SAMUT PRAKAN – Dramatische Szenen spielten sich am Mittwochabend im Bezirk Phra Pradaeng ab, als ein massives Feuer an einem der mächtigen Pfeiler der Bhumibol-Brücke 2 ausbrach. Was als lokaler Brand begann, entwickelte sich schnell zu einem Großeinsatz, der Anwohner und Autofahrer gleichermaßen in Atem hielt.
Schwarze Rauchsäulen über dem Chao Phraya
Gegen 19:00 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Leitstelle ein. Ein massives, schwarzes Abflussrohr, das dazu dient, Oberflächenwasser von der Fahrbahn sicher in den Boden abzuleiten, war in Brand geraten. Die Flammen fraßen sich mit erschreckender Geschwindigkeit an der Außenseite des Pfeilers entlang nach oben und drohten, die Unterseite der Fahrbahn zu erreichen.
Die Behörden reagierten sofort und entsandten ein Aufgebot von mehr als zehn Löschfahrzeugen zum Einsatzort. Die Feuerwehrleute kämpften unter Hochdruck gegen die Flammen, die den Nachthimmel über Samut Prakan erleuchteten.
Spielende Kinder im Visier der Ermittler
Während die Löscharbeiten noch andauerten, ergaben erste Zeugenbefragungen eine brisante Spur: Anwohner berichteten den Beamten von einer Gruppe Kinder, die unmittelbar vor Ausbruch des Feuers am Fuß des Brückenpfeilers mit Spielzeugpistolen hantiert haben soll.
Prin Jawathiyakul, Sicherheitschef des Distrikts Phra Pradaeng, bestätigte diese ersten Erkenntnisse. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sprühten Funken im unteren Bereich des Pfeilers in die Nähe der Rohrleitung, woraufhin sich das Feuer rasant nach oben ausbreitete.
Entwarnung für die Statik – Ingenieure rücken an
Nach etwa anderthalb Stunden intensiven Einsatzes konnten die Rettungskräfte schließlich Entwarnung geben: Der Brand war unter Kontrolle. Rewat Sukkham, Direktor der Abteilung für Industrieumgehungsstraßen im Ministerium für ländliche Autobahnen, eilte vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen. Sein erstes Fazit gibt Anlass zur Erleichterung:
„Die Hauptkonstruktion der Brücke blieb durch das Feuer unversehrt. Die strukturelle Integrität ist nach wie vor gegeben.“
Trotz der vorläufigen Entwarnung überlassen die Behörden nichts dem Zufall. Um jedes Sicherheitsrisiko für die tausenden Pendler auszuschließen, wird am heutigen Donnerstag ein Team von Spezialingenieuren erwartet. Die Experten sollen die betroffenen Abschnitte einer detaillierten Inspektion unterziehen, um auch kleinste thermische Schäden an der Bausubstanz auszuschließen.
STIN // AI