Thailands beliebte Urlaubsinsel Koh Samui steht vor einer touristischen Zeitenwende. Mit einer Investition von 12,17 Milliarden Baht plant das thailändische Transportministerium den Bau eines hochmodernen Kreuzfahrtterminals. Das ehrgeizige Ziel: Künftig sollen jährlich bis zu 400.000 Passagiere und 240 Schiffsanläufe die Wirtschaft der Insel ankurbeln. Läuft alles nach Plan, könnten bereits 2028 die Bagger rollen.

Ein Milliardenprojekt für die Giganten der Meere

Um den internationalen Seeverkehr zu stärken und Thailands Kreuzfahrtindustrie spürbar voranzutreiben, drückt das zuständige Marineamt bei den Planungen aufs Tempo. Das neue Terminal wird speziell dafür konzipiert, auch den größten Kreuzfahrtschiffen der Welt Platz zu bieten.

Das Vorhaben ist kein isoliertes Projekt, sondern Teil einer groß angelegten Infrastrukturoffensive: Es gehört zu den insgesamt 262 Verkehrsprojekten, die das Ministerium für das Jahr 2027 mit einem Gesamtvolumen von 229,76 Milliarden Baht auf den Weg bringen will. Das Terminal selbst soll sich über eine Fläche von insgesamt 47 Rai erstrecken, wovon 15 Rai an Land liegen und 32 Rai ins Wasser ragen.

Privater Investor übernimmt die finanzielle Hauptlast

Bei der Finanzierung setzt die Regierung in Bangkok auf ein smartes öffentlich-privates Partnerschaftsmodell (PPP) nach dem sogenannten Netto-Kosten-Modell. Dabei trägt die Privatwirtschaft fast die gesamte finanzielle Last:

  • Gesamtinvestition: 12,17 Milliarden Baht

  • Staatlicher Anteil: Lediglich 148,58 Millionen Baht (für Infrastrukturkosten, die der Staat über einen Zeitraum von zehn Jahren zurückzahlt).

  • Privater Anteil: Stolze 12,02 Milliarden Baht. Davon fließen 6,27 Milliarden Baht direkt in den Bau und die Ausrüstung der Anlage. Weitere 5,75 Milliarden Baht sind für die Systeminstallation sowie den Betrieb und die Wartung während der 30-jährigen Vertragslaufzeit reserviert.

Wirtschaftlicher Segen: 46 Milliarden Baht erwartet

Die wirtschaftlichen Prognosen der zugehörigen Projektstudie sind vielversprechend. Nach der geplanten Inbetriebnahme soll das Terminal jährlich zwischen 200.000 und 400.000 zahlungskräftige Touristen auf die Insel bringen. Über die vertragliche Gesamtlaufzeit von drei Jahrzehnten wird mit einem generierten wirtschaftlichen Gesamtwert von rund 46 Milliarden Baht gerechnet.

Mit einer prognostizierten wirtschaftlichen Rendite von über 15 Prozent gilt das Projekt als hochrentabel. Hinter den Kulissen laufen die bürokratischen Rädchen bereits auf Hochtouren: Die notwendigen Anträge zur Landnutzung wurden bereits bei den zuständigen Behörden – darunter dem Königlichen Forstamt – eingereicht.

Der Zeitplan: Kabinettsbeschluss für 2027 angestrebt

Aktuell durchläuft das Projekt die finale Prüfung im Transportministerium. Sobald die noch ausstehende, grundsätzliche Genehmigung des Ministers vorliegt, werden die Pläne dem thailändischen Kabinett vorgelegt.

Die Regierung strebt den finalen Kabinettsbeschluss für das Jahr 2027 an. Verläuft das Verfahren reibungslos, soll das offizielle Ausschreibungsverfahren im Jahr 2028 starten, gefolgt vom unmittelbaren Baubeginn. Die feierliche Inbetriebnahme und der Start des 30-jährigen Betriebs sind für das Jahr 2032 anvisiert.

Von stin

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