Hinter den Kulissen der thailändischen Bhumjaithai-Partei (BJT) brodelt die Gerüchteküche: Steht das mächtige Führungsduo vor dem Bruch? Innenminister und Parteichef Anutin Charnvirakul tritt den Spekulationen um ein Zerwürfnis mit dem Partei-Patriarchen Newin Chidchob nun vehement entgegen und setzt auf demonstrative Gelassenheit.
„Vater und Sohn“: Ein unerschütterliches Bündnis?
Gegenüber Reportern wies Anutin Charnvirakul die Berichte über eine Spaltung der sogenannten „beiden Ns“ – eine Medienbezeichnung für ihn selbst (Spitzname „Noo“) und Newin Chidchob – entschieden zurück. Die Beziehung sei nach wie vor stark und intakt.
Anutin untermauerte die offizielle Linie der Parteispitze: „Der Generalsekretär der Partei hat bereits klargstellt, dass es sich hierbei lediglich um eine Familienangelegenheit zwischen Vater und Sohn handelt.“ Auf die direkte Frage nach dem aktuellen Verhältnis zu Newin reagierte der Innenminister demonstrativ gelassen: „Keine Sorge. Warum sollte es daran überhaupt Zweifel geben?“
Die Spekulationen verbuchte er unter der Kategorie haltlose Mythen. Um die tiefe Verbundenheit der beiden zu unterstreichen, fügte er hinzu: „Da gibt es nichts zu erklären. Wir haben früher immer gescherzt, dass wir unsere Namen in ‚Netin‘ und ‚Anuwin‘ ändern sollten. Schenkt solchen haltlosen Gerüchten keine Beachtung.“ Die Öffentlichkeit solle schlicht aufhören, zu viel in diese Dynamik hineinzuinterpretieren.
Eiserne Disziplin statt interner Rebellion
Mit Humor und einer klaren Machtansage reagierte Anutin auf die Berichte über angebliche Gräben innerhalb der Partei. Er scherzte, dass Gerüchte über Konflikte von der Parteiführung einfach auf rangniedrigere Mitglieder abgewälzt würden, sobald die Chefetage diese dementiere.
Gleichzeitig ließ er keinen Zweifel an der internen Hierarchie aufkommen:
„In der Bhumjaithai-Partei wagt es niemand, zu streiten. Wer es dennoch getan hat, hat seine Lektion gelernt. Er wurde ausgeschimpft, gehänselt – einige wurden bereits regelrecht verhört.“
Die harten Fakten: Woher die Spekulationen rühren
Trotz der demonstrativen Harmonie kommen die Gerüchte nicht von ungefähr. Jüngste Medienberichte deuten auf handfeste, strategische Spannungen zwischen Anutin und Newin hin. Die Konfliktlinien verlaufen dabei durch zentrale Bereiche des Innenministeriums:
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Personalentscheidungen: Es gibt offene Unstimmigkeiten über personelle Besetzungen im Ministerium.
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Die Causa Phuket: Die Versetzung eines stellvertretenden Gouverneurs in der strategisch wichtigen Provinz Phuket sorgt für Reibung.
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Anti-Korruptions-Kurs: Die beiden Parteigrößen verfolgen unterschiedliche Herangehensweisen bei den Untersuchungen zu mutmaßlicher Korruption bei der Einstellung von Kommunalbeamten.
Zusätzlichen Zündstoff erhielten die Spekulationen durch eine jüngste Personalie: Chaiwat Junthirapong wurde zum Staatssekretär des Innenministers ernannt. Chaiwat gilt als enger Vertrauter Newins aus dessen politischer Hochburg Buri Ram. Politische Beobachter werten diesen Schritt als gezielten Versuch Newins, seinen direkten Einfluss im Innenministerium spürbar auszuweiten.
Der bevorstehende Machttest
Die Stunde der Wahrheit für das Machtgefüge der Bhumjaithai-Partei rückt näher. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun geschlossen auf die bevorstehende Umstrukturierung der Führungsriege im Innenministerium. Insbesondere die anstehende Ernennung des Staatssekretärs gilt in politischen Kreisen als der entscheidende Gradmesser dafür, welche der rivalisierenden Fraktionen innerhalb der Partei am Ende tatsächlich die Fäden in der Hand hält.
Redaktion STIN // CTN-Media
Die Marionette steht gegen den Strippenzieher auf ?
Können vor Lachen !
Dieses ganze Theater wird veranstaltet um vom Wahlbetrug abzulenken.
Anutin ist nichts ohne Newin. Und Newin hat keine andere Marionette die er in die Öffentlichkeit stellen kann.
Ja, sehe ich auch so – Anutin ist der Frontmann, wie Prayuth – vor Prawit.
Wie Paetongtarn für Vater und Nattapong für Thanathorn.
Nur Abhisit scheint unabhängig zu agieren – alle anderen eigentlich nur Front-Politiker.
Nein, nachdem dies mit den Strichcodes geklärt wurde, die also nicht mit ID-Card verbunden wurden, sinkt
der Verdacht Wahlbetrug um einiges ab.
Jetzt gibt es nur noch vereinzelt Fälle, wie immer. Dazu gibt es dann Nachwahlen.
Richtig – aber Newin wäre auch nichts, ohne Anutin, hat es ja versucht.
Newin schied mit mickrigen 36 Abg. im Parlament aus der Politik aus.
Anutin hatte eine Wahl später schon 72 und dann höher und höher bis heute zum Premier.
Anutin ist bei der Bevölkerung sehr beliebt, wie seinerzeit Thaksin – macht aber nicht so eine
Scheiße wie Thaksin – wie Gesetzesänderung für sein Unternehmen Shin Corp usw.
Also wesentlich schlauer als Thaksin es je war.
Thaksin hat ohne Angst, öffentlich bemerkbar Betrug, Amtsmissbrauch usw. praktiziert – er dachte, er stehe über dem
Gesetz. Anutin mag auch korrupt sein, weiß ich nicht – nötig hat er es nicht, aber wenn doch – macht er es klüger als
Thaksin.
Thaksin war nicht reich, der wurde durch Korruption erst reich – bei der Polizei.
Anutin ist schon Milliardär – bevor er in die Politik ging.
Durch Erbe und weitere Entwicklung seines Unternehmens.