KAMPHAENG PHET – In der beschaulichen Gemeinde Ban Nong Phak Nam herrschte am 1. März Ausnahmezustand. Unter strahlendem Himmel und den neugierigen Blicken hunderter Gäste gaben sich zwei einflussreiche Frauen der Region das Ja-Wort. Die Hochzeit zwischen der Dorfvorsteherin und einer örtlichen Lehrerin war nicht nur ein Statement für die Liebe, sondern auch ein glanzvolles Spektakel thailändischer Tradition, das durch eine beachtliche Mitgift für Gesprächsstoff sorgte.

Ein Fest der Superlative

Punkt 9:30 Uhr öffneten sich die Tore des festlich geschmückten Hauses im Bezirk Khlong Khlung, das künftig das gemeinsame Heim des Paares sein wird. Im Mittelpunkt standen zwei Frauen, die in der Gemeinde tief verwurzelt sind: Charinrat Numduea (46), von allen respektvoll „Phuyaai Tuk“ genannt und Dorfvorsteherin von Moo 3, sowie ihre langjährige Partnerin Rungnapa Butsamran (46), bekannt als „Kru Rung“, die als Lehrerin an der Ban Roi Rai Schule tätig ist.

Was diese Verbindung besonders machte, war nicht nur der progressive Charakter der gleichgeschlechtlichen Ehe, sondern die schiere Opulenz der Zeremonie. Die Mitgift, die Charinrat ihrer Braut überreichte, ließ die Menge staunen:

  • Barvermögen: 200.000 Baht in bar.

  • Goldreserven: Goldschmuck und Barren mit einem Gesamtgewicht von 18 Baht (eine traditionelle thailändische Maßeinheit).

  • Gesamtwert: Über 1,4 Millionen Baht.

Tanz durch die goldenen Tore

Der Tag begann besinnlich mit buddhistischen Verdienstritualen und Almosengaben für die Mönche. Doch die Stille wich schnell einer ausgelassenen Feierstimmung. Zur Mittagszeit waren über 200 chinesische Festtafeln gedeckt, um die Flut an Gratulanten aus der gesamten Provinz zu bewirten.

Das Highlight des Vormittags war die traditionelle Khan-Mak-Prozession. Charinrat, die Dorfvorsteherin, führte den farbenfrohen Zug in prachtvoller thailändischer Tracht persönlich an. Um zu ihrer Braut zu gelangen, musste sie jedoch erst den humorvollen Widerstand der Dorfbewohner überwinden. Nach altem Brauch waren zehn „silberne und goldene Tore“ errichtet worden – symbolische Barrieren, die die Brautführerin nur durch kleine Geldgeschenke und spielerische Prüfungen passieren durfte.

Segen für die Ewigkeit

Nachdem die Hürden genommen waren, folgte der emotionale Kern der Hochzeit: Das traditionelle Binden der Armbänder und das rituelle Wassergießen, bei dem die Gäste dem Paar durch das Benetzen der Hände ihren Segen aussprachen.

Zwischen dem Glanz des Goldes und dem Jubel der Dorfbewohner blieb eine klare Botschaft: Das Paar betonte den Wunsch, in gegenseitiger Fürsorge gemeinsam alt zu werden. In Kamphaeng Phet wird man sich an diesen 1. März wohl noch lange erinnern – als einen Tag, an dem Tradition und moderne Liebe Hand in Hand gingen.

 

STIN // AI

Von stin

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4 Comments
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Wolfgang Kempf
Wolfgang Kempf
4 Tage zuvor

STIN drückt auf die Tränen Duese.
Die Überschrift mal wieder 😉 falsch!
Sie heiratete nicht „ihre“ Lehrerin, sondern „eine“
Lehrerin,!
Macron hat „seine“ Lehrerin geheiratet!

Wolfgang Kempf
Wolfgang Kempf
4 Tage zuvor
Antwort auf  stin

Was mag sie die wohl gelehrt haben, ein Schelm wer böses denkt 😁
Ja da haben die beiden Bösen Trampel und Netanjahu, das Spekulieren über den Wahlausgang verdrängt.😪
Zur neuen Realität der Weltpolitik kommen keine Spekulationen von STIN.

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