Koh Phangan: Armee nimmt Jetski-Betreiber fest

Überraschender Besuch des Militärs gestern auf der Ferien- und Partyinsel Koh Phangan. Soldaten nahmen laut Informationen thailändischer Medien mehrere Jetski-Betreiber wegen Betrugsvorwürfen und Umweltfrevel fest.

Die Urlauber trauten ihren Augen nicht. Am Haad Rin Strand und in Thong Nai Pan Yai tauchten plötzlich uniformierte Soldaten auf und inspizierten mehrere Jetski-Unternehmen. Wie ein Polizeisprecher auf Koh Phangan später bestätigte, hatte es Beschwerden an den ‚Nationalen Rat für Frieden und Ordnung‘ (NCPO) in Bangkok gegeben, in denen Preiswucher und Abzocke bei Kleinunfällen angeprangert worden waren.

Fünf Jetski-Verleiher wurden festgenommen und verblieben in Polizeigewahrsam. 20 Gefährte zogen die Soldaten außerdem aus dem Verkehr. Weitere Anklagepunkte würden geprüft, so die Mitteilung aus der Koh Phangan Polizeizentrale. Es habe, so der Sprecher, auch Klagen von Fischern gegeben, die sagten, durch den wilden Jetski-Verkehr seien Fisch- und Korallenbestände geschädigt worden.

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Dass der Zugriff auf Koh Phangan ohne große Vorankündigung erfolgt ist, sorgte auf der Nachbarinsel Koh Samui für Gesprächsstoff. Auch dort sind manche Jetski-Verleiher am Chaweng und Lamai Strand seit Jahren ein dauerhaftes Ärgernis. Vor allem die Masche, nach Bagatellunfällen fünf- bis sechsstellige Bahtsummen als Entschädigung zu verlangen – unter der Androhung massiver Gewalt – hat sich wiederholt in negativen Medienberichten niedergeschlagen und das Image der Insel herabgesetzt.

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5 Antworten zu Koh Phangan: Armee nimmt Jetski-Betreiber fest

  1. Avatar berndgrimm sagt:

    egon weiss:
    http://der-farang.com/de/pages/thailands-schattenwirtschaft-blueht-wie-eh-und-je

    BANGKOK: Korruption und Schutzgelderpressung haben unter der Militärregierung im Nachtleben nicht nachgelassen. Im Gegenteil, heute werden im Milieu höhere Beträge gezahlt als vor Jahren.

    Das berichtet Bloomberg News unter der Überschrift „Bangkoks Sex Shops und Straßenbars haben das Durchgreifen der Regierung gegen Korruption überlebt“, eine Story über Thailands Schattenwirtschaft. Sie soll für über zwei Fünftel des Bruttoinlandsproduktes stehen. Zitiert wird der Österreicher Friedrich Schneider, Volkwirt an der Johannes Kepler Universität in Linz. Er glaubt, dass Thailands Schattenwirtschaft 40,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht, inklusive Glücksspiel, Kleinwaffen- und Drogenhandel. Auf Bangkoks Straßen, längst nicht immer im Verborgenen, so Bloomberg, würden Prostitution, Drogenschmuggel, Menschenhandel und Spielkasinos, alles verbotene Geschäftsfelder, wachsen. Und die Zahl der Betriebe, die nicht angemeldet seien und keine Steuern zahlten, sei hoch.

    Es ist mir unverständlich wie ausländische “Experten” zu einer solchen
    Aussage kommen können ohne hier zu leben und permanenten Einblick
    in die Aktivitäten der Schattenwirtschaft zu haben.

    Ich habe beruflich viele Jahre lang mit Ländern in Afrika und Kleinasien
    zu tun gehabt wo die Schattenwirtschaft grösser ist als die besteuerte
    Wirtschaft.

    Und ich habe 30 Jahre Erfahrung in Thailand wo ich die Schattenwirtschaft
    täglich miterlebe.

