Es ist ein politischer Showdown, der die traditionellen Machtstrukturen Thailands in den Schatten stellt. Wenn am 8. Februar die Wahllokale öffnen, geht es um mehr als nur Parlamentssitze – es ist der Kampf zweier gegensätzlicher Frauenbilder, die das Schicksal des Landes entscheiden könnten: Die kühle Strategin Suphajee Suthumpun gegen die lautstarke Aktivistin Rukchanok Srinok.
Der Aufstieg der „Super G“
Suphajee Suthumpun ist das unerwartete Phänomen dieses Wahlkampfs. Eigentlich eine Frau der Wirtschaft, wurde die heutige Handelsministerin durch eine historische Fügung ins politische Rampenlicht katapultiert. Ein informeller Pakt zwischen der Bhumjaithai-Partei und der Volkspartei ermöglichte es Parteichef Anutin Charnvirakul, externe Experten in seine Minderheitsregierung zu holen.
Was als dröge Übergangsphase geplant war, verwandelte Suphajee in ein Spektakel aus Kompetenz und Charisma. Ob im Clinch um Trump-Zölle oder in kniffligen Handelsfragen – die „Super G“, wie sie genannt wird, punktet durch Höflichkeit gepaart mit administrativer Härte. Sie ist das „erfrischende Gegengift“ zur polarisierenden Schlammschlacht der thailändischen Politik.
Die Stimme der Straße
Auf der anderen Seite des Rings steht Rukchanok Srinok. Mit dem Megafon in der Hand und einer unnachgiebigen Ideologie im Rücken verkörpert sie den kompromisslosen Flügel der Volkspartei. Während ihre Parteikollegin Sirikanya Tansakul als ökonomisches Gewissen der „Orangen“ gilt, ist Rukchanok deren emotionaler Motor.
In den Umfragen hat sie längst ihren eigenen Parteichef Natthaphong Ruengpanyawut überholt. Sie ist der Grund, warum die Jugend Bangkoks elektrisiert ist, aber auch der Grund, warum konservative Kreise die Volkspartei fürchten. Ihr Stil ist direkt, konfrontativ und – wie Kritiker sagen – bereit für jeden Streit.
Sirikanya: Die Frau zwischen den Fronten
Zwischen diesen beiden Polen agiert Sirikanya Tansakul. Vor kurzem noch selbst das Gesicht der Erneuerung, steht sie nun im Schatten der radikaleren Rukchanok und der fachlich brillanten Suphajee. In Wirtschaftsdebatten musste sie zuletzt Federn lassen, als neutrale Beobachter der Handelsministerin Suphajee den Sieg zusprachen. Dennoch bleibt Sirikanya die strategische Reserve: Sollte das Ziel einer Einparteienregierung (über 250 Sitze) wackeln, wird ihr besonnener Ton für Koalitionsgespräche entscheidend sein.
Ein Wahlkampf der Kontraste
Der Kontrast könnte nicht schärfer sein:
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Suphajee: Bescheidenheit, Mäßigung und wirtschaftliche Expertise. Sie soll die Bhumjaithai-Partei in der Hauptstadt Bangkok überhaupt erst wieder auf die Landkarte setzen.
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Rukchanok: Kühnheit, ideologische Härte und die Mobilisierung der Erstwähler. Sie ist die Versicherung der Volkspartei, ihre Dominanz in den urbanen Zentren zu verteidigen.
Das strategische Debakel der „Orangen“
Hinter den Kulissen beißt sich die Volkspartei vermutlich bereits die Zähne aus. Hätte man den Deal der Pheu-Thai-Partei zur schnellen Parlamentsauflösung angenommen, wäre eine Ministerin Suphajee wohl nie Realität geworden. Jetzt steht sie da, glänzt durch Schweigen zu den Verhaftungsskandalen innerhalb der Volkspartei und sammelt Sympathiepunkte durch reine Leistung.
Während in den Provinzen weiterhin die „Großen Häuser“ – die alten politischen Clans – und die Macht des Geldes regieren, wird in Bangkok das Duell der Frauen den Ausschlag geben. Am 8. Februar wird sich zeigen, ob Thailand der lauten Revolution von Rukchanok folgt oder der eleganten Effizienz von Suphajee vertraut.
STIN // AI
STIN ist wie der „Fußballfan“ der hinter dem gegnerischen Tor steht und blökt: Torwart du bist nervös
In der Hoffnung daß sich der Goalie nervös machen lässt.
Zudem hat STIN hier sooft seinen Propagandastandpunkt gewechselt daß er sich auf jeden Fall bei den Siegern wähnen kann.
