Am 8. Februar blickt die Welt auf Thailand. Doch wer glaubt, das alte Spiel aus Stimmenkauf und emotionaler Polarisierung würde sich wiederholen, könnte eine Überraschung erleben. Neue Umfragedaten zeichnen das Bild einer Wählerschaft, die ihre Stimme nicht mehr verkauft, sondern investiert.
BANGKOK – Es ist ein schleichender, aber gewaltiger Beben in der politischen Landschaft Thailands. Während das Land auf die Parlamentswahlen am 8. Februar zusteuert, scheint eine alte Tradition der thailändischen Politik ihre Macht zu verlieren: der direkte Stimmenkauf.
„Die Menschen lassen sich nicht mehr von Emotionen leiten“, beobachtet Noppadon Kannika, der Gründer von Super Poll. Seine Analysen deuten darauf hin, dass die Wähler kühler kalkulieren als je zuvor. Das Geld, das traditionell zur Beeinflussung von Stimmen verteilt wird, nehmen viele zwar noch dankend an – doch das Kreuz auf dem Wahlzettel setzen sie am Ende dort, wo sie sich den größten Nutzen für ihre eigene Zukunft versprechen. „Stimmenkauf ist kein Garant mehr, um das Ergebnis zu kontrollieren“, so Kannika nüchtern.
Das Ende der „Stimmenspitzen“
Früher verrieten plötzliche, lokale Umfrage-Explosionen sofort, wo Geld geflossen war. Doch dieses Mal ist alles anders. Die Unterstützung für Parteien wächst stetig und flächendeckend. Ein Zeichen dafür, dass die Wähler nach Stabilität, Visionen und echter Gerechtigkeit suchen, statt nach dem schnellen Baht in der Tasche. Der Fokus hat sich verschoben: Weg vom transaktionalen Basar, hin zu einer inhaltlichen Bewertung.
Pornpan Buathong vom Institut Suan Dusit bestätigt diesen Trend. Die tiefe Spaltung zwischen „Links“ und „Rechts“, die noch die Wahlen 2023 prägte, verblasst. „Die Menschen streiten nicht mehr über Ideologien; sie sorgen sich um die Wirtschaft und die reale Lage des Landes.“
Die Macht der Mitte: Generation X und Y am Drücker
Mit 52,9 Millionen Wahlberechtigten ist die demografische Karte Thailands vielschichtig. Doch das Zünglein an der Waage ist nicht die lautstarke Generation Z, sondern die „stille Macht“ der 30- bis 60-Jährigen. Die Generationen X und Y stellen fast 60 % der Wähler und sind historisch gesehen weitaus wahlfreudiger als die Jüngeren.
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Pheu Thai: Bleibt das Kraftzentrum für die Generation X, die auf die Erfahrung und vergangene Erfolge der Partei setzt.
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Volkspartei: Das Rückgrat bilden die Jungen (Gen Y und Z). Doch überraschenderweise bröckelt die Front der Babyboomer: Immer mehr über 60-Jährige liebäugeln mit den Reformversprechen der Volkspartei, um die verkrusteten Strukturen des Landes endlich aufzubrechen.
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Bhumjaithai: Die Partei punktet bei den 50-Jährigen – vor allem durch ökonomische Kompetenz.
Der „Suphajee-Effekt“
Ein Name fällt in den Umfragen immer wieder: Suphajee Suthumpun. Die ehemalige IBM-Topmanagerin und Dusit-International-Chefin, die Ende 2025 das Handelsministerium übernahm, hat das Vertrauen vieler Wechselwähler gewonnen.
„Ich wähle dieses Mal Bhumjaithai, weil ich Suphajee bewundere“, erklärt Jay (55) aus Phitsanulok. Für sie ist die fachliche Qualifikation entscheidend: „Sie besetzen Ministerien mit fähigen Leuten, nicht nach Sitzquoten.“ Es ist dieser Hunger nach Professionalität, der traditionelle Hochburgen wie die der Demokratischen Partei im Süden erschüttert. Dort geben zwar noch 25 % an, der Parteiliste treu zu bleiben, doch bei den Direktkandidaten wandern die Stimmen massiv ab.
Zwischen Pragmatismus und Hoffnung
Die Stimmen von der Straße spiegeln den Wandel wider. Während der 61-jährige Charn aus Bangkok taktisch wählt, um seine Stimme „nicht zu verschwenden“, wagt die 58-jährige Nok den radikalen Bruch: Als einstige Pheu-Thai-Anhängerin gibt sie nun der Volkspartei eine Chance. „Andere hatten ihre Möglichkeit und haben die Bürokratie nicht reformiert“, sagt sie bestimmt.
Und die Erstwähler? Der 19-jährige Nantapob verkörpert den nüchternen Blick der neuen Generation. Zwar habe ihn das (fast schon satirische) Versprechen einer anderen Partei, Raumschiffe zum Mond zu bauen, amüsiert, doch seine Stimme gehört der Volkspartei. „Ein Mondflug ist in der aktuellen Lage unmöglich“, sagt er. Er sucht keine Träume, sondern eine Zukunft.
Am 8. Februar wird sich zeigen, ob Thailand diesen Weg der Vernunft konsequent zu Ende geht – oder ob die alten Geister der Politik doch noch ein letztes Mal zuschlagen.
STIN // AI
In TH ist wohl ein Mondflug eher möglich als wirkliche Demokratie und Rechtsstaat.
Wer behauptet die Bhum Jai Thai hätte wirtschaftliche Kompetenz ?
xxxxxxxx
Der Stimmenkauf ist in TH sicherlich das kleinere Problem , die ungewählten Machthaber haben da viel effektivere Möglichkeiten zum Wahlbetrug.
