Ein schwerer Schatten liegt über dem thailändischen Königreich: Nach mehr als drei Jahren im Koma ist Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Bajrakitiyabha Narendira Debyavati am Donnerstag verstorben. Die Nachricht von ihrem Tod löste rund um den Globus eine Welle der Trauer und tiefen Anteilnahme aus. Königshäuser, Regierungen, diplomatische Vertretungen und internationale Organisationen verneigen sich vor dem Lebenswerk der Prinzessin und erinnern an ihr unermüdliches, lebenslanges Engagement für den öffentlichen Dienst, die Diplomatie, die Gerechtigkeit und das Wohl der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft.

Die Trauer der Monarchien: Bhutan und Kambodscha nehmen Abschied

Zu den ersten, die in diesen schweren Stunden ihre Stimme erhoben, gehörten Ihre Majestäten König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck und Königin Jetsun Pema von Bhutan. Zutiefst betrübt über den Verlust, würdigte das bhutanische Königspaar das herausragende Wirken der Prinzessin – des ältesten Kindes Seiner Majestät König Maha Vajiralongkorn.

Sie hoben insbesondere ihre Verdienste um Thailand, ihren Einsatz zur Förderung der Gerechtigkeit, ihre Unterstützung für Frauen und Kinder sowie ihren Dienst in den Königlich Thailändischen Streitkräften hervor.

„Ihr Engagement im öffentlichen Dienst hat ihr weitreichenden Respekt und Bewunderung eingebracht“, erklärten die Monarchen, während sie König Maha Vajiralongkorn, der königlichen Familie und dem thailändischen Volk ihr tief empfundenes Beileid aussprachen.

Auch aus dem benachbarten Kambodscha erreichten Beileidsbekundungen den thailändischen Hof. König Norodom Sihamoni übermittelte König Vajiralongkorn seine Anteilnahme und bezeichnete den Tod der Prinzessin als einen tiefen Verlust. Das Vermächtnis ihres Dienstes an der Gemeinschaft, so der König, werde allen, die nun um sie trauern, auch in Zukunft als Quelle der Inspiration und Kraft dienen.

Diplomatische Anteilnahme von den USA bis nach Europa

Die Nachricht vom Ableben der Prinzessin hallte auch auf der politischen Weltbühne wider. Im Namen des amerikanischen Volkes brachte US-Botschafter Sean O’Neill die Trauer der Vereinigten Staaten zum Ausdruck. In einer offiziellen Erklärung betonte er, dass die USA in dieser schweren Zeit der Trauer fest an der Seite ihrer „guten Freunde, des Volkes des Königreichs Thailand“ stünden.

Diesem Strom der Anteilnahme schlossen sich zahlreiche weitere diplomatische Vertretungen in Thailand an. Die Botschaften Argentiniens, Australiens, Indiens, Indonesiens sowie der nordischen Länder übermittelten ebenfalls ihre Beileidsbekundungen. In ihren Botschaften hoben sie übereinstimmend die bleibenden Verdienste der Prinzessin um die Diplomatie, den öffentlichen Dienst und die Rechtsstaatlichkeit sowie ihren tiefen, nachhaltigen Einfluss auf die thailändische Gesellschaft hervor.

Ein bleibendes Vermächtnis für die Menschenrechte

Neben den Staaten würdigten auch führende internationale Organisationen das humanitäre und juristische Lebenswerk der Verstorbenen. Das Büro des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) drückte seine tiefe Trauer aus und erinnerte an das unermüdliche Engagement der Prinzessin zur Verbesserung der Lebensbedingungen und Chancen von schutzbedürftigen Menschen – allen voran von Frauen und Kindern.

Gleichzeitig fand das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) anerkennende Worte für die langjährigen Bemühungen der Prinzessin zur Stärkung von Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit. Die UN-Agentur hob dabei insbesondere ihre historische Rolle bei der Förderung der sogenannten „Bangkok-Regeln“ hervor. Diese UN-Standards definieren die Behandlung weiblicher Gefangener sowie gewaltfreie Alternativen zum Freiheitsentzug für straffällig gewordene Frauen. Das UNODC bezeichnete diese Initiative als ein bleibendes Vermächtnis, von dem Frauen weltweit bis heute profitieren.

Auch ihr entschlossenes Wirken als Goodwill-Botschafterin für Rechtsstaatlichkeit in Südostasien fand höchste Anerkennung. Das Engagement von Prinzessin Bajrakitiyabha, so das UNODC abschließend, habe weit über die Grenzen Thailands hinausgereicht und bleibe eine Inspiration für Menschen in der gesamten Region.

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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