PATHUM THANI – Was als geselliges Studentenlager begann, hat sich zu einer medizinischen Herausforderung für eine der renommiertesten Bildungseinrichtungen Thailands ausgeweitet. Die Fakultät für Politikwissenschaft der Thammasat-Universität zieht die Notbremse: Aufgrund einer rasant steigenden Zahl von Windpocken-Infektionen wird der Online-Unterricht am Campus Rangsit vorerst bis zum 23. März verlängert.

Vom Ferienlager in den Hörsaal: Die Spur der Infektion

Die Ursprünge des Ausbruchs lassen sich präzise auf ein studentisches Camp zurückführen, das Mitte Februar stattfand. Bereits am 14. Februar zeigten sich bei einem Teilnehmer die ersten charakteristischen Anzeichen: juckende, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen. Obwohl die Lagerleitung sofort reagierte, der Schüler von einem Arzt diagnostiziert und noch am selben Tag von seinen Eltern abgeholt wurde, war die Infektionskette offenbar nicht mehr zu stoppen.

Knapp zwei Wochen später, Anfang März, klagten auch mehrere Organisatoren über Symptome. Bis zum Morgen des 5. März war die Zahl der Infizierten auf insgesamt 26 Personen angestiegen – darunter 15 Dozenten und 11 Studierende.

Strenge Maßnahmen gegen die unsichtbare Gefahr

Ursprünglich war nur eine kurze Phase des Distanzlernens bis zum 6. März geplant. Doch die Dynamik der Lage zwang die Fakultätsleitung nun zu einer drastischen Verlängerung. In einer offiziellen Mitteilung auf Facebook hieß es, dass alle Aktivitäten mit großen Menschenansammlungen bis auf Weiteres ausgesetzt bleiben. Ausnahmen gelten nur für zwingend notwendige Veranstaltungen unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen.

Hinter den Kulissen läuft der Kampf gegen das Virus auf Hochtouren:

  • Großreinemreinemachen: Dozenten und Reinigungsteams desinfizierten bereits die Klassenzimmer, Toiletten und Gemeinschaftsräume an den Standorten Tha Prachan und Rangsit.

  • Verschärfte Hygiene: Kontaktflächen wie Türklinken, Mikrofone, Tastaturen und Aufzugsknöpfe werden nun mindestens viermal täglich gereinigt.

  • Expertisen-Check: In enger Abstimmung mit der Abteilung für Epidemiologie des Thammasat-Universitätsklinikums und den regionalen Gesundheitsämtern werden die Kontrollmaßnahmen laufend überprüft und verschärft.

Wachsamkeit ist das Gebot der Stunde

Die Universitätsleitung appelliert eindringlich an die Eigenverantwortung der Studierenden. Wer Anzeichen von Fieber, Hautausschlag oder Bläschen bemerkt, ist angewiesen, sich umgehend bei der Fakultät zu melden.

Man beobachte die Situation „äußerst aufmerksam“ und wolle erst dann zur Normalität zurückkehren, wenn eine weitere Ausbreitung unter den einheimischen und Gaststudenten sicher ausgeschlossen werden kann.

 

Von stin

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