LM 112: UN verlangt Freilassung von Inhaftierten

Die Vereinten Nationen haben die Freilassung der wegen Majestätsbeleidigung Inhaftierten verlangt und die Regierung aufgefordert, das Gesetz über Majestätsbeleidigung den internationalen Menschenrechtsstandards anzupassen.

„Wir fordern die sofortige Freilassung aller, die inhaftiert sind oder sich in Untersuchungshaft befinden für die Wahrnehmung ihrer Rechte auf freie Meinungsäußerung“, sagte Ravina Shamdasani, Sprecherin des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte.

Die Agentur zeigt sich besorgt über die unverhältnismäßig hohen Gefängnisstrafen wegen Majestätsbeleidigung. Erst in der letzten Woche hatten Militärgerichte eine Frau und einen Mann zu einer Haft von 28 bzw. 30 Jahren verurteilt. Das seien die höchsten Strafen, die das UN-Hochkommissariat bisher dokumentiert habe.

U.N. logo pattern a press conference background at the United Nations headquarters, Tuesday, Sept. 3, 2013.   (AP Photo/Bebeto Matthews)

 

Die Agentur habe zudem eine erhöhte Zahl von Strafprozessen registriert. Seit dem Militärputsch im Mai letzten Jahres seien mindestens 40 Personen verurteilt worden oder noch U-Haft. Vor dem Staatsstreich hätten nur fünf Menschen eine Strafe wegen Majestätsbeleidigung abgesessen. Das Hochkommissariat kritisiert weiter, dass es für die meisten Verurteilten keine Berufung gebe.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
9 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
berndgrimm
Gast
berndgrimm
19. August 2015 1:48 am

egon:
http://www.taeglicher-wahnsinn-thailand.de/2015/08/angst-vor-der-zukunft.html

Dank Egon gibts hier wenigstens mal was zum Lachen!

In der Weltgeschichte hatten Menschen immer wieder ziemlich ungeheuerliche Ideen. Wie der Mann, der das Problem seiner niedrigen Decke durch Abhacken der Beine löste.
Eine Abschäulichkeit .…..

Na ja , was ist wohl besser :
Die Beine abzuhacken damit man in seine Villa passt oder
das Hirn zu amputieren damit man mehr Platz für
Thaksins Menschenrechte hat?
Aber der Titel passt:
Angst vor der Zukunft! Mit Recht!
Wenns hier nicht mehr so einfach sein wird eine Democrazy
einzurichten.
Und wo kupfert der tägliche Wahnsinn seine Themen ab?

Aus dem schwarzen Loch Bangkok’s tanzen
Rolf Zeller 09:41Datum fehlt

Aus http://www.nittaya.at:

von berndgrimm » Mo 10. Aug 2015, 12:34
Bild

SITUATED in the heart of Bangkok, the Klong Toei slum has always been a “black hole” of social ineptitude fuelled by drugs, poverty and broken families. However, a remarkable teacher from nearby Sunruam Namjai School has been using performance art to keep her students away from drugs by boosting their self-esteem and fostering the familial love that was lacking in their hopeless lives.

Natchata Thamthanakom realised that extreme poverty and the lack of familial support was a recipe for disaster in the slum.

Wer vom Markt in Khlong Toey an der Aussengrenze des Freihafens entlang Richtung Nonsi
läuft kommt zwangsläufig in den grössten Slum Bangkoks.
Diese Anhäufung von gescheiterten Existenzen und menschlichen Elend ist eine Schande
für jede Weltstadt.
Aber wer schon in den Favelas von Rio und Sao Paulo oder in den Townships von
Johannesburg und Pretoria war oder Detroits Highland Park und die Skid Row in
Hollywood überlebt hat für den ist Khlong Toey wirklich halb so schlimm!

Eines fehlt in Khlong Toey aber genauso wie in den anderen Slums dieser Welt:
Eine effiziente staatliche Sozialarbeit!

Deshalb sind solche privaten Engagements wie die Natchatas die diese Traumtänzer
in Khlong Toey aus ihrem Albtraum heraustanzen möchte so bewundernswert!

Ich war vor vielen Jahren einmal in der damals schlimmsten Favela
Rios wo die einzige gesellschaftliche Institution eine Samba Schule war!
Sonst gabs da garnix! Schon gar keine Schule oder Sozialarbeit!

  berndgrimm(Quote)  (Reply)

Hanseat
Gast
Hanseat
12. August 2015 6:02 am

Was sagte uns Bobbele damals, als er von der UN wegen der Unterdrückung der Pressefreiheit in Thailand kritisiert wurde? “Die UN ist nicht mein Vater!”

berndgrimm
Gast
berndgrimm
12. August 2015 12:33 pm
Reply to  Hanseat

Es ist in der Tat äusserst merkwürdig wenn erst jetzt wegen dieser
Militärdiktatur eine solche Forderung gestellt wird,
während in den vielen Jahren der Thaksin Democrazy als dieses
Gesetz vielmehr gegen politische Gegner missbraucht wurde
geschwiegen wurde!

egon
Gast
Hanseat
Gast
Hanseat
19. August 2015 5:47 am
Reply to  egon

Moin egon, ich lehne es ab, von dir laufend LINKS vor die Nase zu bekommen, die du nach alter Manier unseres abgetauchten „nitnoi“ aus ST.de hier präsentierst. Wenn du der Meinung bist, dass in den Links etwas Wichtiges zu lesen gibt, so schreibe darüber. Wenn ich, wie bereits geschehen, auf den Inhalt antworte, redest du dich heraus, doch nur den Link weiter gegeben zu haben. Also, lieber Freund, schreibe weiter deine Meinung und verteile nicht nur die Meinungen anders Denkender.