Die thailändische Regierung zündet die nächste Stufe zur Belebung des heimischen Reisemarktes: Mit einem Budget von mindestens 3 Milliarden Baht steht der Startschuss für die groß angelegte Inlandstourismuskampagne „Thai Tiao Thai Plus“ (Thailändisches Reisen, Thai Plus) kurz bevor. Das ambitionierte Zuzahlungsprojekt soll in der zweiten Jahreshälfte als kraftvoller Katalysator wirken und die Reiselust im eigenen Land neu entfachen.
Wie der Journalist Thanawan Winaisathien für Thansettakij berichtet, hat das Ministerium für Tourismus und Sport das Branding der Kampagne bereits finalisiert. Konzeptionell knüpft das Programm an die enormen Erfolge früherer staatlicher Konjunkturinitiativen wie „We Travel Together“ und „Travel Thai Half-Half“ an.
1 Million Zuschüsse: Staat subventioniert Reisen mit über 3.000 Baht
Die Pläne der Regierung sind hochgesteckt: Mindestens eine Million Vergünstigungen sollen im Rahmen der Kampagne an die Bevölkerung verteilt werden.
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Finanzvolumen: Für das kommende Finanzjahr 2027 ist ein Budget von mindestens 3 Milliarden thailändischen Baht fest eingeplant.
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Förderhöhe: Es wird erwartet, dass die staatliche Subvention pro beanspruchter Vergünstigung die Marke von 3.000 Baht übersteigt.
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Laufzeit: Das Programm ist auf eine Dauer von acht Monaten ausgelegt. Der Start ist für das letzte Quartal dieses Jahres geplant, um strategisch sowohl die touristische Hoch- als auch die Nebensaison in den unterschiedlichen Provinzen des Landes optimal abzudecken.
Optimierung der Wertschöpfungskette: Fluggesellschaften und Nahverkehr an Bord
Surasak Phancharoenworakul, Minister für Tourismus und Sport, betonte, dass die thailändische Tourismusbehörde (TAT) die genauen Konditionen des Programms derzeit noch feinschleift. Im Fokus steht dabei eine gerechtere geografische Verteilung der Reiseströme im Vergleich zu früheren Kampagnen.
Dafür nehmen die politischen Entscheidungsträger alte Barrieren unter die Lupe: Restriktionen wie die Beschränkung von Subventionen auf das Wochenende werden hinterfragt, und die Zoneneinteilung zwischen etablierten Großstädten und aufstrebenden Sekundärstädten wird neu bewertet.
„Wir wollen sicherstellen, dass die gesamte touristische Wertschöpfungskette profitiert“, erklärt Minister Surasak.
Deshalb wird der Kreis der Begünstigten gezielt ausgeweitet. Künftig sollen auch inländische Fluggesellschaften und Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs direkt von den staatlichen Zuschüssen profitieren.
Nahtlose Integration in die „Pao Tang“-App
Um technische Reibungsverluste zu minimieren und einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, verzichtet die Regierung auf die Entwicklung einer neuen Plattform. Stattdessen wird die gesamte Kampagne direkt in die bereits etablierte, sichere und im Land weit verbreitete mobile Anwendung „Pao Tang“ integriert.
Während das Gesamtbudget von 3 Milliarden Baht feststeht, feilen die Behörden noch an der genauen Ausgestaltung der Zuzahlungsquoten. Aktuell wird geprüft, ob eine klassische 50:50-Aufteilung oder ein noch attraktiveres 60:40-Modell eingeführt wird, bei dem der Staat stolze 60 Prozent der Unterkunfts- und Reisekosten übernimmt.
Neuer Fokus: Mehr Reisen pro Kopf gegen stagnierende Bevölkerungszahlen
Der Neustart erfolgt zu einem strategisch kritischen Zeitpunkt. Thapanee Kiatphaibool, Gouverneurin der thailändischen Tourismusbehörde (TAT), sieht in der stagnierenden Bevölkerungsentwicklung die derzeit größte Herausforderung für den lokalen Tourismussektor. Die TAT passt ihre Strategie daher an: Statt primär neue Ersturlauber zu gewinnen, liegt der Fokus nun darauf, die Reisehäufigkeit der bestehenden Kundschaft gezielt zu erhöhen.
Das erklärte Ziel der Behörde ist es, die durchschnittliche Frequenz von derzeit etwas mehr als zwei Reisen pro Person und Jahr auf drei Reisen anzuheben. Diese Steigerung ist der Schlüssel, um das nationale Jahresziel von insgesamt 200 Millionen Inlandsreisen zu realisieren.
In enger Kooperation mit der Privatwirtschaft wird das namensgebende „Plus“ des neuen Systems zudem die Einsatzmöglichkeiten digitaler Coupons drastisch erweitern. Waren diese Vergünstigungen in der Vergangenheit ausschließlich auf Hotels, Restaurants und Souvenirläden beschränkt, können sie künftig auch flexibel im öffentlichen Nahverkehr und bei lokalen Dienstleistern eingelöst werden.