In Bangkok brodelt es: Wenige Wochen vor den entscheidenden Parlamentswahlen zeichnet sich eine radikale Kehrtwende in der Drogenpolitik ab. Führende Parteien planen das Ende des thailändischen „Cannabis-Rausches“ – während die Tourismusbranche den Aufstand gegen illegale Hotel-Plattformen und ausländische Hintermänner probt.

VON UNSERER REDAKTION

Es war ein Forum mit der Zündkraft eines politischen Bebens. Unter dem Titel „Thailändischer Tourismus: Wie geht es weiter?“ luden die einflussreichen Verbände der Reisebüros (Atta) und Hotels (THA) Vertreter der drei großen politischen Lager zum Schlagabtausch. Das Ergebnis ist eine deutliche Warnung an Investoren und Konsumenten: Die Ära des liberalisierten Cannabis steht in Thailand vor dem Aus.

„Zurück auf die Liste“: Die Allianz gegen das Kraut

Sittiphol Viboonthanakul, Wirtschaftsexperte der Volkspartei, ließ keinen Raum für Interpretationen. Cannabis solle umgehend wieder als Betäubungsmittel eingestuft werden. „Die öffentliche Sicherheit steht an erster Stelle. Eine Verwendung darf künftig nur noch mit einer expliziten medizinischen Genehmigung erfolgen“, stellte er klar.

Diese harte Linie wird quer durch das politische Spektrum geteilt. Surakiat Thienthong von der Pheu-Thai-Partei erinnerte daran, dass man die Legalisierung ohnehin nie unterstützt habe. Im Falle eines Wahlsieges werde man Cannabis sofort wieder reglementieren. Auch die Demokratische Partei schlug in dieselbe Kerbe. Ihr stellvertretender Vorsitzender, Werapong Prapha, berichtete von internationalem Druck, insbesondere aus Europa. „Gesetzgeber zeigen sich besorgt, weil Touristen die Produkte unwissend über die Grenze bringen. Cannabis ist zu einer außenpolitischen Belastung geworden“, so Werapong.

Das „Strohmann“-Phantom: Wer verdient wirklich am Tourismus?

Doch nicht nur der Geruch von Marihuana in den Straßen Bangkoks sorgt für Unmut. Die thailändischen Betreiber schlagen Alarm wegen einer schleichenden Übernahme ihrer Branche durch ausländische Akteure. Das Problem: Sogenannte „Strohmann“-Konstrukte, bei denen thailändische Mittelsmänner nur auf dem Papier existieren, während das Kapital und die Gewinne ins Ausland fließen.

Sittiphol von der Volkspartei präsentierte erschreckende Zahlen: Rund 20 bis 30 % der Tourismuseinnahmen würden direkt an ausländische Firmen umgeleitet, während lokale Betreiber leer ausgingen. Er versprach eine „100-Tage-Offensive“, sollte seine Partei die Regierung bilden. „Wir werden die thailändischen Anwälte und Buchhalter ins Visier nehmen, die diese illegalen Registrierungen erst ermöglichen. Werden Strohmänner enttarnt, müssen Vermögenswerte sofort beschlagnahmt werden.“

Die Wut auf die Plattform-Giganten

Flankiert wurden die politischen Versprechen von massiver Kritik der Hotelverbände an globalen Buchungsplattformen. THA-Präsident Thienprasit Chaiyapatranun beklagte eine unfaire Wettbewerbslage:

  • Provisions-Diktat: Während in Europa Provisionssätze von etwa 15 % üblich seien, würden thailändische Hotels von Online-Reisebüros mit 20 bis 30 % zur Kasse gebeten.

  • Grauzonen: Während registrierte Hotels unter strengen Sicherheitsauflagen und Steuern ächzen, würden illegale Eigentumswohnungen über Portale massenhaft und unkontrolliert vermarktet.

„Die mangelnde Strafverfolgung ist das größte Hindernis für unseren Tourismus“, resümierte Atta-Präsident Thanapol Cheewarattanaporn enttäuscht.

Ein „Supergesetz“ als Rettungsanker?

