Thailand und Kambodscha setzen auf hochkarätige internationale Expertise, um ihren langjährigen Streit um die Seegrenzen beizulegen. Mit der Berufung einer vierköpfigen Schlichtungskommission im Rahmen des UN-Seerechtsübereinkommens (UNCLOS) nimmt der diplomatische Prozess nun Fahrt auf. Bangkok setzt dabei unter anderem auf zwei renommierte Spitzenjuristen aus Deutschland und Südafrika.
Der thailändische Vizepremierminister Sihasak Phuangketkeow wird die Leitung des thailändischen Verhandlungsteams persönlich übernehmen. Ihm zur Seite steht Songchai Chaipatiyut, Thailands Botschafter in Kuwait und ehemaliger stellvertretender Generaldirektor der Abteilung für Verträge und Rechtsangelegenheiten, als stellvertretender Expeditionsleiter.
Internationale Schwergewichte für die Vermittlung
Für die anspruchsvollen Verhandlungen hat Thailand zwei absolute Koryphäen des internationalen Seerechts als ausländische Vermittler nominiert: den Deutschen Rüdiger Wolfrum und den Südafrikaner Albert Hoffmann. Beide sind ehemalige Präsidenten des Internationalen Seegerichtshofs (ITLOS). Vizepremierminister Sihasak betonte, das Außenministerium habe die beiden Experten aufgrund ihrer weltweit anerkannten Fachkompetenz und langjährigen Erfahrung mit Bedacht ausgewählt.
Auch Kambodscha hat seine beiden ausländischen Vermittler bereits benannt und setzt ebenfalls auf juristische Schwergewichte:
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Peter Taksøe-Jensen: Der dänische Diplomat leitete bereits erfolgreich die UNCLOS-Versöhnungskommission, die den maritimen Streit zwischen Australien und Timor-Leste beilegte.
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Jean-Marc Thouvenin: Der französische Akademiker gilt als einer der profiliertesten Experten für internationales Recht.
Der Fahrplan zur Konfliktlösung
Der nächste formelle Schritt folgt einem strikten Zeitplan: Sobald beide Staaten ihre jeweils zwei Vermittler offiziell ernannt haben, müssen die vier Mitglieder gemeinsam ein fünftes Mitglied wählen, das den Vorsitz der Kommission übernimmt. Dieser gesamte Prozess muss innerhalb eines Monats abgeschlossen sein, bevor die formellen Gespräche beginnen können.
Wichtige Abgrenzung: Sihasak stellte klar, dass es sich bei der Schlichtungskommission nicht um ein Gericht handelt und diese über keinerlei richterliche Befugnisse verfügt. Ihre primäre Aufgabe ist es, die Gespräche zu moderieren und rechtliche Empfehlungen auszusprechen. Die finalen Verhandlungen führen Thailand und Kambodscha anschließend weiterhin direkt untereinander.
Thailands klare Priorität: Erst Grenzen, dann Ressourcen
Bezüglich der Agenda zeichnet sich jedoch bereits vorab diplomatischer Klärungsbedarf ab. Thailand pocht darauf, den Fokus des Schlichtungsprozesses zunächst strikt auf die Abgrenzung der Seegrenzen und des Festlandsockels zu beschränken.
Kambodscha hingegen hat vorgeschlagen, auch Gespräche über ein gemeinsames Entwicklungsgebiet zur Nutzung von Meeresressourcen direkt in den Prozess zu integrieren. Sihasak erteilte dem eine Absage: Eine klare Definition der Seegrenzen müsse absolute Priorität haben. Erst wenn die Demarkationslinie und das Ausmaß potenziell überschneidender Ansprüche zweifelsfrei geklärt sind, könne über eine gemeinsame wirtschaftliche Erschließung gesprochen werden. Sollten sich die beiden Nachbarstaaten uneinig darüber bleiben, ob der kambodschanische Vorschlag vorzeitig auf den Tisch kommt, liegt die Entscheidung laut Sihasak bei der neu formierten Schlichtungskommission.
Na ja ,wer von diesen „internationalen Experten“ wagt es wohl den Thai Führern zu sagen daß der Kambodscha Krieg aufhört wenn sie ihre Grenzübergriffe beenden ?
Andersrum ist Fakt und schon von intern. Militär-Attaches aus NL u.a. – verifiziert.
Wer sagt es den internationalen Experten auf Seite Kambodschas, dass man keine illegalen Minen auf unumstrittenes Thai-Gebiet verlegen
darf. Wer sagt es den Experten, dass man diese Art von Minen, gar nicht besitzen darf. Kambodscha hat im Ottawa-Vertrag zugesichert, dass alle
diese Personen-Minen vernichtet wurden. War wohl eine Lüge – ein Verfahren ist anhängig.
