BANGKOK – Es ist ein leises Sterben in einer Branche, die einst als Rückgrat der thailändischen Mittelschicht galt. In diesem Jahr sieht sich der private Bildungssektor des Königreichs mit einer beispiellosen Schließungswelle konfrontiert. Wo früher Kinderlachen und reger Schulbetrieb herrschten, rücken nun die Insolvenzverwalter an. Experten prognostizieren, dass bis zu 80 Einrichtungen noch in diesem Jahr ihre Tore endgültig schließen werden – ein dramatischer Anstieg gegenüber dem langjährigen Durchschnitt.

Ein perfekter Sturm aus Kosten und Konkurrenz

Supaset Khanakul, Präsident des Verbandes zur Koordinierung und Förderung privater Bildungseinrichtungen (APPE), zeichnet ein düsteres Bild der Lage. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Während in normalen Jahren zwischen 30 und 50 Schulen aufgeben mussten, ist die Quote nun auf 70 bis 80 hochgeschnellt. Besonders die Metropole Bangkok ist von diesem strukturellen Beben betroffen.

Die Gründe für das Massensterben sind vielfältig und wirken wie ein toxisches Gemisch auf die Bilanzen der Betreiber:

  • Explodierende Betriebskosten: Vor allem die Treibstoffpreise machen den Schulen zu schaffen, da der Schülertransport ein essenzieller, aber kaum noch finanzierbarer Service ist.

  • Der „Staats-Faktor“: Staatliche Schulen rüsten massiv auf. Durch eine Lockerung der Zulassungsregeln und die Ausweitung der Klassengrößen von 40 auf bis zu 44 Schüler saugen öffentliche Einrichtungen den Markt regelrecht leer.

  • Immobilien-Druck: In den Ballungszentren treiben die Grundstückspreise die Schulen in die Enge. „Manche Schulen, ob groß oder klein, können einfach nicht weitergeführt werden“, so Khanakul. Oft ist die kommerzielle Nutzung des Grundstücks lukrativer als der Betrieb einer Bildungseinrichtung.

Zwischen Luxus-Campus und staatlicher Dominanz

Während traditionelle Privatschulen um ihre Existenz kämpfen, verändert sich die Bildungslandschaft an beiden Enden des Spektrums. Am oberen Ende boomen internationale Schulen. Wer es sich leisten kann, investiert in eine globale Ausbildung. Auf der anderen Seite bieten staatliche Schulen immer häufiger Spezialprogramme an, die preislich zwischen 60.000 und 70.000 Baht pro Trimester liegen – eine direkte und oft überlegene Konkurrenz für die klassische Privatschule.

Der Ruf nach Reformen

Angesichts dieser Krise wird der Ruf nach der Regierung lauter. Khanakul fordert ein Ende der finanziellen Ungleichbehandlung. Ein zentraler Streitpunkt sind die staatlichen Zuschüsse für Schulmahlzeiten, bei denen Privatschulen systematisch benachteiligt werden.

Anstatt den Schulen lediglich zu erlauben, die Gebühren für Eltern weiter zu erhöhen – was in Zeiten sinkender Einschreibungszahlen kontraproduktiv wäre – fordern Interessenvertreter eine gerechtere Budgetzuweisung. Ohne eine grundlegende Reform, so die Befürchtung, wird die Bildungslandschaft Thailands nicht nur kleiner, sondern auch einseitiger werden. Das Jahr 2026 markiert somit einen Wendepunkt: Es entscheidet sich, ob die private Bildung in Thailand eine Zukunft hat oder zum Relikt einer vergangenen Ära wird.

