PHUKET – Der Morgen im Bezirk Kathu begann für Boran Kesen nicht mit dem gewohnten Blick auf die thailändische Tropenidylle, sondern mit dem Klicken von Handschellen. In einer koordinierten Razzia haben thailändische Einwanderungsbehörden einen der meistgesuchten schwedischen Flüchtigen gefasst. Der 50-Jährige, der enge Verbindungen zum organisierten Verbrechen in Skandinavien haben soll, wurde direkt in seinem Bett überrascht.

Ein Mordfall und die Rote Notiz von Interpol

Boran Kesen stand bereits seit Längerem im Visier der internationalen Fahnder. Gegen ihn lag eine Interpol-Red-Notice (A-3951/3-2026) vor. Der Kern der Vorwürfe wiegt schwer: Die schwedische Justiz bringt ihn mit einem brutalen Tötungsdelikt in Verbindung, das sich am 17. September 2020 im Stockholmer Stadtteil Årsta ereignete.

Die Ermittler sind überzeugt, dass Kesen nicht nur in den Mord verwickelt ist, sondern auch eine zentrale Rolle in einem transnationalen Verbrechersyndikat spielt. Neben dem Tötungsdelikt werden ihm schwere Verstöße gegen das Waffenrecht sowie großangelegter Drogenhandel zur Last gelegt. Das Netzwerk, dem er angehören soll, operiert laut Polizeiberichten nach mafiaähnlichen Strukturen über Landesgrenzen hinweg.

Die Falle schnappte in der „Overstay“-Falle zu

Kesens Fluchtroute führte ihn Anfang des Jahres nach Südostasien. Am 4. Januar passierte er den Grenzübergang Khuan Don in der Provinz Satun. Zunächst nutzte er die legale Schiene: Eine 60-tägige visumfreie Einreise, die er später bis zum 3. April verlängerte. Doch als die Frist verstrich und Kesen untertauchte, lieferte er den thailändischen Behörden den entscheidenden Hebel für den Zugriff.

Unter der Leitung von Polizeigeneralmajor Chutharet Yingyongdamrongsakul intensivierte die Einwanderungsbehörde der Region 6 die Überwachung. In Zusammenarbeit mit dem nordischen Polizeiverbindungsbüro wurde Kesens Aufenthaltsort in einer luxuriösen Wohnanlage in Kathu lokalisiert. Am vergangenen Donnerstag, dem 9. April, erfolgte schließlich der Zugriff. Unterstützt durch die Hausverwaltung drangen die Beamten in das Apartment ein und nahmen den sichtlich überraschten Schweden widerstandslos fest.

Teil einer landesweiten Säuberungsaktion

Die Festnahme Kesens ist kein isolierter Erfolg, sondern Teil einer massiven thailändischen Offensive gegen internationale Kriminelle, die das „Land des Lächelns“ als Versteck missbrauchen. Die Provinzpolizei von Phuket betonte, dass die Kampagne gezielt auf ausländische Staatsangehörige mit krimineller Energie ausgerichtet ist. Die Bilanz der letzten Wochen liest sich wie ein „Who-is-Who“ der internationalen Fahndungslisten:

  • Ein australischer Drogenbaron wurde in Bangkok gefasst.

  • In Pathum Thani ging den Fahndern ein südkoreanischer Millionen-Betrüger ins Netz (Schadenssumme: 355 Millionen Baht).

  • Zwei chinesische Staatsbürger wurden wegen Anlagebetrugs in Höhe von insgesamt über 500 Millionen Baht in Khon Kaen und Phuket festgenommen.

Wie geht es weiter?

Für Boran Kesen ist der thailändische Traum endgültig vorbei. Aktuell befindet er sich in Phuket in Haft. Bevor er jedoch den schwedischen Behörden übergeben wird, muss er sich in Thailand für seinen illegalen Aufenthalt (Overstay) verantworten.

