Ein hochkarätiges Nachbarschaftstreffen steht bevor: Myanmars Staatschef Min Aung Hlaing reist zu einem zweitägigen Offiziellen Besuch nach Thailand. Auf der Agenda von Premierminister Anutin Charnvirakul stehen neben der Stärkung der Wirtschaftsbeziehungen auch drängende grenzüberschreitende Probleme wie Drogenhandel, Betrugsnetzwerke und die zunehmende Umweltverschmutzung.

Thailands Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul gab am Freitag bekannt, dass General Min Aung Hlaing, der Präsident Myanmars, in der kommenden Woche als offizieller Gast der thailändischen Regierung im Land erwartet wird. Für die Verhandlungen sind insgesamt zwei Tage angesetzt, die sowohl bilaterale Diskussionen als auch vertrauliche Vier-Augen-Gespräche umfassen.

Wirtschaft und Privatsektor im Zentrum der Agenda

Ein zentraler Baustein des Besuchs ist das Treffen von Min Aung Hlaing mit dem Thai-Myanmar Business Council. Dies spiegelt den modernen diplomatischen Ansatz Thailands wider, bei dem der Empfang ausländischer Staats- und Regierungschefs gezielt mit wirtschaftlichen und privatwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verknüpft wird.

Durch die direkte Einbindung des Privatsektors sollen die Beziehungen beider Nationen nachhaltig gestärkt, konkrete Geschäftsanbahnungen unterstützt und die wirtschaftliche Zusammenarbeit auf ein neues Niveau gehoben werden.

Kampf gegen Smog, Betrug und Drogenhandel

Neben den wirtschaftlichen Chancen stehen hochbrisante regionale Herausforderungen auf dem Programm. Auf die Nachfrage, ob die Umweltverschmutzung ein zentrales Thema darstellen werde, bestätigte Anutin, dass die toxische Belastung und das Problem des grenzüberschreitenden Smogs ganz oben auf der Agenda stehen. Ebenso werden die Lage der ethnischen Minderheiten, der illegale Drogenhandel sowie grenzüberschreitende Betrugsnetzwerke intensiv erörtert.

Auf die Frage nach den drohenden negativen Folgen der Giftstoff- und Smogbelastung für den Tourismus und die heimische Wirtschaft betonte der thailändische Premierminister die Notwendigkeit enger nachbarschaftlicher Kooperation:

„Wenn ein Land von den Handlungen oder den Folgen des anderen Landes betroffen ist, müssen wir gemeinsam an einer Lösung arbeiten.“

Partnerschaft auf Augenhöhe

Anutin zeigte sich zuversichtlich, dass auch Myanmar eigene Anliegen für eine engere Zusammenarbeit einbringen werde. Beide Seiten müssten sich nun an einen Tisch setzen, um diese Themen konstruktiv durchzusprechen.

„Unsere grundlegenden Beziehungen sind bereits gut. Wir wollen mit jedem Land befreundet sein – insbesondere mit unseren direkten Nachbarn“, bekräftigte der Premierminister abschließend.

Von stin

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2 Comments
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berndgrimm
berndgrimm
7 Tage vor

Jau , jetzt ist es auch für Anutin Zeit sich an die Militär Diktatur in Burma anzuwanzen.Schließlich bekämpft man die gleichen Feinde, die Bergvölker im Norden.

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