Bangkok atmet auf – und zwar bald auf einer ganz neuen Ebene. Wo bisher dichter Stadtverkehr die grünen Lungen Lumpini und Benchakitti trennte, schlägt die Stadtverwaltung (BMA) nun eine entscheidende Brücke. Schon am 1. Mai soll die neue Lumpini-Grünbrücke inoffiziell ihre Pforten öffnen und das Gesicht der Stadtfreizeit nachhaltig verändern.

Ein Kontrollbesuch mit klarem Ziel

Unter der sengenden Sonne des Pathum-Wan-Bezirks machte sich der stellvertretende Gouverneur Chakkapan Phewngam höchstpersönlich ein Bild vom Fortschritt. Flankiert von Experten des Umweltamtes und den verantwortlichen Bauunternehmern, inspizierte er das Projekt, das weit mehr ist als nur eine einfache Stahlkonstruktion. Es ist das Herzstück einer umfassenden Aufwertung des Lumpini-Parks.

250 Meter Freiheit über dem Asphalt

Die Zahlen hinter dem Projekt verdeutlichen den ehrgeizigen Zeitplan: Seit dem 17. Mai 2025 wird an der 250 Meter langen Verbindung gearbeitet. Offiziell soll der Bau zwar erst am 11. Mai 2026 abgeschlossen sein, doch die BMA drückt aufs Tempo. Mit der geplanten inoffiziellen Eröffnung am 1. Mai 2026 will man den Bürgern die Brücke so früh wie möglich für Joggingrunden, Spaziergänge und Sporteinheiten zur Verfügung stellen.

Gouverneur Chakkapan ließ dabei keine Zweifel an den Erwartungen aufkommen:

„Der Fußgängerweg muss höchsten Sicherheitsstandards genügen. Wir fordern eine Umsetzung nach strikten ingenieurtechnischen und architektonischen Normen, gepaart mit einem professionellen Projektmanagement.“

Mehr als nur ein Weg: Ein Ökosystem im Wandel

Das Projekt umfasst jedoch nicht nur die Brücke selbst. Die BMA verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz:

  • Schattige Oasen: Unter massiven Baumkronen entstehen neue Erholungsflächen, die speziell auf die Bedürfnisse aller Altersgruppen zugeschnitten sind.

  • Hydrologische Erneuerung: Ein modernes, internes Wasserkreislaufsystem soll die Vitalität der Parks sichern.

  • Landschaftsästhetik: Eine umfassende Wiederherstellung der Begrünung soll den Besuchern maximalen Komfort und eine optische Flucht aus dem Großstadtdschungel bieten.

Ein Herz für Vierbeiner: Der japanische Akzent

Während die Brücke noch den letzten Schliff erhält, ist ein anderer Teil der Parkerneuerung bereits Realität. Seit Anfang Februar bereichert ein neuer Hundepark im japanischen Stil das Areal. Wo früher Autos auf einem Parkplatz an der Witthayu Road standen, toben heute Vierbeiner auf rund 3.200 Quadratmetern. Es ist der neunte offizielle Hundepark der Metropole – ein Zeichen dafür, dass Bangkok nicht nur für Menschen, sondern auch für ihre treuen Begleiter immer lebenswerter wird.

Mit der Eröffnung der Grünbrücke im Mai rückt die Vision eines vernetzten, grünen Bangkoks in greifbare Nähe. Die Stadt beweist damit, dass Mobilität nicht immer vier Räder und einen Motor braucht.

 

Redaktion STIN --> Austria // Thailand

Von stin

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