Um den veralteten Strukturen Herr zu werden, schlug die Demokratische Partei ein „Supergesetz“ vor. Dieses solle bürokratische Hürden einreißen und dem Privatsektor den Rücken stärken, während gleichzeitig die staatliche Kontrolle modernisiert wird.

Ob diese Versprechen nach der Wahl eingelöst werden, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Für die boomende Cannabis-Industrie und für illegale Geschäftsmodelle weht in Thailand bald ein deutlich kälterer Wind.

 

STIN // AI

Von stin

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berndgrimm
berndgrimm
26 Tage zuvor

Zunächst mal: Auf der Weltkarte fehlt ausgerechnet Thailand.
Wenn STIN und „seine“ Edelthai in irgendetwas gut sind so ist dies Heuchelei.
Auf der Sukhumvit zwischen Hnongmon und Chonburi Stadt sind 2 Cannabis Geschäfte mit Leuchtreklame. Dort ist business as unsual
Ich weiß nicht wo die den Stoff herbekommen. Zwischen beiden Shops liegt eine große Polizeistation.Die kassieren wohl mit.

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berndgrimm
berndgrimm
25 Tage zuvor
Antwort auf  stin

Ob man in TH zum Kriminellen wird , hängt nicht davon ab was man getan hat sondern wer man ist und wen man stört.
Ich habe in den 60er Jahren auch alle damals einfach verfügbaren Drogen (Haschisch, Marihuana, LSD) probiert.
Keine Bewußtseinserweiterung sondern nur Übelkeit.
Wir wußten damals ja auch nicht was da noch drin war.
Mit Alkohol und Tabak habe ich erst später angefangen.
Als Jugendlicher macht man gern was illegal ist.
Man versucht ja auch Alles um nicht erwischt zu werden.
Es ist komisch wieviele ältere Leute ihre eigenen Jugend vergessen haben oder bestreiten.Ich selbst stand 3 mal vor einem Schulrauswurf.Ich hatte Glück weil das Lehrerkollegium gespalten war und meine Mutter auch die Lehrer unter Kontrolle hatte.

berndgrimm
berndgrimm
24 Tage zuvor
Antwort auf  stin

Gianni Infantino sollte STIN den FIFA Wahrheitspreis überreichen. Auch wenn der ihn nicht bezahlen kann.
Aber soviel Verdrehungen in sowenigen Sätzen , das ist schon Preiswürdig.
Zur Sache: Was STIN als ständiger Steuerflüchtling wahrscheinlich verdrängt hat::
Zunächst bekommt man mal eine Steuerforderung.
Und wenn man die nicht innerhalb einer Frist begleicht gibt es eine Mahnung.Wie oft weiß ich nicht weil ich als Angestellter immer in Vorkasse getreten bin und mir die zuviel bezahlte Steuer am Jahresende zurück holen mußte.
Der thailändische Staat weiß genau wieviel Rente ich bekomme und hätte seine Ansprüche anmelden können.
Dann hätte ich TH sofort verlassen.
Ich lass mich doch nicht von schlecht organisierten Verbrechern erpressen.
Im Gegensatz zu STIN habe ich immer gern meine Steuern bezahlt. Jedenfalls in LUX wo die Steuergelder am effizientesten eingesetzt werden.
Trotz zu großem Flughafen und einer zu teuren Philharmonie.
In D habe ich weniger gern Steuern bezahlt.
Hauptsächlich weil ich in den 80er Jahren als unterhaltszahlender Geschiedener so beschissen wurde.
Ab 1986 gab es dann eine Reform des Unterhaltsrechtes und ich hätte viel weniger zahlen müssen.
Da ich inzwischen viel mehr verdiente ließ ich den Unterhalt nicht neu berechnen sondern zahlte den zu hohen Satz freiwillig weiter.
Die gesetzliche Regelung in LUX war viel besser für beide Seiten.
Auch ist die Besteuerung des Arbeitseinkommens in LUX viel gerechter als in D.
Es gibt ein staatlich garantiertes Mindesteinkommen, allerding richtigerweise mit Arbeitspflicht.

