Koh Phangan: Armee nimmt Jetski-Betreiber fest

Überraschender Besuch des Militärs gestern auf der Ferien- und Partyinsel Koh Phangan. Soldaten nahmen laut Informationen thailändischer Medien mehrere Jetski-Betreiber wegen Betrugsvorwürfen und Umweltfrevel fest.

Die Urlauber trauten ihren Augen nicht. Am Haad Rin Strand und in Thong Nai Pan Yai tauchten plötzlich uniformierte Soldaten auf und inspizierten mehrere Jetski-Unternehmen. Wie ein Polizeisprecher auf Koh Phangan später bestätigte, hatte es Beschwerden an den ‚Nationalen Rat für Frieden und Ordnung‘ (NCPO) in Bangkok gegeben, in denen Preiswucher und Abzocke bei Kleinunfällen angeprangert worden waren.

Fünf Jetski-Verleiher wurden festgenommen und verblieben in Polizeigewahrsam. 20 Gefährte zogen die Soldaten außerdem aus dem Verkehr. Weitere Anklagepunkte würden geprüft, so die Mitteilung aus der Koh Phangan Polizeizentrale. Es habe, so der Sprecher, auch Klagen von Fischern gegeben, die sagten, durch den wilden Jetski-Verkehr seien Fisch- und Korallenbestände geschädigt worden.

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Dass der Zugriff auf Koh Phangan ohne große Vorankündigung erfolgt ist, sorgte auf der Nachbarinsel Koh Samui für Gesprächsstoff. Auch dort sind manche Jetski-Verleiher am Chaweng und Lamai Strand seit Jahren ein dauerhaftes Ärgernis. Vor allem die Masche, nach Bagatellunfällen fünf- bis sechsstellige Bahtsummen als Entschädigung zu verlangen – unter der Androhung massiver Gewalt – hat sich wiederholt in negativen Medienberichten niedergeschlagen und das Image der Insel herabgesetzt.

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berndgrimm
Gast
berndgrimm
5. Juli 2015 3:03 am

egon weiss:
http://der-farang.com/de/pages/thailands-schattenwirtschaft-blueht-wie-eh-und-je

BANGKOK: Korruption und Schutzgelderpressung haben unter der Militärregierung im Nachtleben nicht nachgelassen. Im Gegenteil, heute werden im Milieu höhere Beträge gezahlt als vor Jahren.

Das berichtet Bloomberg News unter der Überschrift „Bangkoks Sex Shops und Straßenbars haben das Durchgreifen der Regierung gegen Korruption überlebt“, eine Story über Thailands Schattenwirtschaft. Sie soll für über zwei Fünftel des Bruttoinlandsproduktes stehen. Zitiert wird der Österreicher Friedrich Schneider, Volkwirt an der Johannes Kepler Universität in Linz. Er glaubt, dass Thailands Schattenwirtschaft 40,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, inklusive Glücksspiel, Kleinwaffen- und Drogenhandel. Auf Bangkoks Straßen, längst nicht immer im Verborgenen, so Bloomberg, würden Prostitution, Drogenschmuggel, Menschenhandel und Spielkasinos, alles verbotene Geschäftsfelder, wachsen. Und die Zahl der Betriebe, die nicht angemeldet seien und keine Steuern zahlten, sei hoch.

Es ist mir unverständlich wie ausländische “Experten” zu einer solchen
Aussage kommen können ohne hier zu leben und permanenten Einblick
in die Aktivitäten der Schattenwirtschaft zu haben.

Ich habe beruflich viele Jahre lang mit Ländern in Afrika und Kleinasien
zu tun gehabt wo die Schattenwirtschaft grösser ist als die besteuerte
Wirtschaft.

Und ich habe 30 Jahre Erfahrung in Thailand wo ich die Schattenwirtschaft
täglich miterlebe.

Aber eine solche Aussage mit Quantifizierung könnte ich nicht machen.

Tatsache ist, dass an der Schattenwirtschaft immer auch die Polizei
beteiligt ist, weit mehr als das Militär.
Wenn man also sieht wie Prayuth sich von Thaksins Restlakaien in der
Polizei auf der Nase herumtanzen lässt kommen einem zwangsläufig
die entsprechenden Gedanken.

Aber ich glaube nicht dass Prayuth so dumm ist und sich selbst
erpressbar macht!

  berndgrimm(Quote)  (Reply)

Pattaya Mania
Gast
Pattaya Mania
4. Juli 2015 11:32 pm

Ein großes Lob für die Arbeit der Soldaten!

Endlich geht’s der Jet-Ski-Mafia an den Kragen!

Ich hoffe nur, auf Koh Samui, Pattaya und Phuket greift das Militär ebenso konsequent durch!

Gruß Paul

berndgrimm
Gast
berndgrimm
4. Juli 2015 3:57 am

Vor allem die Masche, nach Bagatellunfällen fünf- bis sechsstellige Bahtsummen als Entschädigung zu verlangen – unter der Androhung massiver Gewalt – hat sich wiederholt in negativen Medienberichten niedergeschlagen und das Image der Insel herabgesetzt.

Nicht nur dieser Insel sondern ganz Thailands!

Ich kann nicht verstehen warum man Jet Skis hier überhaupt zulässt!
Abgesehen von den immensen Umweltschäden und den o.g. Betrugs-
manövern sind die meist eingeborenen Fahrer potentielle Mörder
die ohne Kenntnisse oder Beachtung Nautischer Regeln ihre Umwelt
terrorisieren wollen.

Jedesmal wenn ich vor Jomtien segle habe ich lebensgefährliche
Begegnungen mit diesen Freizeitmördern!

Am Schlimmsten sind die Eingeborenen Vermieter selbst!

Es ist sehr traurig dass es immer noch des Militärs bedarf
um gegen diese Todespiraten vorzugehen!

Dies zeigt Prayuth immer noch sein Versagen bei der
notwendigen Polizeireform.

Ausserdem stellt sich mir die Frage weshalb wir eine so
umfangreiche und gutausgestattete Marine Polizei haben
wenn die absolut inaktiv ist seitdem ihr früherer Chef
wegen Diesel Schmuggels abgelöst wurde?