Pendlern in Bangkok steht eine Veränderung bevor: Die Fahrpreise für die beliebte MRT Blue Line wurden offiziell überarbeitet. Ab Juli greift das neue Tarifmodell, das jeden gefahrenen Kilometer genau abrechnet.
Es ist offiziell: Die Royal Gazette hat die Katze aus dem Sack gelassen und die neuen Tarife der Mass Rapid Transit Authority of Thailand (MRTA) für die Chaloem Ratchamongkhon Linie – im Volksmund schlicht als „Blaue Linie“ bekannt – verkündet. Wer ab dem 3. Juli mit der U-Bahn durch die thailändische Metropole pendelt, muss sich auf eine neue Preisstruktur einstellen. Die Ticketpreise bewegen sich künftig in einer Spanne von 17 bis 44 Baht.
Vertraglich geregelt: Das Ende der alten Tarife
Hinter der Preisanpassung steckt keine Willkür, sondern kalkulierte Vertragstreue. Wie aus der gestrigen Ankündigung hervorgeht, entspricht die neue Struktur exakt den Bedingungen des laufenden Konzessionsvertrags für das MRT-Blue-Line-Projekt. Damit werden die bisherigen Regelungen aus dem Jahr 2024 zu Fahrpreisen, Zahlungsmethoden und Befreiungen komplett abgelöst und in den Ruhestand geschickt.
Der neue Cent-Krimi: Station für Station im Überblick
Das Prinzip des neuen Modells ist einfach: Wer wenig fährt, zahlt wenig – wer quer durch die Stadt reist, erreicht schnell den Deckel. Der Einstiegspreis für eine einzige Station liegt bei 17 Baht. Danach klettert der Preis mit fast jeder weiteren Station um 2 bis 3 Baht nach oben.
Wie sich das konkret auf den Geldbeutel auswirkt, zeigt der genaue Blick auf die Tarifstufen:
| Stationen | Fahrpreis (in Baht) |
| 1 Station | 17 Baht |
| 2 Stationen | 20 Baht |
| 3 Stationen | 22 Baht |
| 4 Stationen | 25 Baht |
| 5 Stationen | 27 Baht |
| 6 Stationen | 29 Baht |
| 7 Stationen | 32 Baht |
| 8 Stationen | 34 Baht |
| 9 Stationen | 37 Baht |
| 10 Stationen | 39 Baht |
| 11 Stationen | 42 Baht |
Gute Nachricht für Langstreckenfahrer: Bei 44 Baht ist endgültig Schluss. Wer 12 oder mehr Stationen zurücklegt, zahlt keinen Cent extra – der Höchstpreis ist hier fest gedeckelt.
Für die Millionen Fahrgäste, die täglich die Lebensader Bangkoks nutzen, heißt es also ab Juli: Kleingeld bereithalten und Stationen zählen.
Redaktion STIN // CTN-Media