berndgrimm
berndgrimm
23 Tage zuvor
Antwort auf  stin

Nein , da brauche ich keinen Anwalt zu fragen weil ich es selber in der Realität miterlebt habe.
Zunächst mal , eine Sozialversicherungsnummer bekommt in LUX jeder der dort lebt.
Ja , natürlich kennt LUX die Höhe meiner deutschen Rente,
sie kennen auch meinen Versicherungsverlauf weil der auch zur Berechnung meiner LUX Rente eine Rolle spielt.
Da ich Zeit meines Lebens Angestellter war kenne ich das Prozedere für Selbständige nicht.
Meine deutsche Rente würde nicht in LUX nachversteuert sondern ich bekäme bei erreichen bestimmter Höchstsätze
etwas weniger LUX Rente.
Da der Freibetrag aber über meiner deutschen Rente liegt habe ich keine Abzüge.
Ich habe schon mehrmals erklärt daß ich im Gegensatz zum professionellen Steuerflüchtling STIN gern Steuern bezahle in einem Land wo der Staat auch sinnvolles mit den Steuereinnahmen macht.
In LUX ist dies der Fall. In D weniger. Nicht wegen des Sozialhaushaltes sondern wegen der unnützen Subvention der Waffenindustrie und der vielen faulen Säcke die wir alimentieren müssen.99% davon Deutsche.
Zunächst mal bezahle ich in TH ja Steuern und Abgaben die kein Thai bezahlen muß. Und dies ohne jegliche Gegenleistung.
Im Gegenteil , man erwartet von mir daß ich für meine staatliche Schikane auch noch selber bezahle.
Wenn ich in TH irgendein Einkommen generieren würde so würde ich auch hier Steuern bezahlen. Meine Frau tut dies sowieso.
Da ich als einer der wenigen Ausländer hier jedes Jahr mein Einkommen nachweisen muß, weiß der thailändische Staat haargenau weiß was ich verdiene und auch was ich an Steuern dafür bezahlt habe.
Es war STIN der mir vor 2 Jahren schon den Gerichtsvollzieher an den Hals wünschte und mir mit dem Rauswurf aus TH androhte.
Passiert ist nix garnix.
Das kann er nicht verknusen und deshalb hetzt er weiter.
Leider vergeblich.

STIN selber ist vor über 7 Jahren schon aus TH geflüchtet .
Nicht aus dem vorgeschobenen Grund wegen der ärztlichen Versorgung seiner Frau sondern mutmaßlich aus pekuniären Gründen weil der thailändische Staat Geld von ihm verlangte.
STIN hat selber geschrieben daß er versucht hat weniger als 180 Tage in einem Land zu leben um der Steuerpflicht zu entgehen.Deshalb ist er ja Digital Nomade.
Wohlgemerkt , ich habe ein gewisses Verständnis für STIN weil es weit schlimmere Steuerflüchtlinge oder -profiteure als STIN gibt.
Aber , wenn er mich einen Steuerflüchtling schimpft dann ist bei mir Schluß mit Lustig.
Richtig ist , ich lasse mich von Betrügerstaaten wie TH nicht erpressen. Das wäre für mich der einzige Grund aus TH zu fliehen.
Ich habe mit 10 Jahren schon von meiner Mutter gelernt wie man eine Bilanz liest und wie man eine Steuererklärung macht.Damals gab es bei uns noch kein Monopoly aber ich habe mir ausgemalt wie ich einen Steuer- oder Finanzbetrug anstellen würde.
Es war die überbordende Phantasie eines Kindes.
Aber ab 17 habe ich meine eigene Steuerklärung gemacht.
Erst mit der Hilfe meiner Mutter und später habe ich auch die Steuererklärung meiner Eltern gemacht.
Ich habe nicht betrogen aus Angst vor der Strafe sondern aus der Angst meine Glaubwürdigkeit zu beschädigen.
Mein erster japanischer Chef der später einer meiner besten Freunde wurde sagte zu mir:
„You are too honest“
Ich konnte aber nicht anders und meine absolute Glaubwürdigkeit wurde mein Markenzeichen.
Ausgezahlt hat es sich nicht aber ich lebe noch während alle meine Feinde und Neider schon tot sind.