    Aber eine solche Aussage mit Quantifizierung könnte ich nicht machen.

    Tatsache ist, dass an der Schattenwirtschaft immer auch die Polizei
    beteiligt ist, weit mehr als das Militär.
    Wenn man also sieht wie Prayuth sich von Thaksins Restlakaien in der
    Polizei auf der Nase herumtanzen lässt kommen einem zwangsläufig
    die entsprechenden Gedanken.

    Aber ich glaube nicht dass Prayuth so dumm ist und sich selbst
    erpressbar macht!

      berndgrimm(Quote)  (Reply)

  2. Avatar Pattaya Mania sagt:

    Ein großes Lob für die Arbeit der Soldaten!

    Endlich geht’s der Jet-Ski-Mafia an den Kragen!

    Ich hoffe nur, auf Koh Samui, Pattaya und Phuket greift das Militär ebenso konsequent durch!

    Gruß Paul

  3. Avatar berndgrimm sagt:

    Vor allem die Masche, nach Bagatellunfällen fünf- bis sechsstellige Bahtsummen als Entschädigung zu verlangen – unter der Androhung massiver Gewalt – hat sich wiederholt in negativen Medienberichten niedergeschlagen und das Image der Insel herabgesetzt.

    Nicht nur dieser Insel sondern ganz Thailands!

    Ich kann nicht verstehen warum man Jet Skis hier überhaupt zulässt!
    Abgesehen von den immensen Umweltschäden und den o.g. Betrugs-
    manövern sind die meist eingeborenen Fahrer potentielle Mörder
    die ohne Kenntnisse oder Beachtung Nautischer Regeln ihre Umwelt
    terrorisieren wollen.

    Jedesmal wenn ich vor Jomtien segle habe ich lebensgefährliche
    Begegnungen mit diesen Freizeitmördern!

    Am Schlimmsten sind die Eingeborenen Vermieter selbst!

    Es ist sehr traurig dass es immer noch des Militärs bedarf
    um gegen diese Todespiraten vorzugehen!

    Dies zeigt Prayuth immer noch sein Versagen bei der
    notwendigen Polizeireform.

    Ausserdem stellt sich mir die Frage weshalb wir eine so
    umfangreiche und gutausgestattete Marine Polizei haben
    wenn die absolut inaktiv ist seitdem ihr früherer Chef
    wegen Diesel Schmuggels abgelöst wurde?

      • STIN STIN sagt:

        das bedeutet ja nur, das die Korruption das Land wohl mehr im Griff hat, als man annahm. Wenn trotz fast täglicher Festnahmen und Anklagen von Beamten, Polizei und Militär es
        noch nicht spürbar besser geworden sein soll. Ich glaube aber dem Bericht nicht so ganz. So ist es hier bei uns momentan sehr schwierig, bei Verkehrskontrollen ohne Strafzettel – also mit Teegeld das ganze zu lösen. Die Karaoke-Bars, die vorher wohl Teegeld zahlten, werden nun schon um 23:30 von der Polizei aufgefordert, pünktlich um 12 zu schiessen, was sie auch tun. Wir mussten also auch gestern wieder um 24 Uhr nachhause gehen, weil hier alle brav den Anweisungen des Militärs Folge leisten.

        In Pattaya, Phuket und Koh Samui wird der Kampf gegen diese Mafia wohl noch etwas länger dauern. Erstmal hat man auf Koh Panghan alle Jetski-Betreiber festgenommen, weil sie den Anordnungen des Militärs nicht Folge leisten. Wird man halt in Pattaya und Phuket auch machen müssen. Die Thais lernen es sonst nicht. Bei der Lotterie funktioniert es nun hier tadellos – aber auch erst nach dem 2. Anlauf.

        Wenn das Militär es nicht schaffen sollte, wenigsten Korruption einzudämmen – wer sollte es dann machen?

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