Bei der hochkarätig besetzten „Nation Election 2026 DEBATE“ im Bangkok Youth Center setzte Abhisit Vejjajiva, Spitzenkandidat der Demokratischen Partei, ein unmissverständliches Zeichen. Sein Versprechen: Ein radikaler Bruch mit der Korruption und spürbare Entlastungen für das Volk – und das in Rekordzeit.
BANGKOK – Die Bühne war bereitet für einen Schlagabtausch, der die Richtung des Landes für die nächsten Jahre definieren könnte. Unter dem Titel „The Crossroads“ lud die Nation Group am Abend des 17. Januar 2026 die politischen Schwergewichte Thailands zur entscheidenden Debatte vor der Wahl am 8. Februar. Mittendrin: Abhisit Vejjajiva, der Vorsitzende der Demokraten, der mit einem detaillierten Ein-Jahres-Plan den „Wendepunkt für Thailand“ ausrief.
Null Toleranz im Kabinett: „Integrität über Gesetz“
Abhisit ließ keinen Zweifel daran, dass eine von ihm geführte Regierung neue moralische Maßstäbe setzen werde. Die Auswahl seiner Minister folge strikten Kriterien von Professionalität und Integrität. „Wir werden politische Standards anwenden, die höher sind als das Gesetz“, erklärte er kämpferisch. Sollte auch nur der geringste Verdacht der Korruption aufkeimen, werde er Minister umgehend entlassen – eine Warnung, die explizit auch für potenzielle Koalitionspartner gilt.
Soforthilfe und der 20-Baht-Fahrpreis
Um die Wirtschaft unmittelbar anzukurbeln, planen die Demokraten ein Bündel an Sofortmaßnahmen:
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Soziales Sicherheitsnetz: Mütter und Neugeborene sollen im ersten Jahr mit insgesamt 65.000 Baht unterstützt werden. Senioren winkt eine monatliche Zulage von 1.000 Baht.
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Mobilitäts-Revolution: Pendler in Bangkok können aufatmen. Die Fahrpreise der Roten und Lila Linie sollen nach Genehmigung eines Ticketfonds sofort auf 20 Baht gedeckelt werden. Langfristig ist ein Zonensystem zwischen 5 und 30 Baht für das gesamte Schienennetz geplant.
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Agrar-Garantie: Einkommensgarantien für Landwirte und eine konsequente Lohnsicherung stehen ganz oben auf der Prioritätenliste für das Haushaltsjahr 2027.
Krieg dem „grauen Kapital“ und der Bürokratie
Ein zentraler Pfeiler von Abhisits Strategie ist der Kampf gegen illegale Geldströme. Er kündigte ein Notstandsdekret zur Beschlagnahme von anonymen Vermögenswerten an. Um die Effizienz zu steigern, will er die Katastrophenschutzbehörden direkt dem Premierminister unterstellen.
Technologisch setzt Abhisit auf volle Transparenz: Durch die Verknüpfung staatlicher Datenbanken und die Offenlegung des öffentlichen Beschaffungswesens soll eine KI-gestützte Korruptionsbekämpfung ermöglicht werden. „Wir reißen die rechtlichen Hürden nieder, die den Menschen das Arbeiten schwermachen“, so Abhisit.
Weltpolitik und das 5-Prozent-Ziel
Auch international will Thailand unter den Demokraten wieder in die Offensive gehen. Geplant ist der Abschluss von Handelsabkommen mit den USA und der EU sowie eine Liberalisierung des Solarenergiemarktes, um die Stromkosten nachhaltig zu senken.
Das ambitionierte Ziel: Ein Wirtschaftswachstum von mindestens 5 % innerhalb von vier Jahren. Abhisit schloss seine Rede mit einem starken Bild: Bereits nach dem ersten Jahr würden die Menschen einen „neuen, klaren Himmel sehen, der die grauen Wolken vertreibt“.
Der 8. Februar wird zeigen, ob die Wähler bereit sind, diesen Weg mit ihm zu gehen.
STIN // AI
Er wird nicht Premierminister werden, aber ich traue ihm die Verdoppelung der DP-Sitze im
Parlament auf 50 Sitze durchaus zu.
Er hat halt leider nur den Süden und etwas Bangkok hinter sich, im Nordosten/Norden/Zentral-Thailand eher wegen
2010 gehasst.