Surathani: Proteste im Flüchtlingslager

Fast 100 Rohingya-Migranten protestierten am Montag in einem Flüchtlingslager der südlichen Provinz Surat Thani  gegen die Verordnung der Unterkunft. Dabei sind einige Fensterscheiben zu Bruch gegangen und es mussten Sicherheitskräfte gerufen werden, um die gefährliche Situation unter Kontrolle zu bringen.

Surat Thanis Polizeichef Apichart Boonsriroj erklärte, dass in Zukunft besser ausgebildete Sicherheitskräfte eingesetzt werden sollten, weil die meisten Mitarbeiter in diesen Flüchtlingslagern nicht geschult sind, um mit solchen speziellen Problemen umzugehen.

Insgesamt 94 muslimische Rohingya, Männer, Frauen und Kinder, befinden sich in dem regionalen Ausbildungszentrum, dass als Sri Surat-Haus bekannt ist, und durch das Ministerium für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit gefördert wird.

Polizeichef Apichart sagte, die Rohingya schienen wütend zu sein, weil es ihnen nicht gestattet wurde Lebensmittel und andere Gegenstände in ihre Unterbringungen mitzunehmen, um den Laylat al Baraat Feiertag zu feiern, einem der heiligsten Tage im islamischen Jahr.

Surat Thanis Vize-Gouverneur Wichawut Jinto und Polizeichef Apichart rückten mit 50 Polizisten zum Flüchtlingslager aus. Fünf Rohingya wurden vorübergehend festgenommen und bei einem Verhör wurden ihnen dieVorschriften des Lagers erklärt. Unterdessen wurde Stacheldraht um das Gebäude verlegt und eine Beleuchtung installiert.

Am Dienstag sind die Unterkünfte der Flüchtlinge durchsucht worden. Mehrere Plastiktüten mit Steinen und Trockenfutter wurden aus Sicherheitsgründen beschlagnahmt. Behörden berichteten, dass die Rohingya forderten, nach Malaysia umgesiedelt zu werden und nicht in die USA.

Polizeichef Apichart sagte, dass 35 der Flüchtlinge als Opfer des Menschenhandels erfasst wurden. Die übrigen werden als illegale Migranten eingestuft. Aber die Ermittlungen dazu sind noch nicht vollständig abgeschlossen.

Die Leiterin des Flüchtlingslagers, Sudarat Pansawat, sagte, die Polizei und lokale Behörden werden die Sicherheitsvorkehrungen erhöhen, um einen weiteren Ausbruch eines Protests zu verhindern. „Wir sind bestrebt, ihnen zu helfen, aber unsere Mittel sind begrenzt und wir können nichts machen, um sie in ein Drittland umzusiedeln. Es kommt auf die jeweilige Regierung des Landes an“, sagte sie.

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berndgrimm
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berndgrimm
4. Juni 2015 6:14 am

weil die meisten Mitarbeiter in diesen Flüchtlingslagern nicht geschult sind

Ungeschulte Thai Beamte (wie sie auch in vielen Immigration Bueros rumhaengen)
koennen auch zivilisierte Leute durch ihre duemmliche Ueberheblichkeit
zur Gewalt reizen.
Schliesslich ist dies meist die einzige Sprache die sie verstehen…

emi_rambus
Gast
emi_rambus
4. Juni 2015 5:26 am

<a href="http://https://www.facebook.com/schoenes.thailand" data-slimstat-tracking="true" data-slimstat-callback="true">STIN</a>: vermutlich weil sie illegal im Land sind.

Alle Fluechtlinge die von Schleppern nach D gebracht wurden, kommen ins Gefaengnis und Ramadan ist gestrichen.
Das Geschrei moechte ich mal hoeren!

emi_rambus
Gast
emi_rambus
4. Juni 2015 4:35 am

<a href="http://https://www.facebook.com/schoenes.thailand" data-slimstat-tracking="true" data-slimstat-callback="true">STIN</a>: nichts gegen die Rohingyas, aber es zeigt sich nun – das sie doch recht aggressiv sind. Vermutlich wohl auch, weil sie andauernd attackiert werden. Sie sollten aber Hilfe annehmen und nicht nur Forderungen stellen. Wenn Malaysia keine Rohingyas aufnimmt, dann sollten sie halt auch die USA in Erwägung ziehen.

Es hatte immer Vorrang die Menschen in ihre Heimat zurueckzubringen!
Man sollte mal die Karen in der USA fragen , bevor man etwas weiterempfiehlt!
Die Leute wollten quasi ihr “Weihnachten” feiern und man hat ihnen die “Weihnachtsplaetzchen” weggenommen. Da haetten sich gefangene Christen auch aufgeregt. Wieso sind die Rohingya eigentlich Gefangene?