berndgrimm
berndgrimm
22 Tage zuvor
Antwort auf  stin

xxxxx

Ich schrieb von der luxemburger Pensionskasse CNAP die natürlich genau meinen Rentenversicherungsverlauf in D kennt und die Höhe meiner deutschen Rente.
Dies gilt für alle EU Ausländer in LUX als auch für Briten ,Norweger , Isländer,Finnen und Schweizer.
Natürlich gilt dies auch für das luxemburger Finanzamt weil die CNAP meine Steuererklärung macht.
Auch über die Realität in TH weiß der vor sieben Jahren schon geflüchtete Steuersparer STIN sehr wenig.
Es ist möglich daß seine 7,50€ Krankenversicherung nur Paracetamol bezahlt.
Meine PKV zahlt Alles .Das Gute in TH finde ich das man im Hospital genau die benötigte Menge Arzneimittel für Zuhause bekommt.So hat man keine Medikamentenreste zuhause rumliegen.
In vielen Farmacies werden Medikamente ,Salben und Tinkturen noch selber hergestellt.
Ich habe öfter Muskelkrämpfe weil ich früher kein ausreichendes Stretching vor dem Laufen gemacht habe.
Ich benutze eine über 10 -jahre alte selbstgemachte Salbe die viel besser hilft als ein Erzeugnis der Pharmaindustrie.
Im Gegensatz zu STIN muß ich nicht unbedingt Rechthaben und brauche auch keinen Löschdaumen oder xxx um die freie Meinungsäußerung zu unterbinden.
Freiheit ist immer auch die Freiheit der Anderen.

STIN war bestimmt schon lange vor mir in TH.
Aber er ist seit über 7 Jahren schon weg hier und hat in der Realität bestimmt nicht soviel erlebt wie ich hier.
Ich habe von Anfang an und ohne Unterbruch mit der Thai Immi gearbeitet und mit den Beamten dort die wirklich gearbeitet haben und „Kundenkontakt“ hatten meist gute Erfahrungen gemacht.
Anders sah es aus mit deren Chefs welche im Hintergrund hetzten und niemals zu sprechen oder sehen waren weil sie jede Menge Türstopper vorgeschoben haben.
Dies sind die Leute welche die Macht haben und sie mißbrauchen.
Ich schreibe hier so offen weil hier keine Thai mitlesen können weil sie weder die Sprache noch die Bedeutung der Worte verstehen oder verstehen wollen.
Sie wollen ihren Platz in der Feudalgesellschaft , ihr Geld und ihre Ruhe.
Meine Ruhe möchte ich auch und mir mein Geld nicht von staatlichen Betrügern stehlen lassen.
Einen Platz in der Feudalgesellschaft brauche ich nicht weil ich immer wieder neue menschliche Freunde habe während die alten wegsterben.
STIN würde hier nicht so ein großes Propagandatheater aufführen wen er mit seinen Lebensentscheidungen zufrieden wäre.
Ich bin auch mit meinen Fehlern zufrieden weil ich daraus gelernt habe.

berndgrimm
berndgrimm
19 Tage zuvor
Antwort auf  stin

xxxxxx

Die CNAP kennt natürlich meine deutsche Rente und sie macht die Steuerklärung für mich.
Dadurch weiß auch das luxemburger Finanzamt was ich bekomme.
Die Immi in TH verlangt sovielen Blödsinn , aber eine Steuer ID ist nicht dabei.
Wohlgemerkt , ich bin hier auf einem Retirement Visa.
Natürlich habe ich auch vie Geschäftsmöglichkeiten hier gesehen , aber die gehen nur mit TH Mitkassierern.
Nein Danke.
Meine Frau wurde in ihrem Geschäft erpresst weil man meinte ich würde in ihrem Geschäft beteiligt sein oder mitarbeiten.Wohlgemerkt von Staatsbeamten und nicht von irgendwelchen Kriminellen.
Wir sind in TH nicht verheiratet weil man zuviel Teegeld verlangte.

xxxxxxx

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