ja, er ist Nationalist – PT ebenfalls und auch Abhisit, der als sehr Militär-nahe gilt, weil es nicht anders geht.
Daher hat Thanthorn und Natthapong die Militärreform begraben und stellten sich voll auf Seite des Militärs – sonst gehen sie baden.
Du musst lernen, wie ein Einheimischer zu denken, kannst du vermutlich nicht.
Du forderst als Farang dies und jenes – was die Thais für ihr Land, gar nicht wollen.
Wie kannst du so ticken……?
Du forderst Demokratie, die Thais wollen aber keine Voll-Demokratie ohne Korruption.
56 % nicht…… – lt. Umfrage vor Jahren.
Sonst hätte die PP 100 % – hat sie aber nicht, meist nur Jugendliche, Studenten usw.