Thailand wird und muss sich gegen unkontrollierbare Soldaten, Milizen verteidigen dürfen.
Wenn sogar der Premier meinte: wir haben leider nicht alle Truppen unter Kontrolle…….
Das ist deren Problem, nicht jenes von Thailand.
Ich wäre da so oder so etwas anders drauf.
Truppen sammeln, es reichen wohl 100.000 Soldaten.
Dann Kambodscha besetzen – gleich, wie es die Vietnamesen gemacht haben, bei Pol Pot.
Dann alle Hun Sen Mafia-Mitglieder festnehmen, sofern die nicht nach China geflüchtet sind und
den letzten Schlächter von Pol Pot vor Gericht stellen.
Hun Sen ist mitverantwortlich für Millionen Tote, viele Massaker unter Pol Pot.
Wenn China, USA, Israel, Russland – keine Hemmungen haben, einfach wo einzumarschieren, anzugreifen – warum sollte dann
Thailand keinen Pol-Pot Schlächter aus dem Land holen.
Dann den beliebten Ex-Politiker aus Kambodscha zurückholen und der übernimmt dann das
Land und macht es zur Demokratie.
Mission completed!
Ich würde mit STIN ja gerne mal einen Spaziergang über das unumstrittene thailändische Land im Grenzgebiert machen.
Aber er traut sich ja nicht in die thailändische Realität.
Ich war in SiSaKet und am Prah Viharn.Da gibt es eine Menge Urwald wo keiner freiwillig hingeht.
Wenn der Fall zu einem internationalen Gerichtshof geht , wie z.B. Prah Viharn bekommt TH gesagt daß es keinen Anspruch auf das reklamierte Gebiet hat.
Ja die Grene ist während der Kolonialzeit willkürlich gezogen worden, aber dies sind viele Grenzen in aller Welt.
Natürlich kann man eine Grenze durch Verhandlungen verändern, aber dazu muß man verhandel und nicht nur nehmen sondern auch geben.Dazu ist TH nicht bereit. Weder mit Kambodscha noch mit Malaysia.
Man kann auch Land durch Gewalt besetzen , aber dies heißt Krieg den man selber angefangen hat.
Nein, könnte ich selbst auch – aber das haben schon die Militärs vom Ausland erledigt und gut dokumentiert.
Auch die Schule, Einkaufszentrum – die definitiv in TH liegen und zerstört wurden – sind von Diplomaten, Militärs usw. schon
inspiziert worden.
Alles bereits verifiziert – auch die Minen-Reste wurden überprüft, sind Khmer-Minen aus UDSSR, die TH nie hatte und die
auf Thai-Boden verlegt wurden.
Bei dieser Art von Minen, wäre das auch auf umstrittenen Gebiet illegal – weil die Minen selbst illegal sind.
Ja, sehe ich eigentlich auch so, weil sich eben TH seinerzeit von den Franuzosen über den Tisch ziehen hat lassen.
Kann man auch sagen: selbst schuld.
Aber da sich eh niemand mehr ans Völkerrecht hält, auch Israel, neben USA, China, Russland usw. – nicht, warum sollte es
dann TH tun.
Ich bin überzeugt, TH schneidet am Ende besser ab, als wenn sie das umstrittene Gebiet den Khmers
zurückgeben.
Würde Anutin das tun, kann er mit einem Krieg der Bevölkerung gegen die Khmers in den Grenzgebieten rechnen.
Das würde krachen – aber gewaltig.
Er macht das schon richtig, holt Experten aus dem Ausland und nun wird man sehen, wer was bekommt.
Wäre TH dazu nicht bereit, hätten sie keine Kommission aus TH aufstellen müssen.
Einfach dann bis Phnom Penh durchmarschiert und fertig – danach die Grenzen neu gezogen und Ende.
So wie es China, Israel, tw. auch mit Hilfe der USA (Israel-Gaza) macht.
Die Khmers sind nicht wirklich in der Lage, einen heftigen Krieg zu führen.
Nur Grenzscharmützel – aber nicht wirklich einen Krieg, ohne Airforce, ohne Marine, ohne Militär – nicht nur die
Sandalen-Milizen.
Derzeit gibt es keine Partei in TH, die es zugunsten der Khmers lösen möchte.
Auch Natthapong nicht.
Wäre das Ende der Partei…..
