Bangkok-Attentat: Bombenleger handelte im Auftrag

Bilal Mohammad alias Adem Karadag, der aber auch einige andere Namen hat, gab zu der Mann „im gelben T-shirt“ gewesen zu sein, der die Bombe am Erawan Schrein platzierte. Er gab an von einem Mann, der sich Abdullah Abdulrahman nannte, angeheuert worden zu sein um die Bombe zu legen. Dafür wurde ihm freie Passage in die Türkei versprochen.

Der Rechtsanwalt Bilal’s, Choochart Khanpai, gab dies bekannt, nachdem er seinen Klienten besucht hatte, kurz nachdem das Gericht dem Antrag der Polizei statt gab, den Verdächtigen weitere 12 Tage in Haft behalten zu dürfen.

Der Rechtsanwalt sagte, dass dem Verdächtigen klar wurde, dass er eine harte Strafe zu erwarten habe und auch, dass er, falls er sich schuldig bekennt, einen Nachlass in dieser Strafe bekommen würde. Choochart Khanpai sagte auch, dass sein Klient nichts über die Auswirkungen der Bombenexplosion erfahren habe, da sein Zimmer kein Radio oder Fernsehen gehabt habe. Als er dann aber doch Fotos von der Explosion sah, habe es ihm leid getan für das was er angestellt hatte.

Der Bombenleger Mohammad (Karadag) sagte, dass er aus China gekommen sei, gab aber den Namen seiner Heimatstadt nicht an aus Angst vor den Behörden, dass die Polizei seine Freunde und Verwandten zur Rechenschaft ziehen könnte. Er hatte seinem Rechtsanwalt weiter anvertraut, dass er gehofft hatte von Thailand aus über Malaysia in die Türkei reisen zu können, da alle seine Verwandten dort leben.

Der Rechtsanwalt sagte, dass er immer noch nicht die Gründe für die Bombenexplosion kenne. Er wisse nur, dass sein Klient den Namen Abdullah Abdulrahman angab, der ihm den Auftrag gab die Bombe zu legen. Bilal habe den Mann gefragt, warum er die Bombe bei dem Schrein ablegen solle, habe aber keine Antwort erhalten, sondern ihm wurde nur versprochen von Malaysia aus freie Passage in die Türkei zu bekommen. Bilal sagte außerdem, dass er unter all den Verdächtigen nur Abdullah kennen würde.

Der Rechtsanwalt sagte, er wird Bilal in zwei Wochen wieder besuchen und bis dahin versuchen, dessen Verwandten zu kontaktieren.

Wie die Polizei angab, hat der Mann, der im Militärcenter von Überwachungskameras aufgenommen wurde, nichts mit dem Bombenanschlag zu tun. Bei ihm handelt es sich um einen freien amerikanischen Fotografen, der das Gebäude betreten hatte, um bessere Fotos machen zu können.

Sihanart Prayoonrat,der Leiter des Anti-Geldwasch-Büros sagte, dass eine Untersuchung festgestellt habe, dass mehr Leute bei der Geldzufuhr an Yusufu Mieraili und Adem Karadag für den Bombenanschlag involviert gewesen seien. Er gab allerdings keine weiteren Details bekannt.

Polizei bittet türkischen Botschafter um Mithilfe
Der Sprecher der Polizei gab mittlerweile bekannt, dass der Polizeichef das Außenministerium aufforderte, den Botschafter der Türkei um Hilfe zu bitten, um die Suche nach drei weiteren Verdächtigen im Falle des Bombenattentats beim Erawan Schrein, zu erleichtern.

Der Botschafter wird gebeten, bekannt zu geben, ob die Überprüfung der Reisepässe einiger Verdächtiger Fortschritte gemacht hat, da bisher noch keine Nachricht darüber seitens der Botschaft eintraf.

Er gab auch zu, dass sich die Suche nach dem ehemaligen Rothemden-Wachmann Odd Payungwong als bisher erfolglos gezeigt hat. Es wird aber vermutet, dass er sich immer noch in Thailand versteckt hält während vermutet wird, dass Zubair Abdullah sich bereits vom Süden Thailands aus ins Ausland abgesetzt hat.

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