In Thailand fliegen die politischen Fetzen: Während Oppositionsikone Thanathorn Juangroongruangkit vor dunklen Mächten warnt, die den Wandel blockieren, gibt sich Interimspremierminister Anutin Charnvirakul als Hüter der Demokratie. Ein Duell um die Deutungshoheit – und um 20 Millionen Stimmen.
BANGKOK / CHANTHABURI – Es ist ein Frontalangriff auf das politische Establishment, den Thanathorn Juangroongruangkit am vergangenen Montag in der Provinz Chanthaburi startete. Der Architekt der thailändischen Oppositionsbewegung und heutige Wahlkampfleiter der Volkspartei (People’s Party) zeichnete das Bild einer manipulierten Demokratie. Sein Vorwurf wiegt schwer: „Bestimmte politische Kräfte“ würden im Hintergrund Strippen ziehen, um den Siegeszug seiner Partei mit allen Mitteln zu stoppen.
„Keine Befehle von oben“
Die Reaktion aus der Regierungsspitze ließ nicht lange auf sich warten. Anutin Charnvirakul, amtierender Premierminister, Innenminister und Chef der Bhumjaithai-Partei, konterte die Vorwürfe mit der Gelassenheit eines Polit-Veteranen. „In über 20 Jahren Politik habe ich niemals solche ‚Befehle‘ erhalten“, stellte Anutin klar.
Für ihn ist die Erzählung von den blockierten Reformern ein Hirngespenst. In einem demokratischen System, so Anutin, könne niemand vorschreiben, wer im Parlament sitzt oder wer das Land führt – außer den Wählern selbst. „Die einzige relevante Ordnung ist der Wille des Volkes“, betonte er entschieden. Er rief die Bevölkerung dazu auf, sich von der Rhetorik der Angst nicht verunsichern zu lassen: Am Ende entscheide das Kreuz auf dem Wahlzettel, nicht ein dunkles Hinterzimmer.
Thanathorns Kampfansage: „Fürchtet nicht den Wandel“
Doch Thanathorn blickt auf eine Geschichte der harten Rückschläge zurück. Von der verbotenen Future Forward Party über die aufgelöste Move Forward Party bis zur heutigen Volkspartei – der Weg war gepflastert mit juristischen Fallstricken und Vorwürfen mangelnden Patriotismus.
„2023 haben sie uns verleumdet, uns als unpatriotisch bezeichnet. Und doch wurden wir die stärkste Kraft“, rief er seinen Anhängern zu. Dass die Regierungsbildung trotz 14 Millionen Stimmen scheiterte, wertet er als historischen Beleg für die Blockadepolitik der alten Eliten. Doch diesmal will er die Mauer einreißen. Sein Ziel: 20 Millionen Stimmen – ein Mandat, das so gewaltig ist, dass es kein Senat und keine „unsichtbare Hand“ mehr ignorieren kann.
Das Duell der Visionen
Während Anutin Stabilität und die Einhaltung bestehender demokratischer Prozesse beschwört, fordert Thanathorn den radikalen Bruch mit dem Status Quo. „Ergebt euch nicht der Ungerechtigkeit“, appellierte er leidenschaftlich. Sein Schlusssatz hallte wie ein Donnerhall durch die Provinz: „Fürchtet nicht den Wandel, sondern eine Gegenwart, die keine Zukunft bietet.“
Thailand steht vor einer Zerreißprobe. Auf der einen Seite die Erfahrung und das Vertrauen in die Institutionen, wie Anutin sie repräsentiert – auf der anderen Seite der unbedingte Wille zur Veränderung, den Thanathorn verkörpert. Der Kampf um die Seele Thailands hat gerade erst begonnen.
STIN // AI
Die Strohpuppe von nicht nur Newins Gnaden will sich uns als Hüter der Demokratie verkaufen. Darfs ein Lügenmärchen mehr sein?
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Dabei bröckelt das Luftschloß der Ewiggestrigen schon.
Aus der BP von Heute:
Na ja, so ganz ist die BP von ihrem Wahlpropaganda Modus für Anutin noch nicht runter. Wer außer STIN und seinen Edelthai Propagandisten erwartet ein Kopf an Kopf Rennen zwischen BJT und PP ?
Dies wäre nur durch einen großen Wahlbetrug möglich den ich den Ewiggestrigen trotz ihres bösen Willens nicht zutraue.
Aber die BP sieht genauso wie ich eine Koaliition mit der Pheua Thai als einzige Möglichkeit für die Volkspartei eine Regierung bilden zu können.
Denn die kleinen Parteien sind alle zu klein um genügend Sitze für eine stabile Mehrheit zusammenzubringen . Und wer holt sich schon gerne mehrere thiländische Lindner Kopien an den Kabinettstisch ?
Man braucht kein „Zünglein an der Waage“ sondern eher einen Vollpfosten als Koalitionspartner.Da kommt Thaksin gerade richtig. Der würde übrigens auch von Anutin gebraucht als Koalitionspartner.
Aber selbst wenn die Volkspartei eine Regierungskoaliition bilden dürfte sehe ich genau wie ein Politologe in der BP dieses Szenario:
Für Anutin und seine Auftraggeber ist der Mißbrauch des 112 lebenswichtig um ihre Macht zu behalten.
