BANGKOK – Die thailändische Energiepolitik steht vor einer riskanten Kehrtwende. Angesichts prall gefüllter Lager und drohender Logistikkosten erwägt das Department of Energy Business (DOEB), das erst im März verhängte Exportverbot für raffiniertes Öl zu lockern. Doch während im Inland der Überschuss verwaltet werden muss, sorgt die geopolitische Brandlücke im Nahen Osten für anhaltende Nervosität.
Lager am Limit: Der Druck auf die Raffinerien wächst
Sarawut Kaewtathip, Generaldirektor des DOEB, zeichnete ein deutliches Bild der aktuellen Lage: Sechs inländische Ölraffinerien arbeiten derzeit mit Kapazitäten, die bereits zur Hälfte ausgelastet sind. Bleibt das Exportverbot bestehen, droht ein kostspieliger Lagerstau.
„Wenn wir die Ausfuhren nicht strategisch freigeben, werden die steigenden Lagerkosten zu einer erheblichen finanziellen Belastung für den Sektor“, warnte Sarawut.
Den Anfang soll voraussichtlich Kerosin machen. Obwohl der schwächelnde Tourismus die globale Nachfrage nach Flugkraftstoff gedämpft hat, herrscht in vielen Ländern aufgrund begrenzter Raffineriekapazitäten weiterhin ein eklatanter Mangel. Thailand sieht hier eine Chance, Druck aus dem eigenen System zu nehmen.
Ein Markt im Schatten des Iran-Konflikts
Die Vorsicht der Behörden hat einen triftigen Grund: Der Krieg im Iran. Seit Ausbruch der Feindseligkeiten gleicht die thailändische Verbrauchsstatistik einer Achterbahnfahrt.
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Die Schockwelle: Unmittelbar nach Konfliktbeginn schoss der Inlandsverbrauch in die Höhe – getrieben von der Angst vor einer Knappheit.
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Der Preisschock: Als die Weltmarktpreise infolge der Unruhen in der Straße von Hormus explodierten, brach der Konsum abrupt ein, nur um sich kurz darauf wieder auf instabilem Niveau zu fangen.
Diese Volatilität ist der Grund, warum Premierminister Anutin Charnvirakul am 6. März den harten Stopp für Benzin, Gasohol, Diesel und LPG verordnete. Einzig die Nachbarn Laos und Myanmar blieben verschont – ein diplomatisches Zugeständnis, das Thailands Abhängigkeit von laotischer Wasserkraft unterstreicht.
Die nackten Zahlen: Sicherheit trotz Defizit
Trotz der gefühlten Unsicherheit ist die Versorgungslage rein rechnerisch solide. Stand 5. Mai verfügt Thailand über Reserven, die für 104 Tage ausreichen:
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25 Tage gesetzliche Pflichtreserven
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23 Tage kommerzielle Bestände
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39 Tage Öl im Transit
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17 Tage bereits bestätigte Zukäufe
Besonders deutlich wird der Überschuss beim Diesel: Allein Anfang Mai produzierte das Land täglich 74,1 Millionen Liter, während im Inland lediglich 55,6 Millionen Liter abgesetzt wurden.
Das 63-Milliarden-Baht-Loch
Hinter der Fassade der Versorgungssicherheit klafft jedoch ein finanzieller Abgrund. Der staatliche Ölfonds, das Instrument zur Deckelung der Endverbraucherpreise, ist massiv unter Druck. Zum 5. Mai wies der Fonds ein Defizit von 63,5 Milliarden Baht aus. Besonders prekär: Jede Nacht, in der die Dieselpreise subventioniert werden, kostet den Staat weitere 78,1 Millionen Baht.
Das DOEB steht nun vor einem Drahtseilakt: Die Aufhebung des Exportverbots könnte zwar die Raffinerien entlasten und Devisen bringen, doch solange kein dauerhafter Waffenstillstand im Nahen Osten in Sicht ist, bleibt jede Entscheidung eine Wette gegen die globale Instabilität.
Redaktion STIN // CTN-Media
Also ich würde um deutsche Autofahrer werben! Wer für 5% billigeren Sprit nach Luxemburg zum Tanken fährt der fährt für 60% billigeren Sprit auch nach TH.Und macht zwischendurch Abenteuerurlaub bei den Taliban.
Aber TH soll doch angeblich ein Land der Elektromobilität werden ?
BYD und GWM kommen ganz ohne Diesel oder Benzin aus.
Vielleicht basteln die ja auch noch spezielle TH Modelle die Krach und Gestank machen.
Ich glaube nicht, dass von DE aus, jemand nach LUX fährt, um 5 % billiger zu tanken.
Es gibt aber viele, die fahren wohl von Aachen aus nach Belgien rüber, um dort den Sprit um 20 % billiger zu erhalten.
Bei einem ab 50 L Tank rentiert sich das schon, sind ja tw. nur für Aachener 2-5 km, z.B. nach Raeren.
Das müssen oft Autofahrer auch so zur nächsten Tankstelle fahren.
Ja, es boomt gewaltig.
Gegenüber 2024 sind die E-Autos um 80 % gestiegen.
Bei TukTuks sind 2026 97 % aller Neuzulassung – E-Tuktuks.
Da tut sich mehr als bei uns in DACH.
Natürlich auch wegen China, die den Markt mit Billig-Autos überschwemmen.
Man beginnt nun auch schon in AT Byd-Autos usw. zu sehen – werden mehr.
Man plant tatsächlicn in der EU, ein Motorengeräusch einzubauen, um Fußgänger zu schützen, die die
E-Autos kaum kommen hören.
TH hat kein Problem mit Auto-Smog, eher mit abgefackelten Wäldern, Gumireifen, Reisfeldern usw.
Seit 1.1.2026 hat TH die Euronorm EURO 5 verpflichtend eingeführt und setzt die auch um.
Das geht halt nicht von heute auf morgen – durch die alten Diesel-Pickups – die gar nicht mehr überprüft werden.
Warum fahren Belgier nach LUX zum tanken, wenn in B der Sprit laut STIN billiger ist.
Laut ADAC ist der Sprit immer noch in LUX billiger.
https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/ausland/spritpreise-ausland/
E-Autos sind durchaus zu hören (Antrieb,Reifen) aber werden gerade in TH von den ungewarteten Verbrennern übertönt.
Ja , ich habe in TH die angebliche Einführung der Eurunormen 2-5 miterlebt und eine komplett andere Erfahrung gemacht als STIN in Kärnten.
Ich weiß das TH das Traumland deutscher Autofahrer ist.
Billiger Sprit,keine Polizei und kein TÜV.Na und erst Recht keine Rücksicht auf Fußgänger
Das DLT hilft im Gegenteil dem Thai Autofahrer sein Auto
schneller , lauter und stinkiger zu machen.
Autofahrer Herz, was willst du mehr?
Ja, in LUX ist der Benzin nochmal etwas billiger. Aber in Belgien, mit 1,70 ca. – viel billiger als in DE mit bis zu 2,20.
Bekannte in Aachen fahren also nicht nach LUX, die Differenz ist zu klein – um fast 200km zu fahren.
Bei uns kostet der Benzin um die 1.80 – in Slowenien wäre er um 18 Cent billiger, sind um die 20 km – zahlt sich nicht aus.
Macht auch keiner.