KOH PHANGAN – Es sollte ein Ort des Lernens sein, doch hinter den Mauern der „Arki Kid School“ im Dorf Moo 3 verbarg sich offenbar ein illegales Bildungs-Imperium. In einer koordinierten Aktion sprengten Sicherheitskräfte am Freitagmittag eine Einrichtung, die weit über ihre Kapazitäten und Befugnisse hinaus agierte – mittendrin: fast 90 israelische Kinder.

Es ist Punkt 12:30 Uhr, als die Beamten des Kommandos für Innere Sicherheit (Isoc) das Gelände der Schule stürmen. Was sie vorfinden, sprengt den Rahmen der offiziellen Genehmigungen bei Weitem. Während die Einrichtung lediglich als kleine Kinderbetreuung für 18 Kleinkinder im Alter von zwei bis fünf Jahren lizenziert war, stießen die Ermittler auf eine regelrechte Großschule. Insgesamt 89 israelische Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren wurden vor Ort unterrichtet.

Ein Netzwerk aus Täuschung und illegaler Arbeit

Der Zugriff legte ein komplexes Geflecht aus illegaler Beschäftigung und bürokratischen Verstößen offen. Im Visier der Justiz steht die Führungsriege der Schule: Das iranische Ehepaar Aidin und Ndin Kishipoor (beide 45) sowie die 61-jährige Thailänderin Prathumthip Yu-in.

Die Vorwürfe wiegen schwer:

  • Illegaler Betrieb einer privaten, informellen Schule.

  • Beschäftigung von Ausländern ohne Arbeitserlaubnis.

  • Verstoß gegen Kinderschutzgesetze und strenge Sicherheitsvorschriften.

Das Personal der Schule glich einem internationalen Logistikzentrum: 40 Arbeiter aus Myanmar sowie zwölf Angestellte verschiedenster Nationalitäten hielten den Betrieb am Laufen. Doch die rechtliche Grundlage fehlte in den meisten Fällen. Drei Südafrikaner und ein Amerikaner wurden direkt wegen illegaler Arbeit angeklagt; eine Französin und eine Südafrikanerin müssen sich verantworten, weil sie ihren Arbeitgeber und die Art ihrer Tätigkeit nicht vorschriftsmäßig gemeldet hatten.

Hohe Gebühren, vager Lehrplan

Ein Blick auf die Website der „Arki Kid School“ offenbart die Dimension des Geschäftsmodells. Stolze 64.000 Baht (ca. 1.650 Euro) verlangte die Leitung pro Kind und Semester. Ob die Schüler dafür jedoch einen staatlich anerkannten Abschluss erhalten hätten, bleibt mehr als fraglich.

In einer fast schon poetischen Umschreibung der rechtlichen Grauzone heißt es auf der Homepage:

„Obwohl wir uns nicht strikt an einen externen Lehrplan halten, orientieren wir uns bei unserem Ansatz an internationalen Bildungsstandards, um sicherzustellen, dass unsere Schüler die gleichen Grundlagenkenntnisse erwerben wie ihre Altersgenossen.“

Brennpunkt Koh Phangan: Zwischen Tourismus und nationaler Sicherheit

Die Razzia ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis massiver Beschwerden aus der Bevölkerung. Laut Isoc zielten die Ermittlungen gezielt auf ausländische Geschäftsaktivitäten ab, die die nationale Sicherheit gefährden könnten.

Koh Phangan hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot für israelische Staatsbürger entwickelt. Schätzungsweise 2.500 Israelis haben sich dauerhaft auf der thailändischen Urlaubsinsel niedergelassen. Diese rasante Entwicklung sorgt zunehmend für Spannungen. Einheimische und Behörden beobachten den Anstieg von gesetzeswidrigen Immobilienkäufen und intransparenten Geschäftspraktiken mit wachsendem Argwohn.

Der Fall der „Arki Kid School“ markiert nun einen Wendepunkt in der Strategie der Behörden: Die Ära des Wegsehens im Insel-Paradies scheint vorerst beendet zu sein.

 

 

STIN // AI

Von stin

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berndgrimm
berndgrimm
10 Tage vor

STIN’s „Bildungs Imperium“ welches 89 israelische Kinder aus thailändischer Verblödung führen wollte wurde Anutin sei Dank
vom thailändischen ISOC vernichtet.
Die Realität: Es war eine als Kindergarten für 2-5 jährige angemeldeter Lehrbetrieb der offensichtlich über seine Verhältnisse hinaus lehrte.
Und dies mit illegalen Lehrern.
Ist in TH zwar durchaus gang und gäbe aber eben nicht für Ausländer.
Ich habe selber Errfahrungen auf diesem Gebiet gemacht.
Und das schönste: Er wurde von Iranern geleitet.Wenn das Trump erfahren hätte, er hätte Koh Phangan vernichtet um wenigstens mal einen Krieg zu gewinnen.
Ich gehe mal davon aus , daß es iranische Juden waren von denen es viele gab. Meine Patentante hatte einen iranischen Juden geheiratet und ich war deshalb auch einmal noch während der Schah Zeit im Iran.
Sie sind schon vor der islamistischen Revolution nach D geflohen.
Apropos Juden: Es fängt wieder an. 2500 Israelis haben sich auf Koh Phangan niedergelassen.So hat es in Palästina auch angefangen.
Die Juden haben von den Arabern Land gekauft und dann ihren eigenen Staat darauf aufgemacht.Wehret den Anfängen! Am Ende wird der Judenstaat auf Koh Phangan noch besser als die Thai Klitsche auf Samui.
Meine unmaßgebliche Meinung weshalb das Bildungsimperium zerstört wurde : Es floß nicht mehr genug Schmiergeld und es fiel auf das die Kinder dort wohl etwas lernten.Auch ohne Curriculum.Ich tanz gleich meinen Namen.

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