Wie Kriege derzeit so laufen kann man in der Ukraine und im Iran bewundern. Alles in allem nicht so gut für die vermeintlich Stärkeren.
Und Thailand Spielt bei weitem nicht in einer Liga mit China oder so.
Sollte Thailand den Kambodschanern den Krieg erklären gibt es ziemlich sicher Sanktionen. Die Nationalisten in Thailand werden sicher sagen das Thailand stark ist und Sanktionen nichts machen. Aber Krieg zahlt sich nur für ein paar Menschen aus. Die meisten verlieren dabei. Selbst die Sieger.
TH ist nicht kriegsgeil. Waren sie noch nie, auch nicht in der Kolonialzeit.
Da geben die eher ein bisschen Land auf, um Frieden zu haben. Daher waren sie auch nie Kolonie.
Auch jetzt setzt TH erst einmal auf Verhandlungen – mit dem Experten-Team aus dem Ausland.
Nun wird man sehen, was passiert.
Ob es Sanktionen gegen TH geben würde, wenn es eskaliert, dürfte auf die Umstände drauf ankommen,
warum es eskaliert ist.
Wird nicht passieren.
Niemand will etwas zu Gunsten der Khmer regeln.
Die Grenzen wurden von den französischen Kolonialherren und TH gezogen.Ändern ohne Krieg kann man sie nur in Verhandlungen mit Kambodscha und nicht durch ein lächerliches Kriegstheater.
Wen hat STIN nicht schon Alles totgesagt.
Future Forward ,Move Forward und jetzt Volkspartei.
Future Forward und Move Forward wurden aufgelöst und verboten.Bei der Volkspartei wendet man einen anderen Trick an. Anutin tut so als würde er die Reformvorhaben übernehmen und läßt sie dann einschlafen oder widerlegt sie mit der eindeutigen Propaganda.
Ich war von Anfang an für die Ideen der Studentenproteste.
Als daraus miit der Future Forward eine Partei entstand war ich natürlich für diese und ihre zwei verbotsbedingten Nachfolger.
Da ich im Gegensatz zu STIN Realist bin weiß ich daß eine solche Partei nur 15-20% Stammwähler generieren kann.
Der Rest sind Überläufer oder Wechselwähler.
Trotzdem war das Wahlergebnis immer besser als die Ergebnisse der Parteien der ungewählten Herrscher TH.
Nur Thaksins Pheua Thai war größer weil der große Zampano zurückkam um die Ewiggestrigen an der Macht zu halten.
Da ich auch 40 Jahre TH Erfahrung habe , weiß ich wie unwahrscheinlich eine Regierung unter der Führung der PP ist.
Aber im Gegensatz zu STIN bin ich für einen demokratischen Rechtsstaat- Den will derzeit nur die Reformbewegung und ihre Volkspartei.
Natürlich wollen die Khmers, ihre Experten – etwas zu Gunsten der Auftraggeber regeln.
Dazu werden sie ja bezahlt.
Nicht unbedingt. Sowie auch China und USA, auch Iran laufend Drohungen ausstoßen um den Gegner mürbe zu machen,
kann das natürlich auch bei den Thais funktionieren. Warum nicht…..
Wenn Hun Sen sieht, er kommt nicht weiter und militärisch ist er hoffnungslos unterlegen – wird er ev. auch zu Gunsten
Thailands zustimmen, nur um wenigstens etwas zu retten.
So wird es wohl auch kommen……
Ja, erst einmal wirken seine Projekte, im Sozialbereich –> bereits zig Millionen Thais, die sich dazu
registriert haben. Also nicht wie bei dem missglückten 10.000 Baht Projekt.
Diesmal läuft alles rund – dass ist schon durch…..
Die anderen Vorhaben, wie bei EEC sind langfristig geplante Vorhaben, dass wird man erst in 5-10 Jahren dann
sehen, ob es was gebracht hat.
Ich bin in der Tat skeptisch, wenn einer sich als Realist bezeichnet, weil seine Realität oft exotisch rüberkommt.
Wenn du mir hier eine Realität vorstellst, in Foren davon aber 10 andere Erklärungen über den gleichen Bereich existieren – wie finde ich dann
die Realität raus. Wenn ich dann selbst das prüfen möchte, erhalte ich ev. wieder einen ganz anderen Eindruck.
Deine Realitäten sind keine Realitäten, sondern reine Erfahrungsberichte, die nur du gemacht hast, viele andere – haben die wieder
ganz anders erlebt.
In TH wird es keinen demokratischen Rechtsstaat wie in DACH geben, da wäre auch die
Mehrheit der Thais dagegen. Absolut…….