Bangkok setzt auf technologische Unabhängigkeit: Ein visionäres Kooperationsprojekt bringt den ersten im Land gefertigten elektrischen Luxuszug auf die Gleise. Mit modernster Leichtbautechnik und drastisch gesenkten Produktionskosten läutet die thailändische Staatsbahn eine neue Ära der heimischen Schienenwirtschaft ein.
Bangkok. Ein historischer Tag für die thailändische Infrastruktur: Am heutigen 3. Juli wurde der erste vollständig in Thailand hergestellte Elektrozug am Bahnhof von Bangkok offiziell an die thailändische Staatsbahn (SRT) übergeben. Das Prestigeprojekt markiert einen entscheidenden Durchbruch für die heimische Schienenfahrzeugproduktion und treibt die nationale Strategie voran, sich nachhaltig aus der Abhängigkeit von ausländischen Importen zu lösen.
Der innovative Prototyp ist das Ergebnis einer groß angelegten Allianz: Unter der Federführung des renommierten King Mongkut’s Institute of Technology Ladkrabang bündelten thailändische Ingenieure und Forscher ihr Know-how mit der Expertise von über 30 privaten Unternehmen. Das Gemeinschaftswerk präsentiert sich als elektrisches Luxusfahrzeugsystem, das komplett in Thailand entworfen und gebaut wurde. Der wegweisende Personenwagen bietet Platz für 25 Passagiere. Dank moderner Konstruktionsverfahren ist er um stolze 22 % leichter als herkömmliche Modelle – ein enormer Vorteil für die Energieeffizienz. Bemerkenswert ist zudem die lokale Wertschöpfung: Der Zug besteht zu 44,1 % aus im Land gefertigten Komponenten.
Hohes Tempo und gewaltiges Sparpotenzial
Auch technisch hat der Newcomer seine Reife bereits unter Beweis gestellt. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 120 Kilometern pro Stunde hat der Elektrozug bereits eine Testdistanz von mehr als 10.000 Kilometern im laufenden Betrieb fehlerfrei absolviert.
An der feierlichen Übergabezeremonie nahm auch der stellvertretende Premierminister und Minister für Hochschulbildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation, Yodchanan Wongsawat, teil. Er betonte stolz, dass dieser Zug den erfolgreichen Sprung aus den universitären Laboren direkt in die praktische Anwendung geschafft habe. Dies stehe im perfekten Einklang mit der Regierungspolitik, wissenschaftliche Forschung in handfeste wirtschaftliche Erfolge zu verwandeln.
Laut Yodchanan zielt die Initiative explizit darauf ab, Thailands industrielle Kapazitäten massiv zu stärken. Das stärkste Argument lieferte er gleich mit: Die Produktionskosten des Prototyps liegen um etwa 30 % unter denen importierter Züge – ein glasklarer Beleg für die Wettbewerbsfähigkeit lokal hergestellter Systeme. Die Weichen für die Zukunft sind ohnehin gestellt: In den kommenden 20 Jahren prognostiziert die Regierung durch geplante Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur einen Bedarf von mehr als 2.000 neuen Personenwaggons.
Die Geburt der thailändischen „Eisenbahnwirtschaft“
Der Aufbau dieser heimischen Industrie, die von den Verantwortlichen treffend als „Eisenbahnwirtschaft“ bezeichnet wird, soll nicht nur die Importabhängigkeit drastisch senken. Sie fungiert gleichzeitig als Jobmotor, kurbelt die industrielle Expansion an und sichert den Transfer von fortschrittlichen Schlüsseltechnologien ins eigene Land.
Anan Phoimdaeng, Gouverneur der SRT, hieß den Neuzugang in der Flotte herzlich willkommen und verwies sofort auf das enorme Potenzial zur Senkung der Staatsausgaben. Bevor das Luxusmodell jedoch regulär in den Dienst gestellt wird, durchläuft es weitere strenge Sicherheitstests. Geplant ist der anschließende Einsatz auf touristischen Strecken mit einer Länge von 200 bis 500 Kilometern.
Wie dynamisch sich das neue Zeitalter anfühlt, durften die geladenen Gäste direkt im Anschluss erleben: Im Rahmen der Zeremonie reisten Führungskräfte und Medienvertreter an Bord eines Sonderzuges vom Bahnhof Bangkok bis zum Haltepunkt Phra Chom Klao, um sich selbst ein Bild von der Zukunft auf thailändischen Schienen zu machen.
Der Zug sieht aus wie jeder Bombardier Triebwagen, auch in Europa.
44 % aus TH heißt 56% importiert.Ein durchaus üblicher Wert im globalen Eisenbahnbau.
Trotzdem hat TH natürlich bahnbrechendes im Eisenbahnbau geleistet.
Denken wir nur an die Entwicklungshilfe für D wo Rama III bekanntermaßen den ersten Zug 1835von Nürnberg nach Fürth fuhr.
!20km/h ist eine ziemliche Geschwindigkeit für das Museumsbähnle und kann natürlich nur an auserwählten Schnellfahrstrecken erreicht werden.
Sonst:
Naja, ich denke – ich würde lieber in TH in einem Zug entgleisen, als in DE 🙂
Weil in DE sieht es dann so aus:
Na ja mit 30km/h gibts eben nicht soviel Schaden wie mit über 200km/h.
Das Museumsbähnle ist nicht zuletzt wegen der veralteten Technik bei den Touris so beliebt.
Ja, ich fuhr gerne mit der Bahn von CNX nach BKK – lieber als mit dem Bus.
Man konnte angenehm schlafen, sei es 1. Klasse oder auch 2. Klasse, wenn die 1. voll war.
Absolut toll…..
Zusammengefasst kann man sagen:
In Thailand ist die Bahn marode, und auch
in DE ist die Bahn marode.
Bahn in TH ist pünktlicher und die Ausfälle sind sehr selten.
In DE fast schon normal.
Natürlich hat STIN Alles schonmal gemacht.
Ich selber bin in TH in den 40 Jahren meines Erfahrens genau dreimal mit dem Museumsbähnle gefahren.
Na ja , eigentlich nur zweimal weil beim ersten Mals saß ich in Hua Lamphong eine Stunde im Zug nach Ayuthya/Bang Pa In
der nicht losfuhr.
Dafür waren meine beiden anderen Zugfahrten erfolgreicher.
Ich fuhr mit dem International Express von Hua Lamphong nach Butterworth in Penang / Malaysia.
Dauerte knapp 20 Stunden und schaukelte sehr.Dafür schlief ich fest wegen der Schaukelei.An den Bahnhöfen war immer Theater und es gab viel zu essen.
Zuletzt bin ich mit dem Zug nach Hua Hin gefahren.
Schöner Bahnhof und nicht weit zum Strand.
Die SRT ist billig und für Eisenbahnfreunde wohl ein Muß.
Ab Phayao gab es keinen Zug , aber ich bin lieber im VIP Bus gefahren.Mit 27 Sitzen und einer Fahrzeit von 10-11 Stunden nach Mo Chit.Leider gabe es nur einen Tagesbus, 4 fuhren Nachts.
Ja, so ziemlich alles schon mal probiert.
Liegt in meiner Natur, alles erst einmal selbst zu probieren, um dann auch
eine Bewertung abgeben zu können.
Ich fuhr auch lange Strecken, von CNX bis nach Singapur runter.
Über Butterworth damals – schöne Strecke und dann rauf über die andere Seite,
über Gemas – nach BKK und CNX zurück.