Bangkok – Während Thailand sich auf das feuchtfröhliche Songkran-Fest vorbereitet, braut sich politisch ein strenger Sparkurs zusammen. Premierminister Anutin Charnvirakul verkündete heute einschneidende Maßnahmen, die das öffentliche Leben nach den Feiertagen spürbar verändern werden: Ab dem 20. April bleiben Tankstellen landesweit zwischen 22:00 und 05:00 Uhr geschlossen. Es ist der drastische Versuch einer Regierung, die Kontrolle über eine eskalierende Energiebilanz zurückzugewinnen.


Notverordnung und leere Straßen

Die geopolitischen Erschütterungen im Nahen Osten erreichen nun die thailändischen Zapfsäulen. Da das Königreich rund 50 % seines Energiebedarfs aus der Krisenregion importiert, sieht sich die Führung gezwungen, zu juristischen schweren Geschützen zu greifen. Vizepremierminister Pakorn Nilprapunt bestätigte, dass Anutin die Anwendung der Notverordnung von 1973 genehmigt hat. Dieses Gesetz erlaubt es der Regierung, tiefgreifend in den Markt einzugreifen, um eine drohende Brennstoffknappheit abzuwenden.

Neben den nächtlichen Schließungen setzt die Regierung auf eine massive Reduzierung des Pendelverkehrs:

  • Homeoffice-Mandat: Beamte können ab sofort auf Fernarbeit umstellen.

  • State-Initiative: Ein „Work-from-anywhere“-Programm soll den nationalen Treibstoffverbrauch durch weniger Staus und Fahrten drastisch senken.


Der Kampf um die Preisformel

Hinter den Kulissen wächst der Druck auf die Industrie. Energieminister Akanat Promphan hat für heute die Vertreter der Raffinerien einbestellt. Das Ziel: Eine erzwungene Senkung der Raffineriemargen. Die Regierung vermutet „künstlich aufgeblähte“ Kostenblöcke in der aktuellen Preisstruktur, insbesondere bei Versicherungs- und Transportpauschalen.

Vizepremierminister und Finanzminister Ekniti Nitithanprapas leitet derweil eine Taskforce, die eine sofortige Senkung der Verbrauchssteuern prüft. „Wir müssen die Angemessenheit dieser Kosten bestätigen, bevor wir ein formelles Mandat erteilen“, so Nilprapunt.


Ein „dreigleisiger Schutzwall“ für die Bürger

Anutin Charnvirakul fand bei der Bekanntgabe ungewohnt deutliche Worte. Er sprach von Angriffen auf die globale Infrastruktur, deren Folgen auch bei einem sofortigen Ende der Kämpfe noch lange spürbar blieben.

„Wir müssen unsere Lebensweise an diese Realität anpassen. Nationaler Zusammenhalt ist in diesen schwierigen Zeiten unser wichtigstes soziales Kapital.“

Um den sozialen Frieden zu wahren, plant das Kabinett eine dreigleisige Strategie:

  1. Haushalts-Disziplin: Nicht notwendige Staatsausgaben werden gestrichen und direkt in Hilfsprogramme umgeleitet.

  2. Strukturreform: Eine komplette Überarbeitung der Preismechanismen für Strom und Treibstoff soll Haushalte entlasten.

  3. Wirtschaftsspritzen: Die Neuauflage des „Khon La Khrueng Plus“-Programms (Halb-und-Halb) sowie zinsgünstige Kredite für Landwirte und den Mittelstand sollen den drohenden Abschwung abfedern.

Thailand bereitet sich auf eine Zeit der kollektiven Opfer vor. Mit der Transparenzoffensive hofft die Regierung, die Bevölkerung für den harten Sparkurs zu gewinnen, bevor die Lichter an den Tankstellen Ende April zum ersten Mal pünktlich um 22 Uhr ausgehen.

 

STIN // AI

Von stin

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest

6 Comments
Älteste
Neueste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
berndgrimm
berndgrimm
10 Tage vor

Na , da hat STIN aber seinem Lieblings Machthaber eine schöne Büttenrede geschrieben.Dabei ist Karneval schon längst vorbei und der 1.April auch.
Nein , leider ist der Blödsinn kein schlechter Witz sondern ernst gemeint.
Der selbstgewählte Möchtegern Staatsmann hat sich wohl zuviel Botox in seine Hackfresse spritzen lassen.Jetzt ist er auf den Ausläufen ausgerutscht und leidet an Burn Out (6666)
Da hilft nur Eines: Zurücktreten und Platz für einen wirklich gewählten PM machen.In der Zwischenzeit kann Paetongtarn ja weitermachen denn der Kambodscha Krieg hat sich ja erledigt weil die Deppen hier einen noch größeren Deppen gefunden haben der sie beim Schiffe versenken in der Straße von Hormus mitspielen läßt.
Natürlich als Opfer.Ihre Lieblingsrolle.

berndgrimm
berndgrimm
7 Tage vor
Antwort auf  stin

Ja natürlich Cha Takkay , jeden Morgen über einen Liter.
Das ist etwas Anderes als LEO welches sich STIN reinkippte
bevor er seine Prawda schrieb.Es ist Lemongrass Tee.
Heute trinkt er Puntigamer Bier aus der Steiermark .Dies ist eine Marke der österrreichischen Brau Union welche Heineken gehört.
Jeder der sich in TH etwas auskennt weiß wie und weshalb Politikverbot in TH gehandhabt wird. Da kann die Regimepropaganda noch soviel Unwahres schreiben.

Zuletzt bearbeitet am 7 Tage vor von berndgrimm
berndgrimm
berndgrimm
6 Tage vor
Antwort auf  stin

Wenn STIN den Knoten den er durch die Verdrehung der Realität gemacht hat wieder auflösen müßte hätte er viel zu tun. Er schreibt eben für Leute die die Realität in TH nicht interessiert weil sie dem Gesülze über TH im Sonnenklar TV glauben.
Thaksin hat mal angeblich einen Richter bestochen , wirklichen Einfluß auf die Gerichte hat er nie gehabt.
Die haben seine Gegner denen STIN hier immer nach dem Gusto schreibt.
Nein , auch Prayuth und Anutin als sogenannte Politiker haben keinen wirklichen Einfluß weil auch sie nur Strohmänner und Marionetten sind.

xxxxx –> LM 112

{title}
WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com