Bangkok – Es ist ein digitaler Run von historischem Ausmaß: Innerhalb von nur 48 Stunden hat das neue staatliche Konjunkturprogramm „Thai Chuay Thai Plus“ eine gigantische Welle der Begeisterung ausgelöst. Mehr als 25 Millionen Menschen stürmten die Plattform, um sich die begehrten staatlichen Zuschüsse zu sichern. Während das System am heutigen Mittwoch bereits in die dritte Runde geht, läuft die staatliche Prüfmaschinerie auf Hochtouren, um dem massiven Ansturm gerecht zu werden.
Ein Volk im Registrierungsfieber
Die Zahlen, die die stellvertretende Regierungssprecherin Lalida Periswiwatana verkündete, sprechen eine eindeutige Sprache. Bis Dienstag um 17:00 Uhr verzeichnete die Regierung exakt 25.118.335 Registrierungen. Der absolute Löwenanteil entfiel auf den furiosen Starttag, an dem sich sensationelle 23.755.197 Bürger anmeldeten. Doch der Trend bricht nicht ab: In den darauffolgenden 24 Stunden klickten sich weitere 1.362.938 Menschen in das System, das täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr freigeschaltet ist.
Hinter den Kulissen hat sich die IT-Infrastruktur als erstaunlich robust erwiesen. War am ersten Tag noch ein gewaltiger Berg von über 5,35 Millionen Anträgen in der Warteschleife festgesteckt, schrumpfte dieser Rückstau dank einer Kraftanstrengung der Behörden um phänomenale 92,4 % auf nur noch 406.547 offene Fälle.
Die Mischung macht’s: Stammkunden und Millionen Newcomer
Das Programm weckt nicht nur bei altbekannten Nutzern Begehrlichkeiten. Zwar sind 18.568.785 der Antragsteller (73,9 %) treue Veteranen des Vorgängerprogramms „Khon La Khrueng Plus“ (50-50 Plus), doch die Kampagne mobilisiert auch völlig neue Bevölkerungsschichten: Stolze 6.549.350 Menschen (26,1 %) sind absolute Neulinge.
Besonders dynamisch zeigte sich der gestrige 26. Mai: Von den 678.466 neuen Anträgen an diesem Tag stammten fast zwei Drittel (63,6 %) von Bürgern, die noch nie zuvor an einem solchen Programm teilgenommen hatten.
Der aktuelle Zwischenstand im Genehmigungsmarathon:
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Erfolgreich gesichert: 24.272.800 Antragsteller (96,6 %) haben ihr Ticket gelöst – darunter die 18,56 Millionen Altnutzer und 5,7 Millionen blitzschnell verifizierte Neuanmelder.
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Abgelehnt: 438.788 Personen erfüllten die Kriterien nicht. Die Gründe sind strikt rechtlicher Natur: 99,51 % von ihnen besitzen bereits eine staatliche Sozialkarte und sind von einer Doppelförderung ausgeschlossen. Der klägliche Rest verteilt sich auf Verstorbene, ins Ausland Verzugene oder Personen mit früheren Compliance-Verstößen.
Das Prinzip „60:40“ – So funktioniert der Milliarden-Segen
Das Prinzip hinter „Thai Chuay Thai Plus“ ist clever kalkuliert und soll den Konsum im Land massiv ankurbeln. Es handelt sich um ein klassisches Selbstbeteiligungsprogramm mit umgekehrten Vorzeichen:
Der Staat übernimmt opulente 60 % des Kaufpreises, während die Verbraucher lediglich 40 % aus eigener Tasche beisteuern müssen.
Das Zeitfenster für die Schnäppchenjagd ist klar definiert: Vom 1. Juni bis zum 30. September 2026 wird gesubventioniert. Allerdings setzt die Regierung auf das Prinzip „Nutze es oder verliere es“. Die monatliche Subvention ist auf 1.000 Baht pro Person gedeckelt. Wer sein Budget im laufenden Monat nicht ausschöpft, verliert das restliche Geld – ein cleverer psychologischer Kniff, um die Ausgaben im Hier und Jetzt anzufachen.
Auch der Handel rüstet auf: Fast eine Million Geschäfte am Start
Was nützen Millionen kaufwütige Bürger ohne die passenden Läden? Auch Thailands Händler haben das enorme Potenzial erkannt und rennen der Regierung die Bude ein. Bereits 995.334 Händler haben die erste Validierungsphase überstanden; 547.930 Geschäfte sind bereits komplett registriert und voll einsatzbereit. Das entspricht einem satten Sprung von 94.319 Händlern (+20,8 %).
Der Großteil dieses Zuwachses (84.583 Händler) rekrutiert sich aus der bewährten „Whitelist“ des alten Programms – sie mussten lediglich den neuen Bedingungen zustimmen. Doch die wahre Überraschung liegt bei den echten Geschäftsneugründungen: Hier explodierte die Zahl der Anträge binnen 24 Stunden um 85,4 % – von 12.117 am ersten Tag auf 22.466.
Die bürokratische Abwicklung im Handelssektor läuft wie am Schnürchen:
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80,3 % (18.038) der neuen Händleranträge sind bereits verifiziert.
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Nur 1,2 % (272) wurden eiskalt abgelehnt.
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Blitz-Zulassung: Allein am 26. Mai reichten 9.726 neue Geschäfte ihre Unterlagen ein – phänomenale 92,9 % (9.035) wurden noch am selben Tag durchgewinkt.
Der Countdown läuft
Während 14.260 der brandneuen Geschäfte bereits startklar sind, müssen 3.778 nur noch die finalen Bedingungen absegnen. Und auch bei den etablierten Händlern ist noch Luft nach oben: Von den 977.296 registrierten Whitelist-Geschäften des Vorgängerprogramms haben bislang 533.670 (54,6 %) ihre Teilnahme bestätigt.
Die verbleibenden 443.626 Händler dürften in den kommenden Tagen schrittweise nachziehen. Ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit: Am 1. Juni fällt der Startschuss für die größte Shopping-Sause des Jahres, und niemand will sich dieses Milliardengeschäft entgehen lassen.
Redaktion STIN // CTN-Media