Sobald die thailändischen Mühlen der Justiz gemahlen haben, folgt die Abschiebung nach Stockholm. Dort wartet bereits ein umfangreiches Dossier auf ihn, das ihn für Jahre hinter Gitter bringen könnte. Die thailändischen Behörden unterstrichen derweil ihre Entschlossenheit: Thailand soll kein sicherer Hafen mehr für die globale Unterwelt sein.

 

STIN // AI

Von stin

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berndgrimm
berndgrimm
1 Monat vor

Eine schöne typische STIN Story.Die heroische thailändische Polizei und ihre Abteilung Immigration (demnächst wohl Remigration) In angeblicher Zusammenarbeit mit einem gefakten Interpol T-Shirt.
Ach wie schön ist doch STIN’s Thailand in Kärnten!

Hier meine Gegendarstellung aus der Realität!
Zunächst mal habe ich genausowenig Ahnung was wirklich passiert ist wie STIN oder die KI.
Trotzdem schreibe ich meine Meinung hier:
Dieser Verbrecher lebte hier im Paradies bis sein Schmiergeld alle war.
Dann wurde er hopsgenommen weil man ihn als Erfolgsmodell für die eigene Arbeit brauchte.
Kein Verbrecher ist ohne mitwirken und mitkassieren thailändischer Behörden oder deren Chefs, Sous-Chefs oder wenigstens Oberkellner im Land des Grinsens.
Sollte er durch Ermittler gefunden worden sein , so waren dies höchstwahrscheinlich ausländische Ermittler.
Ja , nachdem der von Prayuth und Anutin verstreute Ausländerhaß in der arbeitenden Bevölkerung TH nicht so ankam steigerte man sich in einen Blutrausch und läuft Amok gegen die bösen Ausländer im unschuldigen Paradies.
Auf jeden ausländischen Verbrecher in TH koommen mindestens 3 Thai die an ihm verdienen und ähnlich schuldig sind.
Sei es als Vermieter , Immigrator oder gar Chef und Auftraggeber.
Wenn es wie STIN behauptet in TH eine Polizei geben würde die auch wirkliche Polizeiarbeit macht so wären die Zahlen schon lange gefallen.
Die kriminellen Einkommen aber auch.Man muß nur die richtigen Prioritäten setzen.

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Zuletzt bearbeitet am 1 Monat vor von berndgrimm
berndgrimm
berndgrimm
1 Monat vor
Antwort auf  berndgrimm

Eigentlich wollte ich diesen Artikel von Heute aus der BP noch unterbringen.
Hier geht es um die 60 Tage Visafreiheit für Touris aus bestimmten Ländern.

What are Thailand’s visa changes really about?

Length of stay in the country has little to do with degree of abuse or criminality

Please credit and share this article with others using this link: https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/3235260/what-are-thailands-visa-changes-really-about. View our policies at http://goo.gl/9HgTd and http://goo.gl/ou6Ip. © Bangkok Post PCL. All rights reserved.

https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/3235260/what-are-thailands-visa-changes-really-about

Ich bitte den ganzen Artikel und auch die Kommentare dazu durchzulesen.
Meine Meinung dazu:
Wenn die visafreie Zeit auf 60 Tage verlängert würde dann würde selbst ich lieber auf ein Visum verzichten, von April bis Juli in Europa bleiben und einmal einen Visa Run nach Luang Prabang oder Penang machen.
Obwohl ich auf unserer Immi in Sie Racha immer schnell abgefertigt und gut behandelt werde.Ich flüchte ja nicht vor den Arbeitsbienen sondern vor ihren Chefzerstäubern.

berndgrimm
berndgrimm
1 Monat vor
Antwort auf  stin

STIN verdreht mal wieder solange bis es in seine Propaganda paßt.
Ja , ein Interpol T-Shirt zu machen ist einfacher als eine Interpol Red Notice aufzusetzen oder überhaupt mal Polizeiarbeit zu machen.
Wenn die RTP „ermittelt“ dan geht es nicht um Recht und Gesetz sondern ums abkassieren von Korruptionsgeld.
Ich habe vor einigen Jahren bei der luxemburger Polizei mal Auszüge einer Europol Beurteilung der RTP gezeigt bekommen.
Die Beamten wollten wissen ob es wirklich so schlecht ist weil ich ja schon viele Jahre in TH lebte.
Ich war erstaunt wie nah der Bericht an der Realität war.

