Bangkok, 3. April 2026 – Autofahrer in Thailand müssen heute tief in die Tasche greifen. In einer koordinierten Aktion haben die führenden thailändischen Energie-Riesen OR (PTT Oil and Retail Business Plc) und die Bangchak Corporation Plc (BCP) die Kraftstoffpreise massiv angehoben. Während Besitzer von Benzinern noch vergleichsweise glimpflich davonkommen, trifft es die Logistikbranche und Pendler mit Dieselfahrzeugen mit voller Wucht.
Die nackten Zahlen des Preissprungs
Die Erhöhung, die seit den frühen Morgenstunden an den Tankstellen im ganzen Land wirksam ist, spaltet sich wie folgt auf:
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Benzin und Gasohol (95/91, E20, E85): Ein Plus von 0,70 Baht pro Liter.
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Standard-Diesel: Ein drastischer Aufschlag von 3,50 Baht pro Liter.
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Premium-Diesel: Hier klettert der Preis sogar um 4,00 Baht pro Liter nach oben.
Thailand im regionalen Vergleich: Wo steht das Königreich?
Angesichts dieser Teuerung stellt sich die brisante Frage: Wie steht Thailand im Vergleich zu seinen Nachbarn in Südostasien da? Aktuelle Daten des Büros für Energiepolitik und -planung (EPPO) vom 2. April 2026 zeichnen ein klares Bild – Thailand bewegt sich im soliden Mittelfeld der ASEAN-Staaten.
Das Benzin-Ranking (Baht/Liter)
Während Singapur mit fast astronomischen Preisen die Liste anführt, bleibt Thailand moderat:
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Singapur: 86,16
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Myanmar: 77,36
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Laos: 61,55 …
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Thailand: 43,25 …
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Brunei: 13,46 (Spitzenreiter bei Günstig-Sprit)
Das Diesel-Ranking (Baht/Liter)
Trotz des aktuellen Preissprungs bleibt Thailand beim Diesel wettbewerbsfähig, liegt aber Kopf an Kopf mit Vietnam:
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Singapur: 107,20
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Philippinen: 70,62 …
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Thailand: 44,24
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Vietnam: 44,16 …
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Brunei: 7,87
Warum die Preise so stark divergieren
Die enormen Preisunterschiede innerhalb der ASEAN-Region sind kein Zufall. Laut EPPO sind dafür vor allem hausgemachte politische und wirtschaftliche Faktoren verantwortlich:
„Die Zapfsäulenpreise hängen maßgeblich von den jeweiligen nationalen Steuerstrukturen und den Mechanismen der staatlichen Fonds ab“, so ein Sprecher des EPPO.
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Subventionen: Viele Nachbarländer stützen die Kraftstoffpreise weiterhin massiv aus Staatsmitteln, um die Inflation zu dämpfen.
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Der thailändische Weg: Thailand nutzt gezielt den Öl- und Treibstofffonds, um den Konsum von Gasohol (einer Mischung aus Benzin und Ethanol) zu fördern. Dies erklärt, warum Gasohol an thailändischen Tankstellen konsequent günstiger angeboten wird als reines Benzin.
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Währungsfaktoren: Die Vergleichsberechnungen basieren auf den Referenzkursen vom 2. April 2026, wobei für Länder wie Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam internationale Marktreferenzkurse herangezogen wurden.
Für die thailändische Wirtschaft bedeutet der heutige Sprung beim Dieselpreis eine Herausforderung, da Transportkosten unmittelbar in die Verbraucherpreise einfließen könnten. Ob die Regierung mit weiteren Maßnahmen aus dem Energiefonds gegensteuern wird, bleibt abzuwarten.