TRAT / PATTAYA – Es war ein Katz-und-Maus-Spiel auf offener See, das am Nachmittag des 19. Februars ein jähes Ende fand. In einer gezielten Operation hat die Erste Marineeinheit der Königlich Thailändischen Marine ein kambodschanisches Schiff aufgebracht, das tief in illegale Machenschaften verstrickt sein soll. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die gut organisierten Schmuggelrouten zwischen Kambodscha und Thailand.

Zugriff vor der Küste von Ban Hat Lek

Unter dem direkten Befehl von Vizeadmiral Chalermchai Suankaew, dem Kommandeur des Ersten Marinebezirks, wurden die Patrouillen in den strategisch wichtigen Gewässern vor der Provinz Trat massiv verschärft. Das Ziel: Die Wahrung der nationalen Souveränität und der Schutz der thailändischen Fischereigebiete.

Gegen 14:30 Uhr schlug die Falle zu. Etwa eine Seemeile innerhalb der thailändischen Hoheitsgewässer – rund 4,9 Seemeilen vor der Küste des Unterbezirks Ban Hat Lek – orteten die Marineoffiziere ein verdächtiges Fahrzeug unter kambodschanischer Flagge.

Das Geständnis auf offener See

Die Kontrolle verlief unter höchster Wachsamkeit. An Bord stießen die Beamten auf drei kambodschanische Besatzungsmitglieder, die sich weder ausweisen konnten, noch über gültige Schiffspapiere verfügten. In der anschließenden Befragung ließen die Männer die Maske fallen:

  • Der Auftrag: Transport von Meeresfrüchten aus Kambodscha in thailändische Gewässer.

  • Die Methode: Ein illegales Umladen auf See (Ship-to-Ship-Transfer).

  • Der Status: Die Fracht war bereits an ein thailändisches Fischereischiff übergeben worden, als die Marine zuschlug. Das Schiff befand sich gerade auf der Rückreise.

An Bord wurden 35 charakteristische blaue Container sichergestellt, die zuvor für den Transport der illegalen Meeresfrüchte genutzt worden waren.

Ein bekanntes Gesicht? Mysteriöse Parallelen

Besonders brisant: Die Ermittler stellten fest, dass das beschlagnahmte Schiff eine verblüffende Ähnlichkeit mit einem Boot aufweist, das erst drei Tage zuvor, am 16. Februar, in der kambodschanischen Provinz Koh Kong festgesetzt worden war. Dieser Umstand nährt den Verdacht, dass es sich hier nicht um einen Einzelfall, sondern um organisierte, grenzüberschreitende Schmuggel-Netzwerke handelt, die trotz früherer Interventionen ihre Routen beibehalten.

Die Jagd auf die Hintermänner

Das Schiff und die Besatzung wurden unter Eskorte zum Khlong-Yai-Pier gebracht. Während die drei Männer in Gewahrsam sind, konzentriert sich die thailändische Marine nun auf die „andere Seite“ des Deals. Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck daran, die thailändischen Abnehmer und deren Netzwerke zu identifizieren, die den Schmuggel auf See koordinieren.

Die Königlich Thailändische Marine betonte nach dem Einsatz, dass solche Operationen auch künftig mit aller Härte durchgeführt werden. Es geht um mehr als nur illegale Fracht – es geht um den Schutz der maritimen Ressourcen und die Integrität der thailändischen Seegrenzen.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest

0 Comments
Älteste
Neueste Meistbewertet
{title}
WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com