Nationalismus,Rassismus und Fremdenhaß sind in jeder Gesellschaft reichlich vorhanden.
Sie kommen immer dann zum Einsatz wenn ein Mensch oder Ähnliches unzufrieden mit seinem eigenen Leben ist daß er selber verdattelt hat.
Ich habe hier schonmal angeboten daß ich jeden AfD Nachläufer in ein Arbeitsverhältnis welches seinen Qualifikationen entspricht bringen könnte.
Niicht im AfD Land aber im deutschsprachigen Raum.
Selbst Elon Musk der Ami Nazi von eigenen Gnaden hat lieber in Brandenburg als in einem AfD Land investiert.
Ein Wohnortswechsel ist oft gut für die persönliche Weiterentwicklung.
Ich habe 2002 das Haus meiner Mutter nahe der Luxemburger Grenze an ein ostdeutsches Ehepaar vekauft.
Sie hatten schon erwachsene Kinder die auch direkt nach der Grenzöffnung aus der DDR ausgewandert sind.
Die beiden Mitte 40 jährigen hatten sich Arbeit in LUX gesucht und wohnten dort zur Miete.Der Mann war Baggerführer und die Frau Buchhalterin.
Besonders Handwerker und Bauarbeiter sind in der Gegend sehr gesucht.
Beamte kann auch ich nicht vermitteln.
Wohlgemerkt ich bin kein Arbeitsvermittler und habe auf dem Gebiet auch keine besonderen Kontakte.
Aber ich würde Alles tun um „Protestwähler“ von den Neo Nazis wegzubringen.
Demokratie ist leider weltweit ein Auslaufmodell – auch DE sackt weiter und weiter ab, bei Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
Demokratie geht anders…… – auch die USA hat sich davon verabschiedet.
Weltweit alle, die internationale Presse, alle Wirtschaftsmagazine usw.
Anutin hat sich ein Experten/Technokraten-Kabinett zusammengestellt, alle mit internationaler Erfahrung und Ausbildung/Studium.
Voran der Finanzminister, Ekniti Nitithanprapas –> Erfahrungen von World Bank, UN, OECD, Thai Airways u.a.
Studierte in USA und Thammasat-University – gilt international als gut vernetzter Finanzexperte, wie auch Korn von DB.
Die anderen Experten ähnlich, alle gut vernetzt (weltweit) und erfolgreiche Laufbahn hinter sich.
Wenn ich da bei der Volkspartei grabe, sehe ich leider nur fertig studierte Neu-Politiker.
Ausnahme Pita……
Daher möchte ich auch nicht, dass Volkspartei die Absolute erhält, wer soll dann regieren?
Nicht einen Experten in den Reihen und Natthapong hat überhaupt keine Erfahrung.
Da würde ich lieber Volkspartei mit DB (Abhisit) als Juniorpartner sehen – der hat Erfahrung und kann
hilfreich dem Jungen zur Seite stehen.
Anutin selbst gilt als erfolgreicher Unternehmer, der das Erbe vom Vater erfolgreich vermehren konnte.
Natthapong hat nichts gleiches vorzuweisen, weder Erfahrung in der Privatwirtschaft, noch hat er eine
seriöse Schulausbildung, nur Thai-Uni.
Da Wahlbetrug auch schon DE erreicht hat, wäre ich schon zufrieden, wenn es die internationale Gemeinsschaft, EU u.a. – als faire Wahl bewerten
würden. Muss nicht pefekt abgelaufen sein, es wird vermutlich eh viele Nachwahlen wegen vieler gegenseitiger Anzeigen geben.
Wenn dann noch die Ergenbisse nahe an den Umfragen vor der Wahl liegen, dann passt es schon.
In DE weniger……
In DE legt die AfD immer dann etwas zu, wenn wieder Rudelvergewaltigungen, tote Babys, erstochene Familienväter usw.
medial bekannt werden. Dann glühen die Emotionen…….
Das zweite Problem ist: wenn Merz meint, man müsse leider überlegen, bis 70 zu arbeiten, die Rentenkassen wären leer.
Dann gleich nach dieser Erklärung: wir müssen leider die Krankenkassenbeiträge erhöhen, die sind auch leer.
2 Wochen später: sorry, aber Bürgergeld werden wir wieder kürzen müssen – geht sich finanziell so nicht mehr aus.
Alles gut soweit – aber die Emotionen gehen dann wieder hoch: wenn er meint: um Europa zu retten, müssen wir nun doch
zig Milliarden in die Ukraine überweisen (für was auch immer) – die müssen ja warm haben.
Dabei interessiert die Regierung nicht, dass auch in DE Menschen frieren, weil sie sich nicht mehr als 18 Grad leisten können.
Das ist in DE das Problem, nicht Rassismus. Aber man kann keine Fahrradwege für zig Millionen in Peru bauen, wenn zu Hause die Menschen
frieren, weil DE die höchsten Gaspreise der EU hat. Das verstehen viele Millionen Deutsche nicht – insgesamt wohl 20 Millionen ungefähr.
Voran die Ossis…..
Gut, dass nun auch die Linken hier zur Vernunft gekommen sind.
Sie haben zugestimmt, wie auch Dänemark und Italien davor – dass Asylbewerber aus
Auffanglagern in Albanien usw. – ihren Antrag einreichen können.
Somit sind nun alle Parteien auf Linie Dänemarks, Spaniens und Italien. Gut so – freut mich.
AfD ist dazu nicht nötig, kann aufgelöst/verboten werden.
Brandenburg ist voll AfD Land, 34 % derzeit – weit abgeschlagen dann die anderen.