BANGKOK – Die thailändische Regierung zieht die Zügel straff: Mit einer beispiellosen, landesweiten Kampagne gegen illegale Aktivitäten von Ausländern hat die Königlich Thailändische Polizei (RTP) eine neue Ära der Null-Toleranz-Politik eingeläutet. Unter dem martialischen Motto „Ausmerzen und Vernichten“ geht der Staat gegen ein Geflecht aus Wirtschaftskriminalität, Cybercrime und illegaler Einwanderung vor, das die nationale Sicherheit und die wirtschaftliche Basis der Einheimischen bedroht.

Drei Phasen gegen das Verbrechen: Der Schlachtplan

Nationalpolizeichef General Kittharath Punpetch gab am Dienstag den Startschuss für eine dreistufige Strategie, die von sofortigen Razzien bis hin zu tiefgreifenden Strukturreformen in den nächsten zwei Jahren reicht. Polizeisprecher Generalleutnant Trairong Piwpan stellte klar, dass Thailand nicht länger als sicherer Hafen für globale Kriminelle oder als bloßes Transitland für dunkle Geschäfte missbraucht werden darf.


Phase 1: Die „Eiserne Faust“ der Kontrolle

Ab sofort konzentrieren sich Spezialeinheiten auf massive Kontrollen im ganzen Land. Das Ziel: Der Aufbau umfassender Datenbanken, um Verdächtige aus den Bereichen Drogenhandel, Prostitution, Menschenhandel und Steuerhinterziehung dingfest zu machen.

Eine interdisziplinäre Taskforce – besetzt mit Experten aus dem Handels- und Finanzministerium, der Zentralbank sowie dem Zoll – koordiniert die Schläge auf Provinzebene. Niemand soll sich mehr hinter komplexen Firmengeflechten verstecken können.

Phase 2: Visum-Check und Abschiebung

In den kommenden sechs bis neun Monaten rückt das Einwanderungsbüro ins Zentrum des Geschehens. Jede Visaverlängerung und jede ausländische Geschäftstätigkeit wird unter die Lupe genommen.

„Wer gegen das Gesetz verstößt, verliert sein Recht auf Aufenthalt“, so die unmissverständliche Warnung der Behörden.

Besonders brisant: Die Ermittlungen machen nicht vor den eigenen Reihen halt. Staatsbeamte, die kriminelle Netzwerke decken oder Bestechungsgelder annehmen, müssen mit sofortigen Disziplinarverfahren und strafrechtlicher Verfolgung rechnen.


Phase 3: Digitale Festung und das Ende der „Strohmänner“

Langfristig rüstet Thailand technologisch auf. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird eine globale Ausländerdatenbank in das OnePolice-System integriert. Diese soll:

  • Den Informationsaustausch mit ausländischen Geheimdiensten und Regierungen automatisieren.

  • Systeme für schwarze Listen und Haftbefehle in Echtzeit synchronisieren.

  • Die Vorabprüfung von Passagieren und Grenzkontrollen verschärfen.

Ausverkauf der Heimat? Der Kampf gegen illegale Besitztümer

Ein zentraler Punkt der Kampagne ist die Bekämpfung von Strohmanngeschäften. Laut Bangkok Post beobachten Beamte mit wachsender Sorge, wie Ausländer über thailändische Mittelsmänner ganze Wirtschaftszweige infiltrieren.

Betroffene Sektoren im Visier der Fahnder:

Branche Art des illegalen Erwerbs
Immobilien Grundstücke und Luxusvillen
Tourismus Hotels und Resorts
Gesundheit Private Krankenhäuser
Bildung Private Universitäten
Gastronomie Restaurants und Dienstleister

Der stellvertretende Staatssekretär Passakorn Boonyalak wies darauf hin, dass die großzügige Visabefreiungspolitik Thailands zwar den Tourismus fördere, aber auch Schattenseiten habe. Globale Konflikte treiben die Migration voran, was kriminelle Netzwerke nutzen, um sich im Land zu verankern. Mit dem neuen nationalen Strategieausschuss will das Innenministerium nun sicherstellen, dass Thailands Boden und Wirtschaft in rechtmäßigen Händen bleiben.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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4 Comments
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berndgrimm
berndgrimm
28 Tage vor

Jagdszenen aus Niederthailand!
Diejenige die meinen in Sachen Korruption zu kurz gekommen zu seien machen jetzt eine Hetzjagd auf die bösen Ausländer.
i
Merke: hinter jedem ausländischen Kriminellen in TH stehen mehrere Thai Mitkassierer , darunter auch immer Staatsbeamte.

berndgrimm
berndgrimm
27 Tage vor
Antwort auf  stin

Man geht nicht wirklich gegen ausländische Kriminelle vor sondern tut nur so um die Korruptionserträge zu erhöhen.
Es ist richtig das ausländische Kriminelle von ausländischen Ermittlern in TH gesucht und gefunden werden.
Die Thai Behörden braucht man aber für eine Festnahme.
Diese schmücken sich dann mit den fremden Federn.

In TH läuft auch kaum ein Fan mit nem T-Shirt von Buriram United oder FC Port herum , sondern von FC Liverpool , Man City oder FC Chelsea.

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