Ein mysteriöser Vorfall in einer thailändischen Luxuswohnanlage endete am Dienstag für einen 31-jährigen US-Amerikaner tödlich. Nach einer wilden Flucht vor den örtlichen Behörden ertrank der Mann in einem angrenzenden See, nachdem er zuvor ein gemietetes Anwesen völlig verwüstet hatte. Die Hintergründe der Tat geben der Polizei im Bezirk Bang Phli (Provinz Samut Prakan) derzeit noch Rätsel auf.
Eskalation am Werkstor und Flucht in den Tod
Das Drama nahm seinen Lauf, als der Amerikaner mit einem Mietwagen am Eingangstor der exklusiven Wohnanlage vorfuhr. Laut Aussagen des dortigen Sicherheitspersonals versuchte der Mann abrupt, dem Fahrer des Wagens 1.000 Baht zuzustecken. Aufgrund des extrem ungewöhnlichen und sprunghaften Verhaltens des Mannes verweigerte der Fahrer jedoch die Annahme des Geldes. Daraufhin eskalierte die Situation völlig: Der 31-Jährige begann lautstark zu schreien und wälzte sich am Boden.
Als die von den Sicherheitskräften alarmierte Polizei am Tatort eintraf, ergriff der Mann panisch die Flucht. Er rannte geradewegs auf den nahegelegenen See zu und sprang ins Wasser. Augenzeugen beobachteten, wie er zunächst noch schwamm, dann jedoch sichtlich die Kräfte verlor und schließlich vor den Augen der Einsatzkräfte unter der Wasseroberfläche verschwand. Rettungstaucher konnten nach einer rund 30-minütigen Suchaktion nur noch die Leiche des Mannes bergen.
Rätselhaftes Verhalten schockiert Freundin und Vermieter
Die Nachricht hinterlässt die 22-jährige Freundin des Verstorbenen fassungslos. Gegenüber der Polizei gab sie an, dass beide seit drei Jahren liiert und erst vor rund drei Monaten gemeinsam in das gemietete Haus eingezogen seien. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ihr Partner keinerlei abnormales Verhalten gezeigt.
Umso schockierender sind die Ereignisse der vorangegangenen Nacht: Der Mann hatte das Innere der Immobilie komplett demoliert, indem er Wände, Böden und Möbel großflächig mit Farbe beschmierte. Ob ein akuter Drogenkonsum der Auslöser für diesen psychotischen Ausbruch war, konnte die Lebensgefährtin nicht sagen.
Auch der Eigentümer des Anwesens steht unter Schock. Der Wert der luxuriösen Immobilie wird auf rund 22 Millionen Baht geschätzt. Er hatte das Haus für monatlich 35.000 Baht an das Paar vermietet – allerdings erst nach einer eingehenden und sorgfältigen Prüfung der Mieter. Umso härter traf ihn der Anblick des immensen Sachschadens.
Spritzen im Mietwagen: Ermittler vermuten Drogenhintergrund
Bei der anschließenden Durchsuchung des Hauses sowie des zurückgelassenen Fahrzeugs stießen die Ermittler auf konkrete Verdachtsmomente. Auf dem Sitz des Mietwagens stellte die Polizei zwei Spritzen sicher, zudem entdeckten die Beamten in einer Bauchtasche des Mannes noch nicht identifizierte weiße Tabletten.
Aktueller Ermittlungsstand: Der Leichnam des US-Bürgers wurde umgehend in die Gerichtsmedizin überführt. Eine umfassende Autopsie, die insbesondere toxikologische Untersuchungen beinhaltet, soll nun Klarheit darüber bringen, ob der Mann zum Zeitpunkt des Vorfalls unter dem Einfluss illegaler Substanzen stand.
Parallel dazu hat die thailändische Polizei bereits Kontakt mit der Botschaft der Vereinigten Staaten aufgenommen, um die Angehörigen des Mannes über das tragische Unglück zu informieren.
Redaktion STIN // CTN-Media