In der thailändischen Fischereiindustrie vollzieht sich eine stille, aber technologisch bahnbrechende Revolution: Erstmals versuchen Wissenschaftler, den im eiskalten Nordatlantik beheimateten Atlantischen Lachs mitten im tropischen Klima Südostasiens zu züchten. Wie der Journalist Panyalak Sriburin für Krungthep Turakij berichtet, hat die Fakultät für Fischerei der Kasetsart-Universität dafür eine strategische Allianz mit der PTT LNG Company Limited sowie führenden Aquakulturunternehmen aus Chile geschmiedet. Das historische Forschungsprojekt verfolgt ein ambitioniertes Ziel: den Aufbau einer autarken, inländischen Versorgung mit Premium-Lachs, die Thailands Ernährungssicherheit grundlegend verändern könnte.

Der Meilenstein: 20.000 Lachseier aus Chile eingetroffen

Das visionäre Vorhaben erreichte am 6. Mai 2026 einen entscheidenden Meilenstein: Eine wertvolle Fracht von 20.000 Atlantischen Lachseiern traf aus Chile in Thailand ein. Ermöglicht und unterstützt durch ProChile, das chilenische Exportförderungsbüro, wurde die sensible Lieferung umgehend in eine hochmoderne Hightech-Anlage transportiert. Damit ist die erste Phase des Forschungsprojekts offiziell angelaufen. Die Wissenschaftler wollen unter Einsatz fortschrittlicher Kühltechnologie und künstlicher Intelligenz die importierten Eier erfolgreich ausbrüten und im nächsten Schritt beweisen, dass sich der edle Kaltwasserfisch wirtschaftlich, nachhaltig und in Premiumqualität lokal unter dem stolzen Label „Made in Thailand“ produzieren lässt.

Hightech gegen die Tropenhitze: Das Kühlwunder durch LNG-Energie

Die Aufzucht von Lachsen in einem tropischen Land wie Thailand galt aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen lange Zeit als unmöglich. Um der permanenten Hitze zu trotzen, setzt das Forschungsteam auf ein hochmodernes Kreislauf-Aquakultursystem (RAS). Dieses geschlossene System gilt als ökologischer Meilenstein, da es mit einem minimalen Wasser- und Landverbrauch operiert und gleichzeitig das Risiko von Krankheitserregern oder Umweltverunreinigungen effektiv minimiert.

Der eigentliche technologische und wirtschaftliche Clou des Betriebs liegt jedoch in einer cleveren Energiesymbiose: Das System nutzt die Restkühlenergie, die ohnehin bei der Regasifizierung von verflüssigtem Erdgas (LNG) durch den Energiekonzern PTT freigesetzt wird. Durch diesen innovativen Energierückgewinnungsmechanismus gelingt es den Forschern, das Zuchtwasser ganzjährig und präzise auf den idealen, kühlen Temperaturen zu halten, die der Atlantische Lachs zum Wachsen benötigt. Gleichzeitig umgeht das Projekt so die immensen Stromkosten, die eine konventionelle, industrielle Kühlung in den Tropen unrentabel machen würden.

Bilateraler Wissenstransfer auf dem Chile-ASEAN Business Summit

Die technologische Basis dieses Großprojekts wurde im Rahmen des Chile-ASEAN Business Summit 2026, der vom 26. bis 30. Mai in Bangkok stattfand, noch einmal entscheidend vertieft und ausgebaut. Eine hochkarätige chilenische Delegation – besetzt mit Spitzenkräften der Branchenriesen Desert King Chile, Imenco Aqua Chile sowie Sul and Beyond – kam zu intensiven Fachgesprächen mit den thailändischen Akademikern zusammen. Dieser direkte Austausch von globalem First-Class-Know-how in der Aquakultur soll sicherstellen, dass die thailändische Lachszucht von Beginn an auf internationalem Spitzenniveau agiert.

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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4 Comments
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berndgrimm
berndgrimm
11 Tage vor

Da muss ich mir aus Kaernten erklaeren lassen welch Revolutionaeres in TH geschieht.
Von STIN’s Propaganda zur Realitaet.
Zuchtlachs laesst sich ueberall produzieren wo die entsprechenden Verhaeltnisse geschaffen werden.Wenn die klimatischen Verhaeltnisse dazu ungeeignet sind muss man eben innen zuechten.
Lachs ist ein Kaltwasser Fisch.Ich mag diese lieber als Warmwasser Fische.
Wir haben gleich nebenan eine Forschungsstation des Fischerei Ministeriums.
Die ist sehr gross und dort wird derzeit ein Betonhaus gebaut, ich dachte schon ein weiteres Condo Haus aber es gibt nur wenig Fenster und keine Balkons.
Dort koennte so eine Zuchtstation fuer Lachs eingerichtet werden.
Allerdings habe ich eine ganz andere Beziehung zum Lachs. Ich habe schon oft Lachse in Schweden und Norwegen geangelt und esse am liebsten Graved Lax.

berndgrimm
berndgrimm
8 Tage vor
Antwort auf  stin

Es hat wohl jeder verstanden dass STIN keine Verantwortung fuer seine Artikel in seinem Blog uebernimmt.
Aber er prueft ob sein Artikel Propaganda enthaelt.
Ich schmeiss mich weg.Wie egomanisch kann man noch sein ?

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