Thailands politisches Schwergewicht Thaksin Shinawatra zählt die Tage: Nach nur acht Monaten hinter Gittern rückt die Freiheit für den Ex-Premierminister in greifbare Nähe. Am 9. Mai 2026 könnte er das Gefängnis verlassen – und das ohne die sonst üblichen elektronischen Fesseln.
Der Countdown für eine der prominentesten Haftentlassungen Thailands läuft. Wie Yutthana Nakruangsri, Sprecher der Strafvollzugsbehörde, offiziell bestätigte, ist der Weg für eine vorzeitige Haftentlassung auf Bewährung frei. Thaksin, der wegen Korruptionsdelikten zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, profitiert von einer Regelung, die eine Freilassung nach Verbüßung von zwei Dritteln der Strafe ermöglicht.
Der Fahrplan in die Freiheit
Obwohl das Zentralgefängnis Klong Prem die finale Liste der Bewährungskandidaten noch unter Verschluss hält, gilt Thaksins Termin am Samstag, den 9. Mai 2026, als gesetzt. Die Behörden bereiten sich bereits auf einen logistischen Kraftakt vor:
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7:00 – 8:00 Uhr: Beginn der Entlassungsformalitäten, um die Rechte des Gefangenen zu wahren.
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Anschluss: Überführung an den vom Bürgen festgelegten Ort unter Aufsicht der Bewährungshilfe.
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Regelmäßige Meldepflicht: Bis zum offiziellen Ende der einjährigen Strafe muss sich Thaksin bei den Behörden präsentieren.
Freiheit ohne Fußfessel
Besonders bemerkenswert: Der Ex-Regierungschef wird sich ohne die oft obligatorische elektronische Fußfessel bewegen dürfen. Laut Yutthana rechtfertige die verhältnismäßig kurze Gesamtdauer der Haftstrafe diesen Verzicht. Erst nach Ablauf des vollen Jahres wird ihm die endgültige Entlassungsbescheinigung ausgehändigt, die seine Zeit mit der Justiz offiziell beendet.
„Die Einhaltung der Vorschriften ist strikt, doch die kurze Straffrist erlaubt uns Spielraum bei der Überwachung“, so der Sprecher der Strafvollzugsbehörde.