Jomtien lockt alljährlich Heerscharen von Besuchern an, die den kilometerlangen Sandstrand und die im Vergleich zum quirligen Nachbarort Pattaya beschauliche Atmosphäre schätzen. Doch hinter der idyllischen Postkartenkulisse schwelt ein massives Umweltproblem, das sich nicht mehr länger übersehen lässt: Tonnen von illegal entsorgtem Müll und ungefilterte Abwässer bedrohen zunehmend das Image des beliebten Küstenorts.
Illegale Deponien und verstopfte Kanäle
Das Problem verschärft sich zusehends, wie der Anwohner Mark Pearson alarmiert berichtet. In Teilen von Jomtien türmen sich regelmäßig wilde Müllkippen aus Bauschutt, Hausmüll und verrottenden Lebensmittelabfällen. Da diese illegalen Ablagerungen oft tagelang unberührt bleiben, breiten sich unerträgliche Gerüche aus. Besonders fatal: Der Unrat verstopft die lokalen Abflusskanäle, die direkt in den Ozean münden.
Eine Chronik der Umweltverstöße
Die jüngsten Beschwerden sind keine Einzelfälle, sondern reihen sich in eine Kette gravierender Umweltvorfälle im vergangenen Jahr ein:
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Februar: Ein ausländischer Einwohner dokumentierte per Video, wie im Zuge eines Landschaftsbauprojekts Abwasser aus einem Entwässerungssystem abgepumpt und ungefiltert ins Meer geleitet wurde. Behörden bestätigten später das Fehlverhalten des ausführenden Bauunternehmers.
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Gleichzeitig: Weitere Aufnahmen entlarvten eine dunkle, stinkende Brühe, die am südlichen Ende des Jomtien Beach aus einem großen Abfror strömte.
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Tage später: Strandbesucher standen fassungslos vor kilometerlangen Müllbergen. Angespültes Treibgut – bestehend aus Holz, Plastikflaschen, Styroporbehältern und gefährlichen Gegenständen wie Nägeln – verunstaltete die Küstenlinie.
Ein regionales Problem verschärft durch die Regenzeit
Obwohl die einzelnen Vorfälle unterschiedliche Auslöser haben, offenbaren sie ein systematisches Versagen in der Abfall- und Abwasserwirtschaft. Diese Krise beschränkt sich nicht nur auf Jomtien. Ganz Pattaya kämpft seit Jahren mit ähnlichen Missständen. Besonders während heftiger Regenfälle eskaliert die Lage: Sturzfluten spülen den wild entsorgten Bauschutt und den abseits der Sammelstellen gelagerten Hausmüll durch die Straßen und Abwassersysteme direkt in die Kanäle und das Meer.
Behörden im Dauereinsatz – doch die Ursachen bleiben
Zwar reagiert die Stadtverwaltung von Pattaya mit regelmäßigen Müllabfuhren sowie Umweltinspektionen, und auch die Behörden haben im letzten Jahr mehrere Fälle von Umweltverschmutzung offiziell untersucht. Dennoch reißen die Beschwerden in Jomtien und den angrenzenden Stadtteilen nicht ab. Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die tieferliegenden strukturellen Probleme bisher nicht gelöst wurden.
Die nationale Dimension der Plastikkrise
Die lokalen Herausforderungen spiegeln eine fundamentale Krise der thailändischen Küstenprovinzen wider. Nach Daten der UN-Ozeankonferenz wurden bereits im Jahr 2016 schätzungsweise 2,83 Millionen Tonnen Abfall in diesen Regionen entweder überhaupt nicht abgeholt oder völlig unsachgemäß entsorgt. Rund 12 Prozent dieser Gesamtmenge entfielen auf Plastik. Das bittere Resultat: Jedes Jahr gelangen etwa 51.000 Tonnen dieses unkontrollierten Plastikmülls direkt in die thailändischen Gewässer.
Während die Statistiken das nationale Ausmaß in Millionen Tonnen beziffern, erleben die Menschen in Jomtien die Krise ganz real vor ihrer Haustür. Für sie misst sich das Problem im täglich sichtbaren Unrat am Straßenrand, der schleichend zu einem festen Bestandteil des Alltags wird. Wenn die Infrastruktur der Abfallwirtschaft nicht schleunigst mit der rasanten Entwicklung des Viertels Schritt hält, droht das Müllproblem zu einem dauerhaften und imageschädigenden Markenzeichen Jomtiens zu werden.
Redaktion STIN // CTN-Media
Es gibt keinen Unterschied zwischen Pattaya und Jomtien.
Jedenfalls nicht bis zum kleinen Hafen am Na Jomtien Soi 6.
Alles ein Klumpatsch. Erst ab Glasshouse locker es auf bis zum Ende
an der Jomtien Marina.Dort gibt es auch keine Müllberge.
Stört mich nicht mehr, nie wieder diese Gegend.
Nicht mein Ding…..