Mit einem dünnen Kader, aber großem Kampfgeist startet die thailändische Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen in die Volleyball Nations League (VNL) 2026. Während das Team in der ersten Woche in China auf absolute Schlüsselspielerinnen verzichten muss, steht der restliche Fahrplan gegen die Weltelite bereits fest. Nach dem dramatisch abgewendeten Abstieg im Vorjahr blickt die Mannschaft nun wieder nach vorn.

Personalsorgen zum Auftakt: Trio fehlt in China

Für die erste Woche des Turniers in China hat der Trainerstab einen 15-köpfigen Kader nominiert. Angeführt wird das Aufgebot von Kapitänin Pornpun Guedpard. Zum Team gehören außerdem:

  • Zuspiel & Libero: Natthanicha Jaisaen, Piyanut Pannoy, Kalyarat Khamwong

  • Außenangriff & Diagonal: Ajcharaporn Kongyot, Sasipaporn Chanthawhisut, Warisara Seetaloed, Nannaphat Moonjakham, Kantima Aekpatcha, Pimpichaya Kokram, Papatchaya Phonthom

  • Mittelblock: Thatdao Nuekjang, Wimonrat Thanapan, Kaewkalaya Kamulthala, Kanyarat Khunmuang

Das Team startet allerdings mit einer schweren Hypothek in die Asien-Woche: Die drei absoluten Topstars der Mannschaft fehlen verletzungsbedingt. Die Außenangreiferinnen Chatchu-on Moksri und Wipawee Srithong sowie Mittelblockerin Hattaya Bamrungsuk können vorerst nur zuschauen. Es gibt jedoch Hoffnung: Laut Volleyballchef Somporn Chaibangyang wird das stargespickte Trio voraussichtlich in der zweiten und dritten Woche wieder ins Geschehen eingreifen.

Der Modus und die Jagd auf die Elite

Die VNL 2026 versammelt insgesamt 18 Top-Nationen, die über drei Wochen hinweg im Ligamodus gegeneinander antreten. Das Ziel ist heiß begehrt: Nur die sieben bestplatzierten Teams lösen das Ticket für die prestigeträchtige Finalrunde. Komplettiert wird das Finalfeld durch das Gastgeberland, das automatisch qualifiziert ist.

Das Teilnehmerfeld liest sich wie das Who’s Who des weltweiten Volleyballs. Thailand misst sich in diesem Jahr mit: Italien (Titelverteidiger und Weltranglistenerster), Brasilien (Vizeweltmeister), Polen, Japan, China, der Türkei, Deutschland, den Vereinigten Staaten, Frankreich, den Niederlanden, Tschechien, der Dominikanischen Republik, Bulgarien, Belgien, Serbien, Kanada und der Ukraine.

In Woche 3 wartet auf die Thailänderinnen ein echter Hammer-Zeitplan im japanischen Osaka. Dort trifft die Auswahl auf vier absolute Schwergewichte:

  • 8. Juli: USA

  • 9. Juli: Japan

  • 11. Juli: Brasilien

  • 12. Juli: Türkei

Zwischen Historie und Nervenkrimi: Der Blick auf die Statistik

Dass die Thailänderinnen für Überraschungen gut sind, haben sie in der Vergangenheit bewiesen. Das historisch beste Ergebnis feierte das Team im Jahr 2022, als man sich mit fünf Siegen und acht Niederlagen sportlich furios für das Finale qualifizierte. 2024 stand Thailand erneut in der Finalrunde – damals allerdings als gesetztes Gastgeberland, nachdem man die reguläre Phase mit drei Siegen und neun Niederlagen auf Platz 13 beendet hatte.

Wie dicht Freud und Leid in der VNL beieinanderliegen, zeigte sich dagegen im vergangenen Jahr, als das Team nur Haarscharf dem Abstieg entging. In einem dramatischen Showdown sicherten sich die Thailänderinnen im letzten Spiel gegen Kanada durch zwei gewonnene Sätze den entscheidenden Punkt zum Klassenerhalt. Mit insgesamt sechs Punkten aus nur einem Sieg und elf Niederlagen rettete sich Thailand ins Ziel – hauchdünn mit nur einem Zähler Vorsprung vor Schlusslicht Südkorea, dessen Abstieg durch eine 0:3-Niederlage gegen Frankreich besiegelt wurde.

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest

0 Comments
Älteste
Neueste Meistbewertet
{title}
WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com