PATTAYA, JANUAR 2026 – Walter R. tippt mit zittrigen Fingern auf seinem Taschenrechner. Vor ihm steht ein kalter Eiskaffee, hinter ihm glitzert der Golf von Thailand im gleißenden Licht eines heißen Januarnachmittags. Doch der 72-Jährige aus Hannover hat keinen Blick für die Idylle. Sein Fokus liegt auf einem zerknitterten Blatt Papier: Miete, Strom, die private Krankenversicherung – die Zahlen lügen nicht.
„Früher war ich hier der König“, murmelt Walter. Heute ist er ein Rechenkünstler am Abgrund. Mit 1.250 Euro Rente gehört er zu den geschätzt 58.000 Deutschen, die ihren Lebensabend dauerhaft im „Land des Lächelns“ verbringen. Doch das Lächeln wird teuer. Während die deutsche Rente dank regelmäßiger Anpassungen pünktlich fließt, fressen Inflation und ein erstarkter Thai Baht die Kaufkraft gnadenlos auf.
Die trügerische Sicherheit des Euro
Auf den ersten Blick sieht die Bilanz für deutsche Expatriates solide aus. Wer 2016 mit 1.200 Euro auswanderte, verfügt heute durch Rentenerhöhungen über knapp 1.400 Euro. Ein Privileg, das die Deutsche Rentenversicherung auch im Ausland garantiert. Doch die Realität in den Hotspots wie Pattaya oder Phuket spricht eine andere Sprache.
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Explodierende Fixkosten: Mieten für einfache Apartments haben sich binnen eines Jahrzehnts verdoppelt. Was einst 8.000 Baht kostete, schlägt heute mit bis zu 18.000 Baht (ca. 490 Euro) zu Buche.
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Währungsfalle: Der Wechselkurs ist der stille Feind. Erhielt man vor zehn Jahren noch 40 Baht für einen Euro, sind es heute nur noch etwa 36,50. Trotz Rentenplus bleibt am Ende des Monats weniger thailändisches Geld im Portemonnaie.
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Import-Schock: Während lokale Garküchen noch erschwinglich sind, sind Käse, Wein oder Medikamente für viele zum unbezahlbaren Luxus geworden.
Visa-Hürden: Die Angst vor dem „Out“
Für Walter und viele andere ist das Visum ein monatliches Damoklesschwert. Die thailändischen Behörden kennen kein Pardon: Wer ein Jahresvisum will, muss entweder ein monatliches Einkommen von 65.000 Baht (ca. 1.780 Euro) oder ein festsitzendes Bankguthaben von 800.000 Baht (ca. 22.000 Euro) nachweisen.
Walter liegt mit seinen 45.000 Baht deutlich unter der Einkommensgrenze. „Wenn die Ersparnisse auf dem thailändischen Konto aufgebraucht sind, schieben sie mich ab“, sagt er leise. Ein Schicksal, das Tausende Deutsche teilen, deren Bezüge zwischen 900 und 1.800 Euro liegen.
Britisches Drama: Die „Eingefrorenen“
So prekär die Lage für Deutsche sein mag – am Nebentisch im Café sitzt das wahre Elend. Britische Rentner wie Roger (72) sind Opfer der „Frozen Pension Policy“. Wer als Brite nach Thailand zieht, dessen Rente wird auf dem Stand des Auswanderungstages eingefroren.
| Nationalität | Rente 2010 | Rente 2026 | Schicksal |
| Deutsch | 1.200 € | ~1.400 € | Kaufkraftverlust durch Inflation |
| Britisch | £530 | £530 | Totaler Absturz durch Null-Anpassung |
Für Roger bedeutet das: Seine Kaufkraft hat sich halbiert. Er kann sich weder das Visum noch eine Rückkehr in die teure britische Heimat leisten. Es ist eine Zweiklassengesellschaft unter Palmen, die für soziale Spannungen und tiefe Isolation sorgt.
