Thailands Luftfahrtindustrie steht vor einem strategischen Umbruch, der das Reisen im Land der Lächelns grundlegend verändern soll. Mit einem Bündel aus drastischen Rabatten, neuen Strecken und internationalen Partnerschaften bläst das Verkehrsministerium zum Angriff auf die bisherigen Tourismus-Hotspots. Das ehrgeizige Ziel: Urlauber weg von den überlaufenen Metropolen und direkt in die unberührten, kleineren Regionen des Landes zu fliegen.

Wie der stellvertretende Verkehrsminister Phattrapong Phattraprasit nach intensiven Verhandlungen mit dem Verband der thailändischen Fluggesellschaften bekannt gab, will die Regierung die regionalen Flughäfen der Luftsicherheitsbehörde (DOA) im Norden, Nordosten und Süden aus dem Dornröschenschlaf wecken. Diese verfügen längst über die nötige Infrastruktur, blieben im Schatten der Megairports bisher jedoch oft ungenutzt. Das soll sich jetzt ändern – mit harten finanziellen Anreizen für die Airlines.

Rabatt-Offensive und Krisenhilfe: Das Ministerium bittet zur Kasse – im positiven Sinne

Um den Fluggesellschaften den Kurswechsel schmackhaft zu machen, greift das Verkehrsministerium tief in die Trickkiste. Neben sinkenden Betriebskosten für die Airlines verspricht sich die Regierung davon vor allem eines: bequemere und günstigere Verbindungen für die Bevölkerung sowie eine spürbare Stärkung der regionalen Wirtschaft durch eine gerechtere Einkommensverteilung.

Gleichzeitig reagiert die Luftfahrtbehörde auf die weltpolitische Lage. Neben einer Verlängerung bestehender Förderprogramme wurden spezifische Maßnahmen beschlossen, um die finanziellen Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Airlines abzufedern.

Der konkrete Bonus: Vom 1. Juni bis zum 30. November gewährt die DOA allen Fluggesellschaften, die diese Regionalflughäfen ansteuern, einen satten Rabatt von 50 % auf die Start- und Lande- sowie Parkgebühren für volle sechs Monate.

Darüber hinaus forderte Phattrapong die Airlines auf, sowohl Linien- als auch Charterflüge im In- und Ausland massiv auszuweiten.

Der Fahrplan steht: Diese Routen sind bereits ein Erfolg

Dass die Strategie aufgeht, zeigen die Zahlen der Flughafendirektorin Danai Ruangsorn. Bereits durch die im Jahr 2025 eingeführten Gebührensenkungen konnten namhafte Airlines für neue Inlandsrouten gewonnen werden:

Fluggesellschaft Neue Route
Thai Lion Air Don Mueang – Nakhon Phanom
Thai Vietjet Air Suvarnabhumi – Nakhon Si Thammarat
Thai AirAsia Suvarnabhumi nach Nakhon Si Thammarat, Buri Ram und Narathiwat

Miniflieger und Skandinavien-Anbindung: Die Pläne für 2026

Jetzt zündet das Ministerium die nächste Stufe und nimmt Flughäfen ins Visier, die aktuell noch gar nicht kommerziell angeflogen werden. Hier kommt die Fluggesellschaft EZY Airline ins Spiel. Mit einer wendigen, 12-sitzigen Cessna Caravan will die Airline ab Sommer 2026 auch die entlegensten Winkel Thailands erreichbar machen:

  • Juni 2026: Suvarnabhumi – Hua Hin

  • Juli 2026: Chiang Mai – Pai

  • Juli 2026: Chiang Mai – Mae Hong Son

  • Juli 2026: Chiang Mai – Phitsanulok

Doch der Blick geht nicht nur nach innen, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus. In Gesprächen mit LTU ASIA Aviation Services (LAAS), dem Repräsentanten der skandinavischen SAS (Scandinavian Airlines), wurde ein echter Coup für den Winterflugplan 2026/27 eingefädelt.

Ab dem 9. Dezember wird eine direkte Verbindung zwischen Europa und Thailands Traumstränden abseits des Massentourismus geschaffen: Zweimal wöchentlich wird SAS dann die Strecke Kopenhagen – Krabi (KBV) bedienen. Ein Meilenstein, der zeigt, dass Thailands Luftfahrtstrategie bereit für den internationalen Durchbruch ist.

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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4 Comments
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berndgrimm
berndgrimm
20 Tage vor

STIN muß wieder einmal beweisen daß er trotz angeblich über 40 Jahre in TH keinen Schimmer von der Fliegerei in TH hat.
Keine der von ihm genannten Stecken sind neu. Sie alle wurden schonmal beflogen und eingestellt.Kan Air , Happy Air, PB Air , SGA Airlines,U-Air hießen die Airlines.
Krabi ist erstens kein notleidendes Touri Gebiet sondern überlaufen wie Phuket und Samui und zweitens gibt es schon seit Jahren Flüge ab Skandinavien und Finnland dorthin.Durchgeführt von Finnair und TUI Nordic.
Versuche Touris in die nördlichen und n-östlichen Provinzen zu bringen gab es schon vor 40 Jahren als ich das erste Mal in Phayao war.
Damals fuhren die Touri Busse von den Elefantencamps in Lamphun nach Chiang Rai durch Phayao und machten Rast am Kwan Phayao.
Ausländische Touristen gibt es heute noch sehr selten.Aber viele Thai aus BKK haben dort ihre Sommerhäuser.

berndgrimm
berndgrimm
13 Tage vor
Antwort auf  stin

Auch wenn er die Verantwortung immer ablehnt so ist es STIN der obige Artikel auswaehlt und BILD Zeitungsmaessig praesentiert.

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