TRAT – Was als nächtliche Jagd auf hoher See begann, hat sich für die Bewohner der Provinz Trat zu einer ökologischen und sanitären Katastrophe entwickelt. Ein mutmaßliches Schmugglerschiff ist vor der Küste des Bezirks Khlong Yai verunglückt und hat eine Ladung hinterlassen, die nun einen ganzen Landstrich in Atem hält – im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Flucht, die im Fiasko endete

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler nahm das Unheil seinen Lauf, als ein kleines, schwer beladenes Fischerboot in das Visier einer maritimen Sicherheitspatrouille geriet. Anstatt beizudrehen, lieferten sich die Kapitäne ein riskantes Manöver. In dem verzweifelten Versuch, den Beamten zu entkommen, verlor die Besatzung bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle. Das Schiff raste ungebremst auf ein Riff zu und zerschellte an den schroffen Felsen.

An Bord befand sich offenbar heiße Ware: Rund zwei Tonnen unversteuerte Lebensmittel, primär frisches Hühnerfleisch und Fisch, die für den Schwarzmarkt im benachbarten Ausland bestimmt waren. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die gesamte Frist in den Ozean geschleudert, während das Wrack in den Fluten versank.

Zehn Kilometer Verwesung: Ein Dorf im Ausnahmezustand

Seit dem Vorfall ist die idyllische Küstenlinie von Ban Khlong Makham nicht mehr wiederzuerkennen. Die tropische Hitze hat das Meerwasser in eine biologische Zeitbombe verwandelt. Tonnenweise verwesendes Fleisch wurde an die Strände gespült und sorgt seither für einen bestialischen Gestank, der mittlerweile über fünf Dörfer hinwegzieht.

Selbst das Khlong Yai Krankenhaus blieb von der Geruchswelle nicht verschont. Anwohner klagen über Übelkeit und tiefe Besorgnis um die öffentliche Gesundheit, während das ehemals klare Wasser durch die organischen Zerfallsprozesse massiv verschmutzt ist.

Behörden fordern Luftkissenboote zur Rettung

Die Schifffahrtsbehörden von Trat stehen vor einer logistischen Herkulesaufgabe. Da die Ladung über Kilometer verstreut in unzugänglichen Uferbereichen und im seichten Wasser vor sich hin vegetiert, reicht herkömmliches Gerät nicht aus.

„Wir benötigen dringend Unterstützung, unter anderem ein Luftkissenboot, um die Trümmer und die verrottenden Fleischmassen effektiv zu beseitigen und die Küstenumwelt wiederherzustellen“, so ein Sprecher der Einsatzkräfte vor Ort.

Fahndung nach den Hintermännern

Während die Reinigungskräfte gegen den Ekel ankämpfen, läuft die polizeiliche Suche nach dem Besitzer des Schiffes auf Hochtouren. Da die Schmuggler die Ladung und das sinkende Schiff einfach sich selbst überließen, ohne die Behörden zu warnen, drohen den Verantwortlichen nun drakonische Strafen – nicht nur wegen des Schmuggels, sondern auch wegen der massiven Umweltgefährdung und der Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung.

Die Ermittler werten derzeit letzte Signale und Zeugenaussagen aus, um das kriminelle Netzwerk hinter der „Gammelfleisch-Fahrt“ auszuheben.

 

STIN // AI

Von stin

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