Demokratie ist weltweit auf dem Rückmarsch – also beschäftige dich nicht mehr allzu heftig damit.
Ich halte auch bei uns in der EU die Demokratie nicht mehr für allzu toll – EU wird eine Überwachungsgemeinschaft.
Immer mehr Rechte der Bürger werden beschnitten – vor allem bei Demonstratios- und Meinungsfreiheit.
Es spielt auch keine Rolle ob Anutin von Newins Gnaden, Wongsawat von Thaksins Gnaden oder Natthapong von Thanathorns Gnaden regieren wird.
Sind alles mehr oder weniger nur Front-Politiker, die Masterminds sitzen dahinter.
Aber auch die BP geht nur mehr von einem Sieg der PP oder BJT aus, die PT erwähnen die gar nicht mehr bei den
Siegern.
Hier bin ich aber bei dir, ich gehe auch von einem Sieg der PP aus, aber keine Absolute.
BJT schätze ich auf Platz 2 oder 3. – mal sehen. Mir wäre lieber BJT Platz 2, PT auf Platz 3.
Eigentlich alle, sowohl die Medien, alle Umfrage-Institute und sogar die Politiker der PT sind der Meinung:
wir müssen eigentlich froh sein, 100 Sitze zu erreichen.
Wahbetrug wäre eigentlich dann sicher, wenn PT trotz schlechter Umfragewerte, den
2. Platz erreichen würde.
Bei dieser Wahl ist alles möglich, auch BJT als Wahlsieger – wäre keine allzu große Überraschung, weil
es auch alle Umfragen nicht ausschließen.
Daher ist eine seriöse Prognose kaum möglich.
Möglichkeiten hätte die PP als Gewinner viele…..
Aber sie haben schon eine Koalition mit BJT und auch PT ausgeschlossen.
Wenn sie also regieren wollen, wird es keine Option geben, wo sie nicht viele Millionen
Wähler enttäuschen werden. Ev. auch Teile meiner Familie, die jüngeren – die die PT nicht mehr in der
Regierung sehen wollen – nach dem Verrat von Paetongtarn an Hun Sen.
Ehem. PT-Wähler, wählen eben die PP nur, um die PT nicht mehr erdulden zu müssen und dann geht ihre
neue Partei eine Koalition genau mit dieser verhassten Partei ein. Das würde nicht lange gut gehen.
Würde so heftig einschlagen, als wenn Selensky dem Putin ein Militärbündnis vorschlagen, oder die
AfD in Sachsen-Anhalt den Grünen eine Koalition anbieten würde 🙂
PP wäre dann wohl am Ende, wie die FDP in der Koalition, die aufgerieben wurde.
Ich befürchte eher eine Koalition BJT mit PT und ev. DP. Wäre grausig, aber könnte passieren.
Das hofft er ja nicht.
Wenn man die DP und Khla-Tam-Partei mit je 50/60 Sitze berechnet, könnte
Anutin ev. mit denen koalieren. Dazu würe er dann aber um die 130+ Sitze benötigen.
Dann noch ein paar kleinere Parteien dazu.
Auch nur eine rechnerische Option, wird man sehen.
Ja, daher wäre eine Koalition ja mit PT eigenartig.
Die hat ja eine Menge Anzeigen gegen die PP gestellt und dann koaliert diese mit der
PT? Wer macht denn so etwas?
Nicht der Mißbrauch, sondern der Erhalt des LM 112 ist für alle Parteien lebenswichtig, auch für PP – siehe Pita.
Daher hat Thanathorn reagiert und diese Änderung aus dem Parteiprogramm geworfen. Sie fordern es nicht mehr.
Auch lebenswichtig ist eine gute Beziehung zum derzeit hochgeliebten Militär.
Daher reagierte hier die PP wieder und auch Pita bat das Militär für seine kritischen Äußerungen um Verzeihung.
Ja, auch Politiker müssen ihre Fahne nach der Stimmung im Volk richten und wenn die das Militär derzeit anhimmeln,
kann es sich kein Politiker leisten, sich mit denen zu streiten.
Kann man ablehnen, ist aber so. Pita ist es sicher nicht leicht gefallen, sich bei denen zu entschuldigen.
Die Demokratie ist deshalb weltweit auf dem Rückmarsch weil xxxxxxxxxx die vorletzte und letzte Generation zu blöd zu irgendetwas außer Handaufhalten ist.
Wir haben nunmehr seit 80 Jahren keinen großen Krieg mehr in der westlichen Welt gehabt, da geht es vielen Leuten offensictlich zu gut.
Naja, man hat jahrzehnte lang das ganze einfach laufen lassen.
Dann kamen die Terroristen, Drogenhändler, Geldwäscher usw. – und man musste reagieren, um von denen nicht
übernommen zu werden.
Also begann man mit immer mehr Kontrollen, sei es bei Banken, sei es bei Schwarzarbeit, Geldwäsche usw. – und die
Demokratie litt und leidet darunter. Voran die Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
Wenn man sich die Videos von Demos anguckt, nicht weiß – dass diese aus Berlin stammen, denkt man an eine Demo in
Russland, die niedergeknüppelt wird.