Wenn ein Krimineller auf der Flucht ist so steht er bei Interpol auf der Liste.Für die RTP ist nur interessant wieviel er bereit ist abzudrücken um im Lande bleiben zu dürfen. Wenn dies zu wenig ist oder anderweitige Interessen bestehen wird er ausgeliefert.

berndgrimm
berndgrimm
24 Tage vor
Antwort auf  stin

STIN setzt darauf daß er genug Leser findet die ihm in seiner Aversion gegen mich zustimmen und selber keine eigenen Erfahrungen in TH haben.
Niemand würde sich freiwillig und von selber an die RTP wenden.
Keine Angst , die melden sich schon wenn es was zu kassieren gibt.
Ob jemand auf der Flucht ist, ist den Leuten egal. Hauptsache er will sich verstecken.
Leider läuft eine ausländische Fahndung nicht so ab wie in STIN’s Propaganda.Wenn ein ausländischer Krimineller bekannt wird dann versucht man erstmal selber zu kassieren.Erst wenn das Geld Alle ist oder aus propagandistischen Gründen wird ausgeliefert.
So tun als ob. Ermittelt wird hier nur von ausländischen Ermittlern
die aber zu einer Festnahme die RTP brauchen.Diese hängt sich dann selber die Lorbeeren an.

berndgrimm
berndgrimm
23 Tage vor
Antwort auf  stin

Es ist durchaus möglich daß STIN sein Geschreibsel wirklich glaubt. Aber er ist seit über 7 Jahren aus TH weg und seine angeblich eigene Polizeierfahrung stammt aus den 90er Jahren.Wer selber in TH lebt und Augen und Ohren aufsperrt hat ganz andere Erfahrungen.Ein T-Shirt mit der Aufschrift INTERPOL ist genauso wie ein T-Shirt mit dem Logo von FC Liverpool , Man City etc. So tun als ob.
Und Interpol Thailand ist nur ein Büro welches sich gerne einmischt um die Erfolge anderer abzugreifen und die Loorbeeren sich selber anzuheften.
Nice job if you can get it.
https://www.interpol.int/en/Who-we-are/Member-countries/Asia-South-Pacific/THAILAND

berndgrimm
berndgrimm
23 Tage vor
Antwort auf  berndgrimm

CSI Thailand ist eine Software Firma .
https://www.csigroups.com/
So tun als ob ist auch STIN’s Motto.

berndgrimm
berndgrimm
20 Tage vor
Antwort auf  stin

CSI Thailand gibt es nicht.STIN schaut zu viel Fernsehen.
Wenn es eine CSI in Thailand geben würde so wäre sie unter der DSI.Ist sie aber nicht.Siehe:
https://en.wikipedia.org/wiki/Department_of_Special_Investigation

Natürlich gibt es in TH viele Behörden mit großkotzigen Namen die im Inneren praktisch hohl sind.
Deshalb läuft hier ja Alles so gut.
Eine CSI Thailand gibt es nicht aber ich könnte ja ein Buch darüber schreiben.Wäre bestimmt lustig.

Nein ,ich tu nicht so als hätte ich Erfahrung in TH sondern ich berichte aus meinen Erfahrungen in 18 Jahren permanent und 22 Jahren impertinent TH.
Im Gegensatz zum Allesbesserwisser STIN lebe ich aber noch in TH und habe es nicht nötig Propagandamärchen zu schreiben.

TH ist wie es ist , und noch ist es gut für mich , wenn nicht mehr dann muß ich eben weg.
Also die Damen in unserer Immi die die Arbeit machen haben dies jedenfalls verstanden.

Zuletzt bearbeitet am 20 Tage vor von berndgrimm
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