Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket will die thailändische Regierung die südlichen Provinzen wirtschaftlich stärken, die Logistik modernisieren und die Bevölkerung besser vor Katastrophen schützen. Premierminister Anutin Charnvirakul gab im Anschluss an eine mobile Kabinettssitzung in Hat Yai die Genehmigung von vier zentralen „Quick-Win“-Projekten bekannt. Die Initiativen richten sich gezielt an die Regionen Songkhla, Yala, Pattani, Narathiwat und Satun, um nach den verheerenden Überschwemmungen des vergangenen Novembers die Lebensqualität und soziale Stabilität nachhaltig zu sichern.

106 Milliarden Baht für den zweigleisigen Ausbau des Schienennetzes

Ein Kernelement der beschlossenen Infrastrukturoffensive ist die zweite Phase des zweigleisigen Eisenbahnprojekts. Für das Großprojekt ist ein Investitionsvolumen von schätzungsweise 106 Milliarden Baht vorgesehen. Ziel ist es, die Landverbindungen und die Logistik zwischen dem Süden, den übrigen Landesteilen sowie dem Nachbarstaat Malaysia grundlegend zu optimieren.

Das Ausbauprojekt gliedert sich in drei strategische Streckenabschnitte:

  • Chumphon – Surat Thani

  • Surat Thani – Hat Yai Terminal

  • Hat Yai Terminal – Padang Besar

Neue Brückenverbindungen verkürzen Reisezeiten drastisch

Neben dem Ausbau des Schienennetzes grünes Licht gab das Kabinett auch für zwei wichtige Brückenbauprojekte:

  • Verbindung zwischen Krabi und Koh Lanta: Die neue Brücke ermöglicht es Touristen wie Einheimischen künftig, die Inseln Koh Lanta und Lanta Noi direkt vom Festland aus mit dem Auto, Motorrad oder Fahrrad zu erreichen.

  • Brücke über den Songkhla-See: Dieses Bauwerk verbindet die Provinzen Songkhla und Phatthalung. Die Fahrzeit schrumpft dadurch von bisher rund 1,5 Stunden auf nur noch 20 Minuten, was gleichzeitig die Transportkosten für den Güterverkehr massiv senkt.

Landesweiter Schutzschirm: Universelle Versicherung für 30 Millionen Haushalte

Als Antwort auf die wiederkehrenden, schweren Hochwasserkatastrophen – die insbesondere in Hat Yai regelmäßig enorme Sachschäden verursachen – führt die Regierung ein neues universelles Versicherungsprojekt ein. Diese Schutzmaßnahme beschränkt sich nicht nur auf die fünf südlichen Provinzen, sondern greift landesweit für insgesamt 30 Millionen Haushalte.

Die Eckdaten des Versicherungssystems im Überblick:

  • Schadensabdeckung: Bis zu 100.000 Baht Schutz pro Haushalt bei Sachschäden.

  • Todesfallleistung: Im Todesfall wird eine Entschädigungssumme von zwei Millionen Baht an die Angehörigen ausgezahlt.

  • Schnelle Auszahlung: Die Erstauszahlung erfolgt innerhalb von 15 Tagen, der verbleibende Restbetrag wird innerhalb der darauffolgenden 15 Tage überwiesen.

  • Finanzierung: Die jährlichen Prämienkosten von geschätzten 15,5 Milliarden Baht werden vollständig aus Steuergeldern finanziert.

Premierminister Anutin Charnvirakul betonte die Vorteile des Modells: Für die Bevölkerung bedeute dies einen deutlich besseren finanziellen Schutz im Krisenfall, während gleichzeitig die direkten staatlichen Entschädigungszahlungen entlastet werden.

Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz in Hat Yai werden aufgestockt

Auch in die lokale Infrastruktur und den direkten Katastrophenschutz fließen gezielt Fördergelder. Zur medizinischen Versorgung der Region stellt die Regierung 250 Millionen Baht für den Bau eines zweiten Krankenhauses in Hat Yai bereit.

Weitere 142 Millionen Baht sind für konkrete Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge reserviert. Diese Mittel fließen direkt in die Vergrößerung des Stausees in Hat Yai sowie in die umfassende Modernisierung und Kapazitätserweiterung der örtlichen Entwässerungssysteme.

Redaktion STIN --> Austria // Thailand

Von stin

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3 Comments
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berndgrimm
berndgrimm
10 Tage vor

Wer hat noch nicht? Wer will noch mal ? Mitkassieren!

berndgrimm
berndgrimm
9 Tage vor
Antwort auf  stin

Na ja, daß es auch in D/A Korruption und Vetternwirtschaft gibt bestreite ich garnicht. Aber dies ist keine Ausrede um von den thailändischen Verhältnissen abzulenken.
Selbst wenn Merzens Blackrock eine Mehrheit der Shell Aktien verwalten würde (was es nicht tut) so hat Shell nur einen Marktanteil von 13,3% am deutschen Benzin/Diesel Markt und die kleine „freien“ Tankstellen insgesamt einen Marktanteil von 33,8%.Jeder von denen kann einen Tanklaster voll Stoff direkt aus der Raffinerie beziehen.
Meist billiger als die Markentankstellen aber wenn der Stoff knapp wird auch erheblich teurer.Die Top 10 der Anbieter haben einen Marktanteil von 66%.Das ist im vergleich zu anderen Märkten wenig.
Aber der Benzinpreis erhitzt die Volkesseele wie früher der Bierpreis.
Auch hier wieder ein Blick in die Realität:
Als ich vor über 60 Jahren meinen Führerschein machte koostete der Liter Benzin um die 60 Pfennig.
Wenn man die Preissteigerung von anderen Produkten zugrunde legt , müßte der Liter heute um die 3€ kosten. Tut er aber nicht.
Ich habe jafast 30 Jahre in LUX gelebt.Dort herrschte immer ein großer Tanktourismus aus der deutschen Grenzregion.
Im Umkreis meiner FeWo in D gibt es innerhalb von 15km nur eine einzige deutsche Tankstelle.
Bis zur LUX Grenze sind es nur 16km.Dabei ist heute der Preis in LUX nur 20 cents billiger als in D.. Aber man kauft in LUX ja auch noch billige Zigaretten.Lohnen tut es sich trotzdem nicht , aber man redet es sich ein.
In LUX finanziert man von der Mineralölsteuer den Gratis ÖPNV.
Auf der D Seite gibt es kaum ÖPNV und schon garnicht Gratis.
Busse und Bahnen fahren meist nach LUX.
Die Busse und Bahnen sind außerhalb der Schulzeiten sehr schlecht ausgelastet. Ich bin meist der einzige Fahrgast im Bus oder Eisenbahnwaggon.Dabei sind sowohl Busse als auch Regionalzüge immer pünktlich.
Früher gab es einen kleinen kommunalen Rufbus der besser ausgelastet war.Der fuhr aber auch nur bis zum Bahnhof oder ins Ortszentrum der Verbandsgemeinde.
Ich bin ein Verfechter des ÖPNV und benutze ihn fast immer.
Aber zum Einkaufen fahr ich auch lieber mit meiner Vermieterin mit dem Auto.
Außerdem gibt es auf dem Lande noch eine große Nachbarschaftshilfe und einen Familienzusammenhalt.

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