 

STIN // AI

Von stin

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berndgrimm
berndgrimm
27 Tage vor

Sawat di pimai nachträglich! Soviel Zeit muß sein!
Da hat STIN wieder einen gelassen…..
Die Kosten belasten wohl auch STIN stark , denn heute morgen war seine Prawda vom Netz.Und nittaya.at auch.
Nun zur Sache.
Ich habe nur Erfahrung mit den privaten International Schools in TH.
Unsere Freunde hatten alle ihre 3 Töchter auf 2 verschiedenen IS.
Und eine haben wir gemeinsam besichtigt.Die angeblich Beste aber auf jeden Fall die Teuerste in der Nähe des Familienbades.
Die Preise lagen zwischen 8.000 und 30.000THB pro Monat und Kopf.
Was bekam man dafür ? Meist ganz gute Einrichtungen , nette ausländische Lehrer(-innen) aber keinen international anerkannten Abschluß.
Die beiden älteren Töchter meiner Freunde haben ihr Abi in einer staatlichen Schule in England gemacht weil die mehr IBC Punkte hatte als die International Schools in TH. Die Jüngste macht ihr Abi in D weil sie dort studieren und arbeiten will.An einer staatlichen Schule.
Ich war von den internationalen Schulen in TH begeistert weil sie so viele Einrichtungen haben. Swimming Pool ,Überdachtes Fußball/Basketball/Volleyball/Hockey Feld,ansehliche Chearleader und viele Schulfeste,Ausflüge etc
Aber wie ist die Kosten/Nutzen Relation ?
Unsere Freunde mußten nur für 2 ihrer 3 Töchter bezahlen. Die dritte war gratis.Trotzdem sind 30.000 THB pro Monat viel Geld für einen Expat in TH.
Dazu kam noch die Veranstaltungen und Ausflüge.
Da wurde schnell mal für 60.000 THB pro Kopf nach Japan zum Schifahren geflogen.Die meisten Schüler sind Thai , dann kamen Chinesen und Inder und erst dann die Farang.Die Japaner haben eigene Schulen in TH
Meine Freunde arbeiteten beide als Uni Professoren , konnten sich diese Privatschulen nur leisten weil sie geerbt hatten.
Unsere Ziehtöchter gingen beide auf eine staatliche Schule aber meine Frau mußte jährlich so 25-50.000 THB als Teegeld an die Lehrer abdrücken.
Wenn die Kosten/Nutzen Relation nicht stimmt kann man nicht mehr soviel verkaufen.Das müssen die Edelthai erst noch begreifen.
Auch die International Schools gehören Thai.

berndgrimm
berndgrimm
26 Tage vor
Antwort auf  stin

Aha, der Server hat also das Biodiesel nicht vertragen.

Na ja ,wenn STIN etwas gut kann so ist es mit viel Getoese an der thailaendischen Realitaet vorbeizuschreiben.
Auch er wird sicherlich Teegeld z.B. in Form von ueberteuerten Schuluniformen bezahlt haben.
Na klar sind die Thai Direktoren nur als Mitkassierer dabei und tun selber nix.
Also deutsche/schweizer Schulen in TH kenne ich nicht naeher.
Die meisten international schools arbeiten nach britischem Curriculum und haben Patenschulen in England oder Australien.
Natuerlich werden die Abschluesse anerkannt aber sie sind eben nicht soviele IBC Punkte Wert wie ein Abschluss z.B. an einer staatlichen Schule in England.Deshalb haben die Toechter unserer Freunde auch ihren Abschluss in England gemacht , bzw werden ihr Abitur in D machen.
Unsere aeltere Ziehtochter war fuer thailaendische Verhaeltnisse hochbegabt und war an einer staatlichen Schule fuer Hochbegabte.
Dafuer hatte die Mutter meiner Frau gesorgt die selber ja mal Lehrerin war.
Unsere juengere Ziehtochter ist lieb aber keineswegs hochbegabt.
Sie kam trotzdem an die gleiche Schule weil meine Frau dort Vorsitzende der PTA (Elternbeirat)war.Sie hatte auch ganz gute Noten dort.
Die beiden aelteren Toechter unserer Freunde haben ihr Highschool Diploma
summa cum laude ge macht obwohl sie grosse Probleme mit Mathe hatten.
Kann man in England aber abwaehlen.
Die Juengste gehoert zu den Besten ihres Gymnasiums in D und hat inzwischen mit Hilfe meinerseits , eines indischen Ingenieurs und ihres ersten Boyfriend in D sogar etwas Mathe gelernt.

STIN beschreibt den theoretischen Thai Dienstweg , der aber in der Praxis meist ganz anders aussieht.
Und STIN weiss das natuerlich denn er hat ja jahrelange Erfahrung in TH gesammelt.Nur passt die Realitaet eben nicht in seine Propaganda.

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