KRABI – Der ungewohnte Lärm schwerer Triebwerke über der idyllischen Andamanenküste hat die Bevölkerung von Krabi in Unruhe versetzt. Wo normalerweise Touristenjets landen, dominiert seit Tagen das Grau von US-Militärmaschinen das Rollfeld. Angesichts wilder Spekulationen über eine dauerhafte Stationierung sah sich die thailändische Luftwaffe nun zu einer klaren Stellungnahme gezwungen.

Mysteriöser Flugbetrieb rund um die Uhr

C-130-Transportmaschinen, markante MV-22 Osprey-Wandelflugzeuge und H-60 Seahawk-Hubschrauber: Die Liste der gesichteten Militärgüter auf dem internationalen Flughafen Krabi ist lang. Dass diese Einheiten teils im 24-Stunden-Betrieb operieren, befeuerte in den sozialen Medien und unter Anwohnern die Angst vor einer geopolitischen Eskalation. Viele befürchteten, die USA könnten im Geheimen einen neuen Militärstützpunkt an Thailands strategisch wichtiger Westküste errichten.

„Kein Bezug zum Nahen Osten“

Air Marshal Chakkrit Thammavichai, Sprecher der Königlich Thailändischen Luftwaffe, trat den Gerüchten am Mittwoch entschieden entgegen. Die verstärkte Präsenz sei weder der Vorbote einer dauerhaften Basis noch eine Reaktion auf die aktuellen globalen Krisenherde.

„Diese Aktivitäten stehen in keinerlei Zusammenhang mit den aktuellen Spannungen oder Konflikten im Nahen Osten“, betonte Chakkrit.

Vielmehr handele es sich um routinemäßige Personalrotationen und wichtige medizinische Evakuierungsmissionen (MEDEVAC). Die Flüge seien Teil der langjährigen Sicherheitskooperation zwischen den USA und Thailand und hätten einen rein logistischen Hintergrund.

Alles nach Protokoll

Um die Gemüter weiter zu beruhigen, unterstrich die Luftwaffe, dass für jede Bewegung eine offizielle diplomatische Genehmigung vorliege. Nichts geschehe ohne das Wissen oder die Zustimmung der thailändischen Behörden.

  • Diplomatische Wege: Die US-Seite hat alle vorgesehenen Kanäle ordnungsgemäß genutzt.

  • Koordination: Es findet ein enger Austausch zwischen dem Militär, den lokalen Sicherheitskräften und der Flughafenleitung statt.

  • Sicherheit: Laut Chakkrit wurde sichergestellt, dass weder die öffentliche Sicherheit noch der reguläre zivile Flugbetrieb durch die Manöver beeinträchtigt werden.

Trotz der offiziellen Entwarnung bleibt die Präsenz der US-Streitkräfte in der Urlaubsregion ein seltener Anblick. Die Luftwaffe appelliert an die Bürger, besonnen zu bleiben und die Operationen als das zu betrachten, was sie laut Protokoll sind: ein eingespielter Teil der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit.

 

STIN // AI

Von stin

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