Inmitten explodierender Energiepreise und der drohenden Inflation schlägt die People’s Party (PP) Alarm: Das geplante Zuzahlungssystem der Regierung sei völlig weltfremd. Sirikanya Tansakun fordert ein Ende der bürokratischen Spielereien und verlangt stattdessen echtes Bargeld für das Volk.

Die stellvertretende Vorsitzende der Volkspartei, Sirikanya Tansakun, nimmt kein Blatt vor den Mund. Während die Regierung das Zuzahlungsprogramm „Khon La Khrueng Plus“ als wirtschaftliches Allheilmittel feiert, sieht die Finanzexpertin darin ein gefährliches Missverständnis der aktuellen Lage. „Jetzt ist nicht die Zeit für komplexe Konjunkturprogramme“, mahnt sie. „Es ist die Zeit für direkte, unbürokratische Nothilfe.“

Zu wenig, zu spät: Die Kritik an den Mini-Zuschüssen

Die jüngsten Beschlüsse der Regierung, die die Lasten des Nahost-Konflikts abfedern sollen, bezeichnet Sirikanya als Tropfen auf den heißen Stein. Besonders die Erhöhung der Sozialhilfe von 300 auf 400 Baht monatlich stößt bei ihr auf Unverständnis. Angesichts der rasant steigenden Treibstoff- und Konsumgüterpreise stehe diese minimale Anpassung in keinem Verhältnis zur Realität der Haushalte.

Zwar lobt sie punktuelle Ansätze, wie die Treibstoffzuschüsse für den Transportsektor – von Lastwagen bis hin zu Motorradtaxis –, doch auch hier schwingt Skepsis mit: „Die aktuelle Unterstützung reicht nicht einmal aus, um die regulären Fahrpreise stabil zu halten.“


Die Budget-Falle: 7,7 Milliarden Baht – aber wo landen sie?

Ein zentraler Kritikpunkt Sirikanyas ist die interne Prioritätensetzung der Regierung. Von den veranschlagten 7,7 Milliarden Baht aus dem Zentralhaushalt fließen lediglich 3 Milliarden Baht direkt in die Entlastung der Bürger. Der weitaus größere Rest versickert in internen Regierungsbedürfnissen.

„Die Menschen werden aufgefordert, die Hälfte zu zahlen, aber viele haben schlichtweg kein Geld mehr, um diesen Eigenanteil überhaupt zu leisten.“

Für Sirikanya ist klar: Ein Zuzahlungssystem wie „Khon La Khrueng Plus“ macht in einer Erholungsphase Sinn, wenn die Menschen über überschüssiges Einkommen verfügen. Doch im aktuellen Krisenmodus, in dem Familien kaum wissen, wie sie die täglichen Ausgaben decken sollen, sei dieses Modell zum Scheitern verurteilt.

Vergessene Gruppen im Fokus

Die Abgeordnete richtet den Blick zudem auf jene, die im aktuellen Diskurs oft übersehen werden:

  • Eltern: Die zum Schuljahresbeginn vor gewaltigen finanziellen Hürden stehen.

  • Kleinfischer: Deren Existenz durch die massiven Dieselpreise unmittelbar bedroht ist.

Das Fazit der Opposition: Die Regierung muss aufhören, sich hinter komplizierten Förderstrukturen zu verstecken. Während andere Nationen bereits auf direkte Cash-Injektionen setzen, um den Inflationsdruck zu mildern, verharrt man hierzulande in Modellen, die am leeren Portemonnaie der Bürger vorbeigehen. Erst wenn die Grundbedürfnisse gesichert sind, so Sirikanya, könne man wieder über Konjunkturprogramme sprechen.

 

STIN // AI

Von stin

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