Nischni Nowgorod / Bangkok – Es ist das Nadelöhr der Weltwirtschaft, und mittendrin sitzen acht thailändische Handelsschiffe fest. Angesichts der dramatischen Blockade in der Straße von Hormus hat die Regierung in Bangkok nun einen diplomatischen Vorstoß gewagt und die Führung in Teheran direkt um Hilfe gebeten. Das asiatische Königreich hofft auf eine sichere Passage für seine Frachter, die an beiden Enden der strategisch wichtigen Meerenge festsitzen.
Diplomatischer Vorstoß am Rande des BRICS-Gipfels
Die hochbrisante Bitte wurde am Freitag im indischen Nischni Nowgorod formuliert. Am Rande des Außenministertreffens der erweiterten BRICS-Staaten nutzte Thailands Außenminister Sihasak Phuangketkeow die Gelegenheit für ein dringliches, informelles Vier-Augen-Gespräch mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi.
Sihasak machte dabei kein Geheimnis aus der wachsenden Nervosität seiner Regierung. Der eskalierende bewaffnete Konflikt im Nahen Osten drohe die globalen Lieferketten abzuschnüren. Besonders die massiven Navigationsbeschränkungen in der Straße von Hormus – einer Route, über die ein Großteil des weltweiten Öl- und Warenverkehrs abgewickelt wird – stellen Thailand vor immense wirtschaftliche Herausforderungen.
„Zahlreiche Schiffe aus aller Welt sind blockiert. Für Thailand geht es konkret um rund acht Schiffe unter unserer Flagge, um deren Sicherheit wir zutiefst besorgt sind“, so der Tenor aus Delegationskreisen.
Teherans Antwort: Hoffnung gekoppelt an Bedingungen
Der iranische Chefdiplomat Araghchi zeigte sich während des Treffens demonstrativ verständnisvoll für die thailändischen Sorgen und betonte die Notwendigkeit, diese Lebensader des Welthandels wieder zu öffnen. Doch seine diplomatische Zusage kam mit einer unmissverständlichen politischen Botschaft: Der Iran sei optimistisch, dass die Blockade zeitnah aufgehoben werden könne – allerdings erst, sobald ein umfassendes Friedensabkommen zwischen dem Iran und den USA unterzeichnet sei. Ein klares Signal, dass Teheran die Kontrolle über die Meerenge weiterhin als strategisches Faustpfand im geopolitischen Poker mit Washington nutzt.
Humanitäre Hilfe als diplomatischer Türöffner?
Um den Verhandlungswillen zu unterstreichen und die Beziehungen zu Teheran zu festigen, setzte Thailands Außenminister auf eine humanitäre Geste. Sihasak sicherte Araghchi zu, dass Thailand dem Iran in Kürze dringend benötigte humanitäre Hilfe zukommen lassen werde. Die Lieferung, die vor allem Medikamente und medizinische Versorgungsgüter umfasst, soll logistisch über das neutrale Sultanat Oman abgewickelt werden.
Ob diese Geste der Schiffsblockade den entscheidenden Impuls zur Lösung gibt, bleibt abzuwarten. Für die Besatzungen der acht thailändischen Frachter geht das quälende Warten im Pulverfass des Nahen Ostens vorerst weiter.
Redaktion STIN // CTN-Media
Jetzt hat TH noch mehr Schiffe die unterwegs nach Bangladesh zum Abwracken waren erstmal in den Persischen Golf geschickt um auch in diesem Krieg mitzumischen.
TH benötigt Öl – sonst fliegt Anutin der Laden zu Hause um die Ohren.
Also machen sie das einzige, was sie machen können – mit beiden Seiten reden.
Was soll TH sonst machen…..?
Indien macht das gleiche, andere Staaten aus Asien ebenfalls – sie reden auch mit den Iranern und
versuchen, ihre Frachter heil durch die Straße zu bekommen.
Völlig korrekte Vorgehensweise…… – und nein, sie mischen in diesem Krieg nicht mit.