In einer koordinierten Aktion haben thailändische Behörden eine internationale Schule im Bangkoker Stadtteil Prawet ausgehoben, die über ein Jahr lang völlig am Gesetz vorbei operierte. Was nach außen hin wie eine renommierte Bildungseinrichtung für Kindergarten- und Grundschulkinder wirkte, entpuppte sich bei der Inspektion als illegaler Betrieb ohne jegliche staatliche Lizenz.

Zugriff im Klassenzimmer

Ermittler der Einwanderungspolizei, Beamte der Kriminalpolizei Prawet und Vertreter des Arbeitsministeriums stürmten das Gelände, nachdem besorgte Hinweise über Unregelmäßigkeiten eingegangen waren. Vor Ort bot sich den Beamten ein explosives Bild: Während über 100 Schüler in den Räumlichkeiten unterrichtet wurden, fehlte von einer offiziellen Betriebserlaubnis jede Spur.

Im Zuge der Razzia klickten bei zehn ausländischen Lehrkräften und Mitarbeitern die Handschellen. Die Festgenommenen – Staatsangehörige aus Indien, Bangladesch, Pakistan und Nigeria – besaßen laut Behördenangaben keinerlei gültige Arbeitsgenehmigungen für Thailand. Sie wurden umgehend zur weiteren Bearbeitung in die Polizeistation Prawet abgeführt.


Ein Jahr unter dem Radar

Besonders brisant: Die Schule war kein kurzfristiges Provisorium. Seit mehr als zwölf Monaten wurden dort Kinder unterrichtet, Zeugnisse ausgestellt und Schulgelder kassiert – alles ohne die notwendige Überwachung durch das Bildungsministerium.

Generalmajor Prasat Khemaprasit, Kommandeur der 1. Abteilung der Einwanderungsbehörde, richtete nach dem Einsatz eine eindringliche Warnung an die Öffentlichkeit:

„Dieser Fall muss Eltern als mahnendes Beispiel dienen. Schulen, die ohne Genehmigung arbeiten, riskieren jederzeit die sofortige Schließung. Das hat fatale Folgen für die Ausbildung und die rechtliche Anerkennung der Zeugnisse der Kinder.“

Appell an die Wachsamkeit der Eltern

Die Behörden raten Eltern dringend dazu, vor der Anmeldung ihres Kindes die Lizenzierung einer Schule direkt beim Bildungsministerium zu verifizieren. Ein schillerndes Logo und internationale Lehrkräfte seien kein Garant für Rechtmäßigkeit.

Die Einwanderungsbehörde betonte zudem, dass die Beschäftigung ausländischer Fachkräfte strikten Regeln unterliegt – inklusive spezifischer Visa und lokaler Arbeitserlaubnisse. Um den Druck auf illegale Betriebe zu erhöhen, bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe:

  • Polizei-Hotline: 1599

  • Einwanderungsbehörde: 1178 (beide Nummern rund um die Uhr erreichbar)

Für die 100 betroffenen Schüler der Schule in Prawet bleibt die Zukunft vorerst ungewiss, während die Ermittlungen gegen die Hintermänner der „Phantom-Schule“ auf Hochtouren laufen.

 

Redaktion STIN --> Austria // Thailand

Von stin

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2 Comments
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berndgrimm
berndgrimm
5 Monate vor

12 Monate hat man ermittelt, dann gab es kein Tee Geld mehr und man hat so getan als würde man handeln.
Äußerst unglaubwürdig, so wie fast Alles was STIN hier kolportiert.
Ich habe fast 10 Jahre in Prawet gelebt und kenne mich dort etwas aus.
Es gibt am Ende des Chalermprakiat Rama 9 eine renommierte International School , die Charter International School.
Auch jede International School in TH gehört mehrheitlich Thai.
Ohne diese erhält man garkeine Lizenz.Die 3 Töchter unserer Freunde gingen ein paar Jahre zur Charter International School.
Ich war dort auch mal zu Schulveranstaltungen/-festen.
Für mich sieht die Story wie folgt aus:
Es hat jemand versucht die Eltern anzusprechen welche die hohen Schulgebühren der Charter International nicht zahlen können/wollen.
Dafür spricht auch die Anheuerung von illegalem Lehrern aus Indien und Afrika.Soetwas ist nur Thai möglich weil nur die die notwendigen Beziehungen zu den jeweiligen Behörden haben.Das kann ein Ausländer nur mit viel Korruptionsgeld erreichen. Dann rechnet sich die Schule nicht mehr.Eine Schule mit 100 Schülern fällt auch in Prawet auf.
Die Polizeistation Prawet habe ich früher schon kritisiert weil damals in der Chalermprakiat Soi 14 einer der größten Drogenhandelsplätze BKK’s war.
Die Soi 14 liegt genau auf der Grenze zwischen den Polizeibezirken Prawet und Udom Suk.

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