Das größte Risiko: Die Gesundheit
Mit über 70 Jahren wird der Körper zur finanziellen Zeitbombe. Thailands Privatkliniken sind Weltklasse, aber teuer. Wer keine Krankenversicherung hat – und die Prämien für Senioren liegen oft bei über 3.500 Euro jährlich – steht nach einem Sturz oder Herzinfarkt vor dem Ruin. Viele schleppen sich durch den Alltag, verzichten auf Behandlungen und hoffen, dass der nächste Tag gnädig ist.
Fazit: Das Ende eines Traums?
Das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt für die „Generation Auswanderer“. Zu den Währungsschwankungen und Preissteigerungen gesellt sich die seit 2024 geltende Steuerpflicht auf ausländische Einkünfte in Thailand. Auch wenn das Kabinett über Erleichterungen debattiert, bleibt die Rechtslage unsicher.
Walter klappt seinen Taschenrechner zu. Für diesen Monat reicht es noch, wenn er auf das Steak verzichtet. Sein Rat an alle, die jetzt vom Ruhestand in Thailand träumen: „Komm nicht mit weniger als 2.000 Euro im Monat. Sonst wird das Paradies ganz schnell zur Hölle.“
STIN // AI
3500 EUR für Krankenversicherung ist ein Schnäppchen. Ich bin 70 und zahle für private deutsche Krankenversicherung und Pflegeversicherung über 10.000 EUR im Jahr.
Das sind Thai-Versicherungen nehme ich an und die sind wesentlich günstiger.
AIA, AXA oder Thai Health sind da recht beliebt, aber ohne Pflegeversicherung.
Pflegekräfte bekommt man in TH recht günstig, monatlich direkt an die Pflegekraft.
Na ja, ich habe vor Covid die KV bei Axa abgeschlossen und zahlte pro Jahr 106.000THB. Während Covid wurde der Beitrag auf 140.000 THB und nach Covid auf 180.000THB angehoben.Das sind inzwischen auch über 5.000€.Die maximale Schadenssumme pro Jahr ist 5Mio THB.Pflegeversicherung braucht man hier nicht.
Obwohl AXA eine internationale Versicherung ist hat das Thai Management natürlich auch Schikanen gegen Ausländern drauf.
Ein Beispiel: Ich bin auch 50 Tage für Reisen außerhalb TH versichert und fliege jedes Jahr für 6 Wochen nach Europa.
Vor ein paar Jahren hatte ich mir Fersensporn zugezogen und war in D im Krankenhaus.Als ich die Rechnung einreichte (in Englisch) verlangte man eine beglaubigte Thai Übersetzung.Die wäre teurer geworden als die Krankenhaus Rechnung.
Meine Thai Frau hat bei Axa eine ähnlich hohe PKV, bezahlt aber nur 38.000THB pro Jahr. Sie ist 60 Jahre alt.
Ich kritisiere das TH System weil ich nicht einsehe warum ich mich von Edeldeppen verscheißern lassen soll.
Bis 2018 bezahlte mein luxemburger KV auch die Rechnungen aus TH.
Dann ging auch dort das Geld aus.
Man überlegte eine Zusatzversicherung, aber die kam nie.
Ich habe immer auf eine Zwangsversicherung für Ausländer in TH gehofft , aber die kam auch nie.
Nur zum Vergleich : Wenn ich z.B. nach D ziehen würde müßte ich dort 16,8% meiner luxemburger Rente in die deutsche gesetzliche KV einzahlen.
Das wären jetzt auch 6.600€ pro Jahr.
Du hast ein Limit, naja – 5 Millionen ist eigentlich nicht allzu viel.
Aber für Stents usw. sollte es reichen. Beim Bypass würde es schon etwas eng werden – wenn du
Bumrungruad Hospital auswählst. Also dann besser ein günstigeres KH.
Du hast keine LUX oder DE-KV?
Ich hatte immer eine KV in der EU, habe die nach Aufgabe meiner Firma in AT
freiwillig weitergezahlt. Ich wollte ja mit 70 zurück und nicht ohne KV da stehen.
Wäre es dann zu teuer, Mitglied der Caisse des Français de l’Étranger (CFE) zu werden,
dann wärst du wohl auch in TH versichert.
