Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer friedlichen Beilegung eines jahrzehntelangen Seegrenzkonflikts: Die australische Diplomatin und Völkerrechtlerin Katrina Cooper wurde zur Vorsitzenden der UNCLOS-Schlichtungskommission berufen. Damit steht das fünfköpfige Expertengremium der Vereinten Nationen vollständig – und bereitet sich auf seine erste richtungsweisende Sitzung vor.
Wie das thailändische Außenministerium am Freitag offiziell bekannt gab, übernimmt Katrina Cooper die Rolle der fünften Vermittlerin und zugleich den Vorsitz der Kommission im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (UNCLOS). Mit ihrer Ernennung ist das hochkarätig besetzte Gremium komplett. Bereits im kommenden September soll die Kommission zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen; der genaue Termin steht laut Angaben des Ministeriums in Bangkok allerdings noch nicht fest.
Fundierte Expertise in Diplomatie und internationalem Recht
Katrina Cooper gehörte zu den von Thailand ausdrücklich unterstützten Kandidatinnen. Die renommierte Juristin genießt international hohes Ansehen und bringt umfassende Erfahrung in Völkerrecht sowie in komplexen Verhandlungsprozessen mit. Neben ihrer juristischen Spezialisierung verfügt Cooper über tiefgehende Kenntnisse in der Diplomatie und den internationalen Beziehungen. Das thailändische Außenministerium betonte, dass ihr genau diese Kombination dabei helfen werde, den geopolitischen Gesamtzusammenhang sowie die besonderen Sensibilitäten dieses internationalen Streitfalls umfassend zu erfassen und zu berücksichtigen.
Coopers diplomatische Vita ist eindrucksvoll: Sie diente unter anderem als australische Botschafterin in Mexiko. Zudem war sie in den Jahren 2016 und 2017 als Ko-Beauftragte der australischen Regierung aktiv an dem historischen UNCLOS-Schlichtungsverfahren zwischen Australien und Timor-Leste beteiligt.
Ein hochkarätig besetztes internationales Gremium
Die weiteren vier Mitglieder der Schlichtungskommission wurden direkt von den beiden Konfliktparteien nominiert:
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Thailands Nominierungen: Die Regierung in Bangkok entsandte mit Rüdiger Wolfrum und Albert Hoffmann zwei weltweit anerkannte deutschen Experten für Seerecht und Völkerrecht in das Gremium.
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Kambodschas Nominierungen: Die Regierung in Phnom Penh benannte den dänischen Diplomaten und ehemaligen Botschafter Peter Taksøe-Jensen sowie den französischen Völkerrechtsprofessor Jean-Marc Thouvenin.
Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Lösung
Auf der Tagesordnung der anstehenden Auftaktsitzung steht ein zentraler Meilenstein: Die Prüfung und Festlegung der offiziellen Geschäftsordnung. Dieses Regelwerk bildet das fundamentale Gerüst für die künftige Arbeit der Kommission und wird den Ablauf aller nachfolgenden Sitzungen und Verfahrensschritte maßgeblich leiten.
Thailand bekräftigte seine Bereitschaft zur uneingeschränkten Kooperation mit der Schlichtungskommission. Die Regierung kündigte an, die Arbeit des Gremiums im Rahmen des UNCLOS-Seerechtsübereinkommens vollumfänglich zu unterstützen, um eine friedliche Beilegung des Seestreits mit dem Nachbarland Kambodscha zu erreichen.
Gleichzeitig betonte das Ministerium, dass die thailändische Regierung und die zuständigen Behörden konsequent daran arbeiten werden, die nationalen Interessen Thailands zu wahren. Die Teilnahme an den Verfahren erfolge strikt auf der Grundlage des Völkerrechts – stets mit dem übergeordneten Ziel, eine dauerhafte und nachhaltige Lösung für beide Nationen zu erzielen.