Im Gegensatz zur BJT oder den von Prayuth hinterlassenen Militärparteien haben die Parteien der Reformer jede Wahl gegen ihre Möchtegernvernichter gewonnen.
So wird es auch am 8.Februar werden, es sei denn die Wahlfälschung wird schlimmer als 2019.
Natürlich brauchen sie immer noch einen starken Koalitionspartner.
Da sehe ich eher die Pheua Thai als eine Mehrparteien Koalition mit den Abhisit DePen.
BJT als Koalitionspartner zu nehmen wäre unnötiger Selbstmord.
Man nimmt keinen Lindner,Anutin oder Newin freiwillig in eine Koalition.
Natürlich wird man auch nicht weiter wachsen wenn man nie in die Regierung kommt.Aber der Vorsprung ist so groß und wenn man Pita wieder als Zugpferd für die Whitening Cream Fans hat sollte es eigentlich klappen.
Abgesehen vom unverständlichen Propagandagetöse werden die ungewählten Machthaber auf jeden Fall versuchen die PP mittels der parteiischen Gerichte und Behörden zu beseitigen.
Aber sonst ist wieder Alles klar auf der Andrea Doria.
Eigentlich sind wir da auf einer Linie und fallen auch meist gemeinsam auf die Schnauze.
Du hast letztens nicht mit einem Sieg der MFP gerechnet, ich auch nicht, sondern wir beide haben mit
einem Sieg der Pheu Thai gerechnet.
Auch derzeit sind wir wieder tw. auf einer Linie. Ich denke, die PP wird gewinnen, du auch.
Bei Pheu Thai gehst du vom 2. Platz aus, ich bin mir hier nicht sicher – ich gehe eher von BJT am 2.Platz aus.
PT und DP schwimmen derzeit fast zusammen bei der 10 % Welle. Also Abhisit hat hier heftig aufgeholt.
Mehr ist nicht zu prognostizieren – weil sowohl PP, BJT,PP sehr eng beieinander liegen.
Vielleicht fallen wir ja beide wieder auf die Schnauze.
Nein, die MFP hat nur einmal gegen Pheu Thai gewonnen, vorher nie.
Der beauftrage Vernichter der PP ist ja die Pheu Thai.
BJT nicht unbedingt, da will Natthapong nicht mehr mit denen koalieren, Anutin hat kein
Problem mit PP – sah man ja.
2019 gab es wenig Wahlbetrug – nur ein Problem. Man hat die Regeln nach dem Referendum nochmals
geändert und das ergab eine schiefe Optik, auch durch R10.
Stimmenkauf und Wahlbetrug war nicht heftig.
Schwer zu sagen, aber ja, Absolute wird keiner erreichen.
Also wird zumindest ein starker Koalitionspartner nötig sein.
Wie es lt. Umfragen derzeit aussieht, wird es viele Optionen geben –> wer mit wem.
Daher kaum eine Prognose möglich.
Ja, auch möglich – wäre aber krass. DP koaliert mit einer Partei, die mit Kriegswaffen gegen
sie gekämpft hat. Da hätte auch Jatuporn wohl keine Freude damit, Abhisits Wähler im Süden wohl auch nicht.
Da kannst deine Schnappatmung abstellen, das wird nicht werden – hat Natthapong schon erklärt, halt auch
bei Pheu Thai – die werden also ev. ein Versprechen brechen müssen.
Ich gehe aber davon aus, dass man die PP wieder austricksen wird.
Anutin/Newin ist sehr flexibel – die koalieren vermutlich dann mit PT zusammen, um nicht die PP an die Macht zu lassen.
Es dürfte sich ausgehen –> BJT, PT und DP, könnten 300 Sitze werden.
Dann wird keine PP regieren und das sogar demokratisch nicht.
Etwas zu spät, PP macht auch wieder viele Fehler.
Sie wurden gewarnt, dass der Inhaftierte ein Mafiosi wäre, haben sie ignoriert und wollten an ihm festhalten.
Für eine Sauber-Partei eine Katastrophe, die andere Parteien wegen Grau-Aktionen kritisierten und dann passsiert in der eigenen
Partei das auch und gleich zweimal hintereinander. Nicht gut……
Müssen sie gar nicht, einfach nicht mit der PP koalieren, in der Opposition verdursten lassen.
Sowie jetzt auch….. – weil eine Auflösung bringt letztendlich nichts, darauf hat man sich schon
vorbereitet und sicher auch schon eine deaktivierte Partei, wo dann alle Abg. rüberwechseln.
Hat ja auch bei der Auflösung der MFP nichts gebracht…… – im Gegenteil.
Also wird man sie einfach ausschließen – interessant wird halt nur, wer gewinnt den PM-Sessel,
Anutin oder Wongsawat.