Nicht jeder ist so schlau wie STIN und nicht jeder hat oder braucht eine 7,50€ RKV um damit Chefarztbehandlung im Bungmunrad zu bekommen.
Ich bin 78 Jahre alt und möchte nicht nur als Profitcenter der Krankenhaus- und Pharmaindustrie weiterleben.
Bypass wirds nicht geben sondern einen hoffentlich natürlichen Abgang bevor ich Gaga bin.
Ich habe ein sehr schönes Leben gehabt und sehe die Zukunft nicht so positiv.
Ich habe Übergewicht, rauche und trinke Alkohol.Trotzdem habe ich das Männer Durchschnittsalter schon überschritten.
Was soll ich denn noch machen ?
Ja , ich laufe ,schwimme und segle.Aber sicher nicht genug um als gesund lebend zu gelten.Ich will keine 100 werden und dann nicht mehr wissen wer ich bin und wer die ganzen Figuren um mich rum sind.Ich will auch nicht als Laborratte enden.
Bei den Japanern mußte ich jedes Jahr zum Firmenarzt, in LUX jedes Jahr zum Arbeitsarzt.
Seit meinem 61. Geburtstag war ich nur beim Zahnarzt (ich habe noch meine eigenen Zähne) und beim HNO wegen meiner Mittelohrentzündungen vom Tauchen/Aircondition.
Und einmal im Hospital wegen meines Fersensporns.
Natürlich merke ich das ich Alt werde und kann vieles nicht mehr so wle früher.Aber so ist das Leben nunmal und der Tod gehört zum Leben dazu.
Das hat weniger mit schlau zu tun, sondern einfach mit Interesse.
Was möchte ich in TH überhaupt – diese Frage sollte man sich stellen.
Der eine sitzt Tag für Tag am Stammtisch und hat viel Ahnung, wo es Happy Hour gibt,
wieviel das Bier heute kostet und wo man ein paar günstige Bräute findet.
Der andere wiederum reist durchs Land, Jahrzehnte lang, wie Richard Barrow – und
gibt seine Erfahrungen weiter – als eine Art Reiseführer, wie auch Stefan Loose.
Ich war in TH immer (über meine Frau) selbständig, ich musste also andere
Bereiche erforschen, mich darin informieren – wie eben Thai-Recht, IT usw.
Dazu interessiert mich auch Thai-Kultur, das Land selbst – dass ich vom Norden bis zum Süden erkundet habe usw.
Ich zahle nicht mal EUR 7,5o – sehe ich gerade.
DKV – Jahrespreis 53,90 für Aufenthalte von 60 Tagen pro Reise, egal wie oft.
DKV habe ich deswegen ausgewählt, weil die direkt mit dem KH weltweit abrechnen.
Hat auch beim Bekannten wunderbar funktioniert. Dauert es zu lange oder werden die
OP´s zu teuer, organisieren sie einen Flug nach DE mit Ärzte-Begleitung.
Leider übernimmt die DKV keine Bürger die in AT wohnen, muss also nun was
vergleichbares in AT finden, sollte aber kein Problem sein – Preise sind ähnlich.
Vermutlich nehme ich AXA, die sind international auch gut aufgestellt, haben auch in
TH ihre Offices und somit können die auch direkt abrechnen.
Ich wollte auch noch was zu dem Artikel oben schreiben.
Nein, 2000€ Rente pro Monat braucht man in TH noch nicht-Auch nicht in Pattaya.Aber 1200€ sollten es schon sein.Er muß auch nicht auf sein Steak verzichten aber auf Bier und Wein. Und zum Essen gehts eben nicht ins „Chez Pascal“ sondern in einen Food Court oder auf die Straße.
Interessant ist, als ich auf die hahnebüchenen Farang Preise hinwies widersprach STIN noch vehement.Jetzt schreibt er es selber weil er versucht wieder in die Nähe der Realität in TH zu gelangen.
Nein, ich selbst habe mehrmals schon erklärt, dass TH immer teurer wird.
Erzählen mir auch viele Rückkehrer, Kunden, Bekannte und auch mein Sohn in BKK.
Nein, Artikel ist nicht von mir geschrieben.
