Ein fataler Funke verwandelte ein Öldepot im Bezirk Kranuan am Montagmorgen in ein Schlachtfeld aus Feuer und Rauch. Während Rettungskräfte gegen die Flammen kämpften, mussten fast 3.000 Schüler fliehen. Für einen Lkw-Fahrer kam jede Hilfe zu spät.

KHON KAEN – Es war ein gewöhnlicher Montagmorgen gegen 9:00 Uhr, als eine massive Explosion die Ruhe im Bezirk Nong Ko zerriss. Auf dem Gelände der Nattapol Trucks and Oil Co., in gefährlicher Nähe zu einer Tankstelle und einer großen Sekundarschule, brach ein Großbrand aus, der binnen Sekunden vier schwere Öltanker in ein flammendes Inferno verwandelte.

Kampf gegen die schwarze Wand

Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen, als Spezialeinheiten des Luftwaffenstützpunkts Nam Phong und regionale Katastrophenschützer anrückten. Nur durch den massiven Einsatz von chemischem Löschschaum gelang es den Teams, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Lagereinheiten zu verhindern.

Der stellvertretende Gouverneur von Khon Kaen, Karom Kampitoon, bestätigte vor Ort das Ausmaß der Zerstörung: Vier Lkw – einer davon voll beladen mit Treibstoff, drei weitere leer, aber hochgradig explosiv – wurden vollständig vernichtet. Der Sachschaden wird auf rund 8 Millionen Baht geschätzt.

Todesfalle Führerhaus

Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr forderte das Unglück ein Menschenleben. Der 54-jährige Anont Roikamlue aus der Provinz Udon Thani konnte sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Seine Leiche wurde nach den Löscharbeiten in den Trümmern eines Tankwagens geborgen.

Panik an der Srikranuanwittayakom-Schule

Besonders dramatisch gestaltete sich die Situation für die benachbarte Sekundarschule. 2.850 Schüler mussten evakuiert werden, als die Hitze und der giftige Qualm auf das Gelände zogen. Während der Unterricht offiziell nach den Löscharbeiten wieder aufgenommen wurde, herrschte unter den Eltern blankes Entsetzen; viele holten ihre Kinder unter Schock sofort nach Hause.

Die Ursache: Ein unsichtbarer Feind

Erste Ermittlungen deuten auf eine tragische Unachtsamkeit hin. Laut Bezirkschef Sukkom Dolsopon habe ein Mitarbeiter berichtet, dass beim Öffnen des Deckels eines leeren Tanks Benzindämpfe entwichen seien. Ein winziger Funke statischer Elektrizität reichte aus, um das hochexplosive Gemisch zu entzünden.

„Ich habe eine lückenlose und strenge Überprüfung aller Sicherheitsmaßnahmen in sämtlichen Öllagern und für alle Tankwagen der Provinz angeordnet“, erklärte Karom Kampitoon mit Blick auf die mögliche Fahrlässigkeit.

Während die Ermittler der Polizei noch die letzten Details des Unfallhergangs rekonstruieren, bleibt Khon Kaen im Schockzustand. Ein kleiner Funke hat gereicht, um ein Leben auszulöschen und Millionenwerte in Schutt und Asche zu legen.

 

Redaktion STIN --> Austria // Thailand

Von stin

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