Stimme auch nicht ganz genau dem Erzähler zu.
Richtig ist, dass in den Expat-Ghettos, wie Pattaya, Phuket, Koh Samui, Hua Hin usw. – die
Preise recht heftig gestiegen sind.
Ich war nun vor 20 Monaten in CNX, da sind die Preise nur ein wenig gestiegen.
Kostete der Teller Moo Daeng, mit Reis und Suppe vorher 35-40 Baht, so kostete er bei mir
damals 45-50 Baht. Ich hatte damals die Speisekarte sogar hier gepostet.
Das sind in Doi Saket / Sansai die kleineren Restaurants.
Streetfood gibt es noch etwas günstiger, um die 35-40 Baht – immer noch.
Buffet bekommt man derzeit noch in CNX Stadt für ca. 250 Baht ohne Seafooed und für 350 Baht mit Seafood –
all you can eat. Das sind etwa 10 EUR – also trotz Stadtgebiet noch sehr günstig.
Die Rewalität ist auch, dass es z.B. Uncle Sert & Auntie Urai“ in der Nähe des Lumphini Parks in Makkasan gibt,
mit einem Buffet für 50 Baht, mit vielen Thai-Gerichten, selbst zubereitet.
Ups, wieder einen Bericht wert 🙂
Muss ich beim nächsten Mal unbedingt selbst probieren, werde dann berichten, wie die
Realität wirklich ist und ob es wirklich so gut schmeckt, wie die Thais und auch Farangs behaupten.
Makkasan ist nicht in der Nähe des Lumphini Parks und die Garküchen so billig weil dort Arbeiter in Baracken hausen.
xxxxxxx
Lumpini Park liegt südlich von Makkasan……
Dieses Buffet-Angebot mag für die Arbeiter dort entstanden sein, mittlerweile kommen da aber wohl auch
Massen an Ausländern hin – Youtube ist voll von Videos über deren Besuche.
Hat sich vermutlich auch unter den Touristen/Expats rumgesprochen.
Sydney liegt auch südlich von Makkassan.
STIN sollte die Strecke auf Google Maps mal zu Fuß ablaufen.
Nein , vom Lumphini kommt da keiner aber vom unteren Sukhumvit. Die Soi Nana führt zur Makkasan und auf der anderen Seite ist Pratunam wo die Garküchen auch billig sind.
Liegen beiandern / Grenze. Also kommt es darauf an, wohin man
möchte. Also passt die Angabe schon. Alles gut….
Sie mögen beiander liegen aber nicht beieinander.
Wer vom Lumphini aus etwas billiges essen möchte der geht rüber nach Khlong Thoei am großen Frischmarkt
oder einfach in die Mensa der Chula wo man auch schon ab 25THB etwas essen kann (konnte).
Willst du mich verarschen? 🙂
Die Entfernung vom Lumphini Park zum Jae Urai – Uncle Sert Curry and Rice Buffet – beträgt 2,9 km.
Kann man laufen, etwa 30 Minuten – wäre für dich auch ein 3km Marsch – vielleicht ein paar Polizeistationen unterwegs noch inspizieren,
schon bist du dort. 🙂
Deine Empfehlung, zum Fischmarkt nach Khlong Toey zu wandern, ist ok – nur dahin ist es gleich weit.
Um nichts kürzer.
Der „Fischmarkt“ von Khlong Thoey liegt innerhalb des Frischmarktes Khlong Toey von dem ich schrieb.
Vom Ausgang des Lumphini Parks an der Rama 4 bis zum Eingang des Khlong Thoei Frischmarktes an der Rama 4 sind es ca 1 km. Gut zu laufen ,man muß nur einmal über eine Fußgängerbrücke.Nach Makkassan muß man über 4 Hauptstraßen davon 3 Fußgängerbrücken.
Der Herr Hofrat Besserwisser vergißt das ich einige Jahre
in der Sukhumvit 16 gewohnt habe und diese ganzen Strecken zu Fuß gelaufen bin.Teilweise schneller als Taxi.
Außerdem wohnte ich in Pratunam und in der SKV 15.
